Artikel vom 12.06.2026 12:00 Uhr
Erlangens Nummer eins wurde auch Meister!
Sebastian Baumann / anpfiff.info
In der Bayernliga Nord Saison 2025/2026 hat sich der SC Eltersdorf verdient die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Regionalliga Bayern gesichert. Vizemeister wurde erstmals der ASV Cham, der aber in der Relegation am Aufstieg an der SpVgg Greuther Fürth 2 gescheitert ist. Absteigen mussten der SC Großschwarzenlohe und der ATSV Erlangen. anpfiff.info wirft einen Blick zurück auf die Zahlen.
Die Bayernliga Nord ist in der Saison 2025/2026 mit
nur 17 Mannschaften angetreten. Halbzeit- und Wintermeister war etwas
überraschend der ASV Neumarkt. Den Titel holte sich letztendlich
verdient der SC Eltersdorf. Vizemeister wurde erstmals der ASV Cham,
der in der Aufstiegs-Relegation zur Regionalliga Bayern am Profi-Team
U23 SpVgg Greuther Fürth mit 1:3 und 0:1 scheiterte.
Absteigen
musste direkt das Schlusslicht und Neuling SC Großschwarzenlohe. In
der Abstiegs-Relegation konnte sich der FSV Stadeln retten. Der ATSV
Erlangen verlor mit 0:2 und 0:1 gegen den TSV Großbardorf und musste
damit ebenso runter wie der FC Coburg, der gegen den Landesligisten
FSV Pfaffenhofen/Ilm mit 1:2 und 0:3 verlor.
Trainerwechsel hielten sich in Grenzen
Fünf Trainerwechsel gab
es. Das hielt sich in Grenzen. Die Vereine arbeiteten überwiegend
mit Augenmaß. Bei der DJK Gebenbach trat
Markus Kipry im Herbst 2025 zurück. Dominic Rühl übernahm
erfolgreich, führte die Mannschaft aus dem Tabellenkeller noch bis
auf Rang vier. Beim Würzburger FV musste Andreas Eisenmann im
Oktober 2025 gehen, Nachfolger Christian Breunig führte den WFV zum
direkten Klassenerhalt. Weil beim FC Ingolstadt 04 der ursprüngliche
Übungsleiter Patrick Schönfeld als Assistent zu den Profis
aufrückte, wurde dieser Posten Oliver Gorgiev übergeben. Im März
2026 wurde Jan Gernlein beim FC Eintracht Bamberg von seinen Aufgaben
entbunden, Michael Hutzler, der bis Saisonende einsprang, konnte aber
nicht den erhofften Umschwung herbeiführen. Kurios war, dass der
ATSV Erlangen vor dem letzten Spieltag Urgestein Shqipran Skreaj den
Stuhl vor die Tür setzte und das Gespann Jochen Strobel und Normann
Wagner, die eigentlich erst 2026/2027 hätten übernehmen sollen,
sofort installierte. Mit diesem Duo ging es in der Relegation nach
acht Jahren Bayernliga runter in die Landesliga.
Freude über den Klassenrhalt mit dem WFV: Christian Breunig, einer von fünf Trainern, die während der Saison übernahmen.
Sportfoto Zink / anpfiff.info
Torschützenkönig kommt vom Jahn 2
19 Tore erzielte Kelvin Onuigwe vom SSV Jahn Regensburg 2 und sicherte sich
damit die Krone des Torjägers. Ihm folgen Selim Mjaki (15,
Neumarkt), Lucas Markert (14, Erlangen), Marin Hrgota (14,
Neudrossenfeld), Timo Kräftner (14, Großschwarzenlohe), Cristian
Fischer (14, Coburg), Lukas Da Silva Freundorfer (13, Fortuna
Regensburg), Morris Adelabu (13, Neumarkt) und Konstantin Landstorfer
(zwölf, Cham).
Steigerung der Zuschauerzahlen
96 727 Zuschauer kamen in die 17 Stadien, ein Schnitt von 356
Besuchern pro Partie (Vorjahr 324). Das ist ein deutlicher Anstieg
von rund zehn Prozent. Zuschauerkrösus im Norden ist die SpVgg SV
Weiden mit einem Schnitt von 810 Interessierten, gefolgt von der
SpVgg Bayern Hof (752). Der Würzburger FV (564), ASV Cham (504), FSV
Stadeln (456), FC Eintracht Bamberg (409) und Meister SC Eltersdorf
(353) belegen die weiteren Plätze. Es folgen der TSV Kornburg (308),
DJK Gebenbach (282), SC Großschwarzenlohe (281), ASV Neumarkt (280),
FC Coburg (214), Fortuna Regensburg (192), ATSV Erlangen (174), SSV
Jahn Regensburg 2 (115) und der FC Ingolstadt 04 2 (68). Den besten
Besuch verzeichnete die Begegnung Weiden gegen Fortuna Regensburg mit
1313 Fans. Bayern Hof gegen Ingolstadt 2 (1010), SC Eltersdorf
gegen FSV Stadeln (1000) und TSV Kornburg gegen SC Großschwarzenlohe
(1000) erreichten ebenfalls eine vierstellige Zuschauerzahl.
Minuskulisse waren nur 38 Interessierte beim Duell FC Ingolstadt 04 2 gegen Fortuna Regensburg.
Nico Ott vom ATSV Erlangen (hinten - hier gegen Eltersdorfs Geremi Perera) sah dreimal gelb-rot.
Alexander Grober / anpfiff.info
Absteiger Erlangen Letzter bei Fairness
45 rote Karten gab es in der Bayernliga Nord sowie 65 Mal Gelb-Rot. Im Vorjahr hatte
es 55 rote und 65 gelb-rote Hinausstellungen gegeben. Ohne einzigen
Platzverweis kam kein Team über die Runden. Ohne rote Karte blieben
Kornburg und Bayern Hof. Ohne Gelb-Rot kam kein Team durch. Bei den
roten Karten war Erlangen mit sieben Spitzenreiter, Coburg und Ingolstadt
2 waren je fünfmal dabei.
Bei Gelb-Rot ist der Jahn 2 mit zehn einsam an
der Spitze. Gebenabch (sieben), Weiden (sechs) und Gebenbach (sechs) folgen.
Die
Fairness-Tabelle führt Fortuna Regensburg (86 Punkte) knapp vor
Bamberg (87) an. Es folgen Bayern Hof (92), Stadeln (93), Neumarkt
(95), Cham (105) und Kornburg (107). Auf den weiteren Plätzen liegen
Weiden (114), Würzburg (114), Eltersdorf (116), Großschwarzenlohe
(117), Neudrossenfeld (121), Coburg (124), Ingolstadt 04 2 (125),
Jahn Regensburg 2 (136), Gebenbach (137) und Letzter ist mit
deutlichem Abstand Erlangen mit 169 Punkten.
15 böse Buben mit zwei und mehr Platzverweisen
15 böse Buben mit
mindestens zwei Hinausstellungen gab es in
der Bayernliga Nord. Dimitriadis Aristotelis (Erlangen) und Gül
Emre (Ingolstadt 2) sahen je zweimal Rot. Dreimal Gelb-Rot
kassierten Paul Gebhard (Jahn 2) und Nico Ott (Erlangen). Zweimal
Gelb-Rot und einmal Rot sah Mikel Seiter (Neudrossenfeld). Von je
zweimal Gelb-Rot waren Lucas Altenstrasser (Fortuna Regensburg),
Felix Behnke (Weiden), Jakob Seibold (Jahn 2) und Fabian Vogl
(Gebenbach) betroffen. Je einmal Rot und Gelb-Rot erhielten Johannes
Hamann (Bayern Hof), Nikolas Hofmann (Neudrossenfeld), Andrea
Nocerino (Fortuna Regensburg), Jonas Schwindl (Gebenbach), Ulrich
Speis (Erlangen) und Dior
Zabërgja
(Erlangen).
Ingolstadt 2 mit den meisten Spielern
46 Spieler hat der FC Ingolstadt 04 2 in der Saison 2025/26 eingesetzt. Es
folgen der FSV Stadeln (32), SC Großschwarzenlohe (31),
Neudrossenfeld (30) und der ATSV Erlangen (29).
Ingolstadt 2 mit 20 Torschützen
20 Torschützen hatte der FC Ingolstadt 04 2. Es folgen FC Eintracht Bamberg (18),
SpVgg SV Weiden (16) und der Würzburger FV (16).
Traf fünfmal vom Punkt: Neudrossenfelds Marin Hrgota (re.).
Anna Raithel / anpfiff.info
Acht Tabellenführer
Acht Tabellenführer gab es 2025/2026: Eltersdorf (16), Neumarkt (acht), Cham (vier), Stadeln (zwei),
Fortuna Regensburg, Weiden, Bayern Hof und Neudrossenfeld
(je einmal) standen an der Tabellenspitze.
Torschützenkönig auch Bester vom Punkt
Kelvin Onuigwe (sieben, Jahn 2), Marco Weber (fünf, Stadeln), Lucas Altenstrasser (Fortuna Regensburg), Marin Hrgota (Neudrossenfeld), Luca Ljevsic (Bamberg), Lucas Markert (Erlangen), Jonas Marx (Neumarkt), Felix Voigt (Cham) und Moritz
Zeitler (Weiden, alle je drei) trafen am häufigsten vom Punkt.