Artikel vom 13.06.2026 15:00 Uhr
Nach dem Abstieg aus der Regionalliga lief es zuletzt für den FFC Hof auch in der Bayernliga nicht ganz nach Wunsch. Trotz neuem Trainer lief man den Vorstellungen hinterher und trennte sich nach nur einer Spielzeit von Ralf Bröcker. Nun vermeldet der Hofer Frauenfußballvereinen die Verpflichtung eines neuen Übungsleiters, der den Club schon aus der Bayernliga kennt und ein klares Ziel verfolgt.
Mit einer Niederlage gegen den FC Forstern ging es für die Hofer Fußballfrauen Ende Mai in die Sommerpause. Schon vor dem letzten Spiel wurde Trainer Ralf Bröcker verabschiedet, der die Mannschaft in einer schwierigen Situation übernommen hatte - jedoch schon mehrere Wochen vor dem Saisonfinale der Vorstandschaft seine Entscheidung mitteilte, den Trainerstuhl nach nur 365 Tagen wieder zur räumen. In den letzten Wochen geisterten viele Namen durch den SF Sportpark. Darunter auch immer wieder Trainer aus der Region - aber auch der sportlichen Region Mittelfrankens. Nun herrscht Klarheit, wer in der kommenden Saison den FFC Hof in der Frauen Bayernliga trainieren wird.
Handschlag auf eine gute neue Saison: Ralf Weigold (links) und Florian Wolfrum (rechts) vom Spielausschuss des FFC begrüßen den neuen Trainer, Nick D’Addona.
FFC Hof
Neuer Mann kennt die Liga und das Team
Eigentlich wollte man den Trainer schon nach Bekanntwerden des Abschiedes von Ralf Bröcker präsentieren. Doch die Sondierung des Marktes und auch die Gespräche mit möglichen Kandidaten dauerten dann doch etwas länger. Doch zwei Wochen nach dem letzten Pflichtspiel präsentiert der FFC Hof nun mit Nick D'Addona den neuen Mann an der Seitenlinie im SF Sportpark. Für viele ist der 28-jährige kein Unbekannter, gerade wenn man über den Tellerrand des Hofer Spielkreises hinaus schaute und den Aufschwung der SpVgg Weißenstadt verfolgte, dann ist der Name sicherlich ein Begriff. Zuletzt trainierte er den Ligakonkurrenten TSV Theuern, mit dem er am vorletzten Spieltag ausgerechnet gegen seinen neuen Club den Klassenerhalt sicherstellte. So stand auch bis zuletzt die Arbeit beim TSV im Vordergrund. Nach der Saison hatte der junge Coach, der auf eine beachtenswerte Vita zurückblicken kann, einen freien Kopf für seine Zukunft - in Hof. „Mir war wichtig, dass ich weiter in der Bayernliga arbeite und auch einen entsprechenden Kader habe“, war für Nick D'Addona letztlich die Liga und der Kader ein ausschlaggebender Faktor. Auch wenn er sich die Entscheidung nicht leicht gemacht hatte. Denn bei all seinen bisherigen Stationen, sei es die SpVgg Bayreuth, die SpVgg Weißenstadt, oder eben der TSV Theuern gewesen, fühlte sich der Coach wohl und sei froh, dass nun eine Entscheidung gefallen sei.
Voll fokussiert geht Nick D'Addona seine neue Aufgabe beim FFC Hof an.
Maik Schneider / anpfiff.info
Kader hat Qualität, braucht aber Zeit
In den direkten Duellen der Bayernligasaison, konnte sich Nick D'Adonna bereits ein Bild von seiner neuen Mannschaft machen, wenngleich sich im Kader zur neuen Saison dennoch einiges tun wird. „Ich habe schon gemerkt, welche Qualität im Kader steckt", weiß der neue Mann aber auch, "durch viele neue Spielerinnen, einer Mannschaft im Umbruch – das ist nicht so einfach, dass da alles gleich perfekt läuft". So hat die Mannschaft in seinen Augen viel Qualität - aber auch noch eine Menge Luft nach oben. So geht Nick D'Addona seine neue Aufgabe mit Zuversicht an, so stimmen ihn auch die bisherigen Verstärkungen optimistisch. Gleichzeitig sieht er jedoch im zentralen Mittelfeld und der Innenverteidigung noch Bedarf. Der Trainingsauftakt beim FFC Hof ist für den 10. Juli geplant. Doch schon vorher möchte der Coach sich mit seinem neuen Team zusammensetzen. "Ich möchte mich mit jeder Spielerin zusammensetzen und in Einzelgesprächen kennenlernen", nimmt D'Addona seine neue Aufgabe ernst. Auch sein Ziel hat er bereits formuliert, das er auch mit dem nötigen Respekt angehen will. "Oben angreifen und besser spielen als in dieser Saison. Den direkten Aufstieg auszurufen, finde ich jedoch den falschen Weg", weiß der 28-jährige auch das dafür viele Faktoren zusammenspielen müssen - gerade in einer starken Liga, wie der Bayernliga. So steht die Weiterentwicklung der Spielerinnen für den Übungsleiter an oberster Stelle.