Landesliga 2026/27: Ein Wanderer in den Norden? - anpfiff.info
Artikel vom 15.06.2026 15:30 Uhr
Landesliga 2026/27: Ein Wanderer in den Norden?
Leerstetten spielte 2016/17 schon einmal im Süden. Nun wird ein "Wanderer" in die andere Richtung gesucht.
Günther Perzl

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Im Relegationsspiel zwischen dem FC Schwarzenfeld und dem FC Ruderting 2 ist die letzte Entscheidung der Saison 2025/26 auf Verbandsebene gefallen. Die insgesamt 24 Landesligisten für die kommende Spielzeit stehen fest und anpfiff.info wagt einen Blick auf die Zusammenstellung der Gruppen Nord und Süd, in der es wohl (mindestens) einen Wanderer geben wird...
Von Bernd Riemke
Da es aus der Bayernliga mit TuS Bad Aibling und TSV Schwaben Augsburg lediglich zwei Absteiger in die Landesliga gab, reduzierte sich auch die Zahl der Direktabsteiger aus jener Landesliga auf drei pro Gruppe (Nord und Süd). Die jeweils Neuntplatzierten traten in einem Relegationsspiel gegeneinander an, um den letzten freien Platz für die Saison 2026/27 zu ergattern. Dabei verlor der Nord-Vertreter FC Schwarzenfeld mit 1:3 nach Verlängerung gegen die zweite Vertreteung des frisch gebackenen Regionalliga-Aufsteigers FC Ruderting und muss damit nach nur einer Spielzeit den Gang zurück in die Beziksoberliga antreten.

Sechs Meister  und ein Vize steigen auf

Aus der Landesliga nach oben verabschieden sich die beiden Meister FC Ezelsdorf (Nord) und SV Frauenbiburg (Süd) in Richtung Bayernliga. Die sieben Meister der sieben Regierungsbezirke steigen wiederum in die Landesliga auf. Zumindest fast, denn der Meister aus der Oberpfalz verzichtet auf sein Aufstiegsrecht. Anstelle des SV Leonberg rückt der Vize SV Altenstadt/Vohenstrauß nach. Die übrigen Meister heißen: FC Hopferstadt (Unterfranken), SpVgg Weißenstadt (Oberfranken), SC Adelsdorf (Mittelfranken), FC Loppenhausen (Schwaben), TSV Turnberbund München (Oberbayern), DJK/SV Geratskirchen (Niederbayern).

Einteilung durch Verbandsausschuss

Der Verbands- Frauen- und Mädchenausschuss entscheidet aus regionalen Gesichtspunkten über die Zuteilung der 24 qualifizierten Vereine auf die Gruppen Nord und Süd und hat dabei in der Vergangenheit stets auf eine nominelle Gleichverteilung geachtet. Ein Überhang in der einen Gruppe und dafür ein 11er-Teilnehmerfeld in der anderen Gruppe wurde stets zu vermeiden versucht.

Überhang im Süden

Durch den Abstieg des FC Schwarzenfeld entsteht nun jedoch eine Ungleichverteilung zu Lasten des Nordens, der nun wohl voraussichtlich einen „klassischen Süd-Vertreter“ aufnehmen darf. Eine offizielle Einteilung durch die Gremien des Bayerischen Fußballverbandes liegt noch nicht vor. Auf Nachfrage teilte Kerstin Costa mit, dass die vorläufige Einteilung wohl im Laufe dieser Woche an die Vereine verschickt werden wird. anpfiff.info hat die künftigen Landesligisten hinsichtlich ihrer geografischen Lage schon einmal unter die Lupe genommen und dabei insbesondere die möglichen Wanderkandidaten betrachtet.

Nach nur einem Jahr Pause kehrt die SpVgg Weißenstadt auf direktem Weg zurück in die Landesliga. 
Maik Schneider / anpfiff.info


Landesliga Nord 2026/27 (11 Mannschaften)

Schwabthaler SV
SpVgg Greuther Fürth 2
TSV Nürnberg-Buch
SV Neusorg
SGV Nürnberg-Fürth
SpVgg Erlangen
SV Leerstetten
FC Hopferstadt (N)
SpVgg Weißenstadt (N)
SC Adelsdorf (N)
SV Altenstadt/Vohenstrauß (N)

Landesliga Süd 2026/27 (11 Mannschaften)

TuS Bad Aibling (A)
TSV Schwaben Augsburg (A)
BCF Wolfratshausen
SV RW Überacker
SC Amicitia München
SV Kirchberg im Wald
FFC Wacker München 2
FC Ruderting 2
FC Loppenhausen (N)
TSV Turnberbund München (N)
DJK/SV Geratskirchen (N)

Um in jeder Gruppe auf die Normzahl 12 zu kommen, fehlt entsprechend ein Team für den Norden und eins für den Süden.

Kilometer versus Derby

So abstrus es auf den ersten Blick erscheinen mag, Kandidat Nummer 1 für die Wanderung aus der Süd- in die Nordgruppe ist der SC Biberbach aus dem Landkreis Augsburg in Schwaben. Die Gelb-Schwarzen, die ihre Heimspiele Am Galgenberg austragen, wurden in der abgelaufenen Serie der Süd-Gruppe Vizemeister und wären bei einem Umzug in die Nord-Gruppe in der kommenden Spielzeit sage und schreibe rund 1945km auf bayerischen Straßen zu ihren Auswärtsfahrten unterwegs. Das nächst gelegene „Derby“ wäre das gegen den SV Leerstetten – zwischen den beiden Sportplätzen liegen „nur“ etwa 110km. Die längste Anfahrt hätten die Schwaben dann ins knapp 230km entfernte Vohenstrauß in der Oberpfalz.

Kandidat Nummer 2 ist der Vorjahresdritte der Süd-Gruppe, der SV Thenried, der zwar in der Summe rund 100km mehr Kilometer zurücklegen müsste - dafür aber das Derby gegen Altenstadt/Vohenstrauß in nur etwa 80km Entfernung beinahe "vor der Haustür" liegen hat und auch die Fahrt nach Neusorg ist nur unwesentlich weiter. Die grün-weißen Oberpfälzerinnen wären in der Summe rund 2050km zu ihren Auswärtsfahrten unterwegs, würden zum FC Hopferstadt in Unterfranken nahezu einmal quer durch den Freistaat reisen und hätten 260km lang Zeit, sich auf die Partie beim Aufsteiger vorzubereiten. Die Regionalität spricht jedoch eher für die Oberpfälzerinnen, die mehr nahe gelegene Partien zu bestreiten hätten, als Biberbach im Süden des Freistaates.

Die Frauen des SC Adelsorf steigen als mittelfränkische BOL-Meisterinnen in die Landesliga auf. 
SCA

Doch ein Überhang?

Denkbar wäre natürlich ebenso, die Nord-Gruppe mit  insgesamt elf Vereinen zu spielen und im Süden einen Überhang mit dann 13 Vereinen zu spielen. Einer solchen Ungleichverteilung erteilte der BFV auf Nachfrage bei Kerstin Costa jedoch eine Absage.

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Tabelle Landesliga Nord

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
1
22
56:16
55
2
22
65:29
52
3
22
52:30
45
5
22
36:39
34
6
22
39:44
31
7
22
31:40
27
8
22
20:37
18
9
22
25:47
18
10
22
25:50
15
11
22
24:40
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Bei punktgleichen Teams: Sondertabelle der Punktgleichen

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