Artikel vom 17.05.2026 09:00 Uhr
SPIELTAG AKTUELL Während vorne der FC Ezelsdorf und der Schwabthaler SV nach jeweils knappen Siegen im Gleichschritt auf die Zielgerade der Saison einbiegen, kommt in den Tabellenkeller gehörig Bewegung. Der Spieli gelang ihr zweiter Saisonsieg und auch der FC Schwarzenfeld punktete dreifach, wodurch zwei Oberfranken nun auf die direkten Abstiegsplätze rutschen.
Drei der letzten fünf Siege für Spitzenreiter FC Ezelsdorf endeten 1:0. "Es war ein verdienter Arbeitssieg", sagte Julia Wartenfelser, Schützin des goldenen Tores gegen die SpVgg Ebing, die im Nachgang dennoch bemängelte, dass "wir sehr leichtfertig mit unseren Chancen umgehen". Letztlich führte eine geschlossene Mannschaftsleistung zum vierten Sieg in Serie, womit der FCE nun seit 13 Partien ohne Niederlage ist und die vergangene Woche erkämpfte Tabellenführung verteidigte. Die SpVgg Ebing, die seit sechs Partien ohne eigenen Dreier ist, rutscht dagegen auf einen der drei direkten Abstiegsplätze.
Dritte Führung reicht
Verfolger Schwabthaler SV tat sich beim SV Leerstetten nicht minder schwer. Zweimal ging Schwodl jeweils durch Michaela Betz in Führung. Zweimal kam der SVL, einmal durch Katrin Hauffenmeyer, einmal durch Selina Perzl zurück. "Wir hatten über die gesamte Spielzeit mehr vom Spiel, haben aber wieder einmal viel zu viele Chancen liegengelassen", gab Julia Reinhardt nach der Partie zu Protokoll. Einer Partie, in der sich der SSV "nie aufgegeben und am Ende belohnt" hat. Reinhardt selbst war, die in der 88. Minute zum erlösenden 3:2 für die Hellmuth-Elf traf, die damit im Titelrennen weiterhin einen Zähler hinter dem Ligaprimus bleibt.
Julia Reinhard (li.) gelang der späte Siegtreffer für den Schwabthaler SV.
Anna Raithel / anpfiff.info
Das Ergebnis fiel zu hoch aus
Dritter bleibt auch die SpVgg Greuther Fürth 2 nach einem scheinbar ungefährdeten 3:0-Sieg über FV Obereichstätt. "Das Ergebnis drückt definitiv nicht die Spielanteile aus. Ganz großes Kompliment an den den FVO, der eine richtig starke Leistung gezeigt und uns phasenweise dominiert hat", gab Kleeblatt-Coach Tobias Auer unumwunden zu. Seine Mannschaft verteidigte insgesamt jedoch sehr diszipliniert und zeigte sich vorne gnadenlos effektiv. "Wenn man oben steht, verwertet man die Chancen mit einem anderen Selbstverständnis", so Auer weiter, der seinem Team eine gute Leistung attestierte. "Obereichstätt aber auch!" Lena Reichelt, die im Winter aus der Bayernliga vom FC Nürnberg 2 kam, gab für das Kleeblatt ihr Pflichtspieldebüt in der Startelf und traf prompt zum zwischenzeitlichen 2:0. Nora Feuerstein auf der anderen Seite wird die Fürtherinnen nach Saisonende verlassen. Sie durften nach sechs Spielzeiten in grün-weiß ihr Abschiedsspiel mit der Kapitänsbinde bestreiten und erhielt ein würdiges Farewell, als sie bei ihrer Auswechslung durch ein Spalier ihrer eigenen Mitspielerinnen gehen durfte.
Zittersieg für Bucher Mädels
"Wir sind gut reingekommen, hatten gute Ballbesitzphasen aber kaum echte Chancen", sagte TSV Buch-Trainer Marcel Schmitz nach dem 2:1-Sieg über den TSV Plankenfels. Nach torloser erster Halbzeit wurde es im zweiten Durchgang in Buch turbulent. Zunächst gingen die heimstarken Bucher Mädels nach Wiederanpfiff durch zwei Treffer von Nadine Lang in Front, eher ein später Platzverweis gegen Laura Scholz, die diesmal das Tor hütete, noch einmal Spannung in die Begegnung brachte. Gäste-Spielertrainerin Isabell Helldörfer nutzte die numerische Überlegenheit per Elfmeter zum 1:2-Anschlusstreffer aus Sicht der Gäste. Trotz eines Sturmlaufs in den Schlussminuten sollte der Ausgleich jedoch nicht mehr gelingen. "Wir haben in Unterzahl gut zusammengehalten", sagte Schmitz nicht ohne Stolz. Der mutige Aufsteiger fällt damit wieder zurück auf den letzten Platz, weil zwei direkte Konkurrenten dreifach punkten konnten.
Sophie Kiegel (vo.) erzielte für die Spieli ihr viertes Saisontor.
Bernd Riemke / anpfiff.info
SGV wacht zu spät auf
Der FC Schwarzenfeld feierte einen 3:2-Sieg über die SGV Nürnberg/Fürth. "Dass Schwarzenfeld alles ins Spiel werfen wird, war kein Geheimnis. Wir wurden für unsere individuellen Fehler hart bestraft", fasste Gäste-Trainer Tayfun Ünlü eine erste Halbzeit zusammen, in der sein Team früh in Rückstand geriet, zunächst jedoch durch den siebten Saisontreffer von Ipek Dinc umgehend antwortete, um anschließend direkte wieder einem Rückstand hinterherzulaufen und sich noch im ersten Spielabschnitt einen dritten Treffer einzufangen. "In der zweiten Halbzeit haben wir eine Reaktion gezeigt. Damit bin ich zufrieden. So eine Einstellung müssen wir ab dem Anpfiff zeigen und nicht erst nach einem Rückstand", gestand Ünlü, dessen Team trotz überlegen geführtem zweiten Spielabschnitt nur noch der Anschluss durch Cinzia Fritsch gelang.
Spieli mit Comeback-Sieg
Die Remisköniginnen feierten diesmal dreifach. Trotz zunächst überlegen geführter Partie geriet Erlangen gegen SV Neusorg durch Paula Netzel in Rückstand. "Wir hatten Neusorg im Griff, konnten aber im letzten Drittel nicht gefährlich werden. Das nutzten die Gäste durch einen Standard aus", analysierte Sophie Kiegel im Nachgang der Begegnung. Sie selbst sorgte noch vor dem Seitenwechsel für den Ausgleich. "Wir hatten viele Chancen und konnten uns endlich belohnen", fasste Kiegel zusammen und für die Spieli kam es noch besser. Manuela Moos gelang gut zwanzig Minuten vor dem Ende nicht nur ihr erstes Saisontor, sondern auch die Führung für Erlangen. "Mit einer kämpferisch guten Leistung haben wir das Ergebnis bis zum Schluss gehalten", so Kiegel abschließend, die dank des zweiten Saisonsieges und des gewonnenen direkten Vergleichs mit dem FC Schwarzenfeld über den Strich auf den rettenden achten Rang springt.