Artikel vom 11.02.2026 12:00 Uhr
Der Kreis-Ausschuss im Fußball-Kreis Bamberg/Bayreuth/Kulmbach (v.l.): Thomas Unger (Bezirks-Vorsitzender Oberfranken), Horst Deller (Kreis-Jugendleiter), Ralf Riemke (Kreis-Spielleiter), Manfred Neumeister (Kreis-Vorsitzender), Marc Benker (Kreis-Schiedsrichterobmann) und Christoph Kern.
PODCAST Ralf Riemke steht künftig an der Spitze des Spielkreises Bamberg, Bayreuth und Kulmbach. In Folge 73 der „Amateurschreiber“ spricht er über große Entfernungen, viele Spielgemeinschaften und den Wunsch der Vereine nach mehr Planungssicherheit. Warum er sich als Moderator auf Augenhöhe sieht – und was sich ändern könnte.
In Folge 73 des Podcasts „Die Amateurschreiber“ sprechen Uwe Kellner und Sebastian „Basti“ Baumann mit dem neuen Kreisspielleiter des Spielkreises Bamberg, Bayreuth und Kulmbach, Ralf Riemke, sowie mit Markus „Scholz“ Schütz von anpfiff.info. Im Zentrum steht der Führungswechsel im Spielkreis. Riemke wurde beim Kreistag mit großer Mehrheit gewählt – bei nur einer Enthaltung. Den Moment auf der Bühne beschreibt er eindrücklich: „Es wird einem richtig bewusst, wenn man da am Kreistag […] auf der Bühne steht und Hunderte von Menschen vor sich hat, die eine gewisse Erwartungshaltung haben. Da hat man doch eine gehörige Portion Respekt.“
Der neue Kreisspielleiter bringt Erfahrung als Gruppenspielleiter und langjähriger Schiedsrichter mit sowie als Top-Spiel-Reoorter von anpfiff.info. Gleichzeitig macht er klar, dass er künftig Schwerpunkte setzen muss: „Ich mache nicht nur ein bisschen weniger Anpfiff und ein bisschen weniger Schiedsrichter, sondern ein bisschen viel weniger von beidem.“
Großer Spielkreis als Heruasforderung
Als große Herausforderung sieht er die Größe des Spielkreises mit seinen weiten Entfernungen: „Es ist ein Riesenspielkreis, es sind große Entfernungen und ich habe das nicht unterschätzt.“ Unterstützung bekommt er unter anderem von erfahrenen Gruppenspielleitern, denn: „Eine interne Abstimmung ist einfach unabdingbar.“
Ralf Riemke wechselt vom grünen Rasne an den Schreibtisch als Kreisspielleiter.
anpfiff.info/Bernd Riemke
Inhaltlich nennt Riemke vor allem die vielen Spielgemeinschaften als zentrales Thema. Diese sollen dem Erhalt des Spielbetriebs dienen, nicht der sportlichen Optimierung: „Bei den Spielgemeinschaften ist es halt so, dass die zum Erhalt dienen sollen und nicht zur Leistungssteigerung.“ Gleichzeitig verweist er auf den strukturellen Hintergrund: „Wenn man sich mal anschaut, wie viele Jugendmannschaften es noch gibt im Vergleich zu den Herrenmannschaften, da kriegt man ganz klar vor Augen geführt, dass der Nachwuchs nicht von den Bäumen fällt.“
Planungssicherheit und Vorspiele
Aus den Vereinen hat er klare Wünsche mitgenommen: mehr Planungssicherheit und möglichst zeitgleiche Spiele von erster und zweiter Mannschaft. Hier will er ansetzen. Sein Selbstverständnis formuliert er deutlich: „Ich sehe mich tatsächlich als Moderator, als Ansprechpartner auf Augenhöhe für die Vereine.“ Entscheidend sei für ihn vor allem eines: „Das Wichtigste ist, dass der Spielbetrieb läuft.“ Auch strukturelle Fragen kommen zur Sprache. In Oberfranken könnte es perspektivisch zu Veränderungen bei der Einteilung der Spielkreise kommen, da einzelne Regionen unter die Marke von 100 aufstiegsberechtigten Mannschaften gefallen sind. Konkrete Entscheidungen stehen jedoch noch aus. Markus Schütz hat allerdings eine konkrete Vorstellung, wie die neuen Kreise - aus drei mach zwei - aussehen könnten.
Unterm Strich zeigt die Folge einen neuen Kreisspielleiter, der mit Respekt ins Amt geht, aber klare Leitlinien formuliert: Dialog, Transparenz und ein stabiler Spielbetrieb stehen für ihn an erster Stelle.