Artikel vom 14.01.2026 17:57 Uhr
Kaiserslautern holte sich den Cup, musste gegen Fulham aber hart kämpfen.
Alexander Rausch/anpfiff.info
Der 1. FC Kaiserslautern hat sich den Titel
beim internationalen U15-Hallenturnier in der tectake-Arena geschnappt. Ungeschlagen
marschierten die Roten Teufel durch die beiden Turniertage und siegten im Finale knapp mit 1:0 gegen den FC Fulham. Aber nicht nur das: die Pfälzer räumten
auch die Trophäen für den besten Spieler und besten Keeper ab. Von den Lokalmatadoren
überzeugte vor allem die U14 der Kickers.
Jubelnd sprangen die Kaiserslauterer über das
Spielfeld. Der Nachwuchs des Zweitligisten hatte soeben im Endspiel der 22.
Auflage des internationalen Hallenturniers den FC Fulham mit 1:0 geschlagen.
Nur selten hatten sie die Engländer gefährlich zum Abschluss kommen lassen. Und
wenn nötig, parierte eben Charles Kaplan, der dann auch zum Keeper des Turniers
gewählt wurde. Auch sein Trainer Michael Bohlen hob ihn hervor: „Er hat in den
Finalspielen, und auch davor sehr gut pariert. Er hatte zudem ein sehr gutes
Aufbauspiel.“ So entschied Kerem Gödeoglans Treffer – der Angreifer hatte einen
Ball von Fulhams Torhüter ins gegnerische Tor geblockt – die Partie zu Gunsten
der Roten Teufel, die mit Sergio Kolender auch den besten Spieler der
Veranstaltung stellten.
Die Roten Teufel jubelten in der tectake-Arena.
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Roten Teufel dominieren das Turnier
„Ich bin absolut stolz auf die Jungs. Wir hatten
bereits am Sonntagmorgen das Gefühl, dass sehr viel möglich ist und haben fest
daran geglaubt. Ich hab den Jungs vor jeder Partie gesagt, dass wir
ungeschlagen sind und das auch bleiben wollen“, freute sich der FCK-Coach über
den „verdienten Turniererfolg“. Schon am Samstag waren sie in der Vorrunde auf
den FC Fulham getroffen, hatten dort aber noch die Punkte geteilt. Am Sonntag
kam gegen Titelverteidiger Karlsruher SC in der Zwischenrunde ein weiteres
Unentschieden hinzu. Die restlichen Partien gewannen die Pfälzer allesamt.
„Wir spielen die vier großen Hallenturniere,
um Freude über den Winter zu haben. Das ist ein gutes Techniktraining. Gemeinsam
über ein Wochenende wegzusein, schweißt uns zusammen und ist sehr gut für das Teambuilding.
Wir nehmen sehr viele positive Eindrücke aus Würzburg mit“, resümiert der
Übungsleiter, der mit seinem Team den Titel in der Regionalliga Südwest
anstrebt, ein rundum gelungenes Turnierwochenende.
Thilo Wilke coacht die U15 der Augsburger.
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Thilo Wilke coacht in der Heimat
Ins Schwärmen kam auch Thilo Wilke. Der
gebürtige Karlstädter betreut mittlerweile als Co-Trainer die U15 des FC Augsburg
und kehrte mit ‚'seinen' Jungs in heimische Gefilde zurück. „Das war schon etwas
Besonderes. Freunde und Familie waren hier. Ich habe viele bekannte Gesichter
getroffen. Ich mag Würzburg, weil es Heimat ist“, freute er sich auf das
Turnier vor der eigenen Haustüre. Auch die Organisation lobte er, ebenso wie
die Halle und das gute Niveau.
„Mit gefällt die Internationalität. Auch die
Zusammenkunft mit den Trainern am Samstagabend war cool. Ein sehr guter
Austausch“, befand er. Einzig das sportliche Abschneiden seiner Jungs hätte besser
sein Können. Zu selten hätten die ihr Potenzial abgerufen. Das hätte er vor
allem gegen eines der besten Teams des Turniers, den FC Basel, gesehen. Gegen
die Schweizer hatten die Fuggerstädter in der Endrunde mit 2:0 gewonnen,
scheiterten dann aber aufgrund des schlechteren Torverhältnisses und der FC
Fulham zog ins Halbfinale ein.
Die U14 der Kickers wusste sich auch gegen Kaiserslautern zu behaupten.
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Rothosen-U14 kommt in die Endrunde
Überraschend stand hingegen die U14 der
Kickers in der Endrunde. Als jüngstes Team hatten die kleinen Rothosen nach der
Zwischenrunde vier Zähler auf dem Konto und ließen damit die SG Quelle Fürth, die
wie der VfR Aalen kurzfristig eingesprungen war aufgrund der wetterbedingten
Absagen des SC Heerenveen und des Randers FC, hinter sich. „Das kam für uns
unerwartet. Umso schöner ist der Erfolg aber natürlich“, freute sich Lukas
Steigerwald. Wertvolle Erfahrungen hätten die Seinen dadurch gesammelt, sich
zudem sehr gut verkauft und den Verein bestens repräsentiert.
„Wir mussten uns an die Intensität und Körperlichkeit gewöhnen. Aber die Jungs
haben gefightet und haben eine sehr gute Einstellung und Mentalität an den Tag
gelegt“, lobte der FWK-Coach seine Schützlinge, die auch neben dem Feld
wichtige Eindrücke sammelten. Schließlich hatten sie die Teams aus Wien und
Bochum als Übernachtungsgäste. „Dieser Aspekt taugt mir schon seit Jahren, weil
die Jungs sehen, wie es in anderen Leistungszentren läuft, wie der Alltag dort
aussieht. Zudem knüpfen sie Kontakte, die oftmals auch länger bestehen“, weiß
der langjährige Kickers-Jugendtrainer.
Die Heidingsfelder mussten einiges einstecken, sammelten aber wertvolle Erfahrungen.
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Einmaliges Erlebnis für die Heidingsfelder
Ähnliches berichtete auch Michael König,
Übungsleiter der Heidingsfelder U15: „Es ist immer wieder ein tolles Erlebnis
für die Jungs. Sie haben eigentlich nie die Möglichkeit, gegen internationalen
Nachwuchs zu spielen, gegen die Stars von morgen.“ Natürlich seien seine Kicker
enttäuscht über die hohen Niederlagen, letztlich sei das Sportliche aber zweitrangig.
Ein Treffer gelang den Grün-Weißen diesmal nicht. Dennoch strahlten auch die
SV-Kicker bei der Siegerehrung, über ein für sie einmaliges Erlebnis.