Artikel vom 19.03.2018 06:00 Uhr
In Rupprechtstegen ist Rainer Scharrer aus dem Sportverein nicht wegzudenken. Einst spielte er für den SCR, dann coachte er die Zweite und mittlerweile ist er seit über einem Jahrzehnt als Jugendtrainer aktiv. Mit der U19 der (SG) Neuhaus/ Velden/ Rupprechtstegen/ Plech geht der Trainer momentan in der Kreisklasse an den Start.
Trainer mit langjähriger Erfahrung
Sogar in der laufenden Spielzeit hat Rainer Scharrer mit seinen 49 Jahren noch vier Einwechslungen in der A-Klasse für die SG Oberes Pegnitztal 2 vorzuweisen. Er kann es einfach nicht lassen und konnte das auch noch nie. Für den SC Rupprechtstegen spielte er einst in der Ersten Mannschaft, wurde später neun Jahre lang Trainer der Zweiten mit zwei Aufstiegen in die Kreisklasse und als Sohnemann Max das Kicken begann, engagierte sich Rainer Scharrer zusätzlich als Jugendtrainer. Seit 2006 kümmert er sich in Rupprechtstegen um den Nachwuchs, allerdings kann in der Region kein Verein mehr eine eigene Jugendmannschaft stellen, so dass er einige Jahre lang die JFG Oberes Pegnitztal gab, welche mittlerweile zu einer großen Spielgemeinschaft umorganisiert worden ist.
„Ich habe
ohne Unterbrechung alle Jahrgänge trainiert bis jetzt zur A-Jugend. Einige von den
Jugendlichen die momentan in der U19 spielen, waren damals schon in der G-Jugend dabei,
die ich mit Kollegen ins Leben gerufen habe", erinnert sich Rainer Scharrer. „Es ist mein Ansporn, zu sehen wie sich die Jugendlichen spielerisch, aber auch menschlich weiterentwickeln." Natürlich
gehört auch eine gewisse fußballerische Fähigkeit der Mannschaft, sportlicher
Ehrgeiz und Erfolg dazu. „Bisher ist es uns gelungen, in jeder Altersklasse einmal Meister zu machen. Letztes Jahr waren wir mit der B-Jugend Meister in der
Kreisklasse."
Sterben des Fußballs in Region verhindern
Ein nicht zu unterschätzender weiterer Grund für seine leidenschaftliche Arbeit ist, dass er dem Sterben der Fußballvereine im oberen Pegnitztal entgegen wirken will. „Es ist mir wichtig, dass der Fußball in unseren Regionen weitergeht, denn wenn sich nur noch wenige Leute oder gar keine mehr für
unsere Jugendlichen interessieren, dann stirbt unser Fußball", mahnt Rainer Scharrer, weswegen er die Mühen auf sich nimmt, auch wenn es einmal schwer ist. Bekanntlich haben sich bereits Spielgemeinschaften bei den Herrenteams gebildet, zuletzt die riesige SG zu der auch Rainer Scharrers Verein SC Rupprechtstegen gehört. „Auf
die nächsten Jahre hin gesehen, denke ich, dass es dem einen oder anderen weiteren Verein schwer
fallen wird, alleine eine Erste Mannschaft und Zweite Mannschaft zu stellen."
Organisation der Spielgemeinschaft steht
Rainer Scharrer engagiert sich seit 2006 für den Jugendfußball im oberen Pegnitztal.
anpfiff.info
„Seit der Umorganisation von der JFG in eine SG hat
sich nicht viel geändert. Man braucht von jedem Verein die Jugendleiter und
natürlich auch Trainer und Betreuer die sich untereinander austauschen und ein
gemeinsames Ziel verfolgen", erklärt Rainer Scharrer. Die SG der U19 umfasst aktuell den SV Neuhaus-Rothenbruck, TSV Velden, SC Rupprechtstegen und den SV Plech. „Auch braucht man jemanden, der über der gesamten SG steht und
auch mal vermittelt, sollten sich Probleme ergeben. Das ist bei uns der Seidler Detlef, der viel Engagement
reinsteckt und das sehr, sehr gut macht." In der Vorrunde hat die U19 zusammen mit der B-Jugend in Velden trainiert, in der Rückrunde finden die Einheiten beim SC Rupprechtstegen statt. Die Punktspiele wurden in der Vorrunde beim SV Neuhaus-Rothenbruck ausgetragen, in der Rückrunde wird beim SC Rupprechtstegen gespielt. Plätze stehen der SG demnach genügend zur Verfügung, aber wie sieht es mit Fußballern aus? „Momentan stehen mir genügend Spieler zur Verfügung, jedoch fehlt mir
verletzungsbedingt ein Spieler die ganze Rückrunde und ein ganz starker
Leistungsträger hat uns aufgrund eines Umzuges nach Pottenstein verlassen", so Rainer Scharrer. „Allerdings sind drei Spieler meiner Mannschaft
noch jahrgangsmäßig B-Jugendliche, aber dennoch Leistungsträger. Die Jungs gehen deswegen seit Jahren immer mit ihren Kumpels mit."
Schwere Zeit für A-Jugendliche
In der Kreisklasse 2 steht die U19 der SG im Mittelfeld der Tabelle. „Für
mich ist es wichtig, bei der Jugendarbeit vornehmlich auf die Ausbildung der
Jugendlichen abzuzielen und da sind wir uns im Trainerteam absolut einig", sagt Rainer Scharrer. „Besonderen
Wert lege ich auf Kameradschaft und auf die gewisse Einstellung, die man
zum erfolgreichen Fußball braucht. Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, auch mal nen guten
Schuss Selbstbewusstsein." Sportlich will der Trainer mit seinen Jungs den aktuellen Tabellenplatz im vorderen Mittelfeld der Liga halten.
Grundsätzlich ist er mit dem bisherigen Abschneiden zufrieden, auch wenn der eine oder andere Dreier mehr drin gewesen wäre. „Jetzt in diesem Alter ist alles nicht so einfach für die Jugendlichen.
Schulabschlüsse, Führerschein, Ausbildung und das Privatleben muss von ihnen
alles parallel gemeistert werden."