Artikel vom 27.08.2019 10:00 Uhr
Zum ersten Mal schickt der FC
Thüngfeld in dieser Saison eine Damenmannschaft ins Rennen. 23 Damen aus Nah
und Fern haben sich zusammengefunden, um gemeinsam über kurz oder lang Erfolge
zu feiern. Trainer Lukas Mahr zeigt sich im anpfiff.info-Interview voller
Vorfreude und höchst motiviert.
Herr Mahr, Sie und der FC
Thüngfeld stehen kurz vor dem Start in die Premierensaison. Wie kam es dazu,
eine Damenmannschaft ins Leben zu rufen?
Lukas Mahr: Der Gedanke, eine Damenmannschaft zu gründen, war schon länger
da. Anfangs haben wir erst immer Witze darüber gemacht, doch dann entschieden wir
uns im Februar endgültig dafür, es zu probieren. Ganz simpel legten wir uns
zwei Samstage für ein Schnuppertraining fest und posteten dies auf der FC
Thüngfeld-Facebookseite. Als immer mehr Damen dazu kamen, haben wir weitere
Aufrufe auf Plakaten und per Mundpropaganda gemacht, um noch mehr Mädels für
den Fußball zu inspirieren. Da es in der näheren Umgebung nicht viele Damenmannschaften
gibt und sich einige ohne Erfahrung vielleicht nicht getraut haben, in eine
bestehende Mannschaft einzusteigen, war das für uns eine optimale Lösung. Nach
mehreren Einheiten haben wir uns mit den Mädels zusammengesetzt, um zu
besprechen, was es heißt, eine Mannschaft zu melden und was auf sie zukommt. Gemeinsam
haben wir uns dann Anfang Juni dazu entschlossen, in der Saison 2019/2020 mitzumischen.
Die Männer des FC Thüngfeld (re. Daniel Bickel) spielen derzeit in der A-Klasse 3. Die Damen steigen in der Kreisklasse Süd ein.
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Aus wie vielen Spielerinnen besteht denn der Kader des FC
Thüngfeld in diesem Jahr?
Lukas Mahr: Unser Kader besteht aktuell aus 23 Spielerinnen. Davon sind
fünf direkt aus Thüngfeld, die restlichen aus den umliegenden Dörfern wie zum
Beispiel Appenfelden, Frimmersdorf, Geiselwind oder Elsendorf. Die eine Hälfte
unseres Teams hat Erfahrung, da sie früher schon gespielt hat - die anderen
sind Neulinge. Für uns Trainer ist das eine super Kombination, da die neuen
auch von den erfahrenen Spielerinnen lernen können. So können sich alle
gegenseitig motivieren. Wir hatten natürlich auch den Flex-Modus mal
angesprochen, sind aber zum Entschluss gekommen, dass neun gegen neun für uns
keine Option ist. Denn entweder wir ziehen das richtig durch oder gar nicht. Dies
haben wir den Mädels auch so erklärt, woraufhin sie uns direkt ihre Zustimmung
gaben.
Den Trainingsauftakt haben Sie alle ja vermutlich schon hinter
sich. Wie liefen die ersten Einheiten?
Lukas Mahr: Die ersten Einheiten waren für uns Trainer - aber auch für
unsere Mädels – holprig. Man kannte sich noch nicht richtig und fragte sich,
wie das alles wohl werden würde. Doch schnell haben wir uns zu einen super Team
zusammengefunden. Einige Team-Building-Tage und ein Trainingslager haben uns
dabei geholfen. Die Beteiligung an den einzelnen Einheiten liegt meist bei
zwölf bis 16 Damen. Über Diesen Elan, den die Mädels mitbringen, sind wir sehr
froh. Bei jeder Einzelnen sehen wir Fortschritt, Motivation und Ehrgeiz.
Wie stark schätzen Sie die Kreisklasse Süd in dieser Saison ein?
Lukas Mahr: Wir denken, dass von allem etwas dabei ist. Unsere Favoriten
sind Dörfleins und Pettstadt – das sind starke Gegner. Die Qualität unserer eigenen
Mannschaft wird sich dann mit der Zeit zeigen. Wir lassen einfach alles auf uns
zu kommen und machen das Beste daraus.
Großen Jubel beim FC Thüngfeld gab es zuletzt im Mai 2017, als der Klassenerhalt in der Relegation geschafft wurde. Jubeln nun schon bald die Mädels?
anpfiff.info
Kann man schon vorhersehen, welche Ziele am Ende dieses ersten
Jahres erreicht werden sollen und können?
Lukas Mahr: Ziel ist es in allererster Linie für uns, den Zusammenhalt als
Team, den wir jetzt schon haben, zu erhalten. Jede Einzelne soll Spaß haben, auch
wenn es mal nicht so gut läuft. Die Mädels sollen weiter machen, sich gegenseitig
aufbauen und unterstützen. Aus sportlicher Sicht werden sich weitere Ziele im
Laufe der Saison zeigen, aber natürlich sind die Torerfolge wünschenswert.
Vervollständigen Sie abschließend bitte den nachfolgenden Satz:
Der FC Thüngfeld wird die Liga aufmischen, weil...?
Lukas Mahr: ...weil uns niemand kennt und wir alle als Einheit überraschen
werden!
anpfiff.info bedankt
sich bei Lukas Mahr für das Gespräch und wünscht dem FC Thüngfeld für die
bevorstehende Premierensaison alles Gute!