Artikel vom 11.01.2026 18:15 Uhr
Lars Daniel hört am Saisonende auf
Die SpVgg Zeckern plant nach ihrem historischen Aufstieg in die Bezirksliga die nahe Zukunft. Cheftrainer Lars Daniel hört nach der Saison auf, auch Co-Trainer Basti Schleicher beendet seine Tätigkeit. Abteilungsleiter Siegfried Seiler erklärt gegenüber anpfiff.info die Hintergründe, verrät den Nachfolger und spricht über einen gezielten Neuanfang sowie warum der Glaube an den Klassenerhalt ungebrochen ist.
Die Premiere in der Bezirksliga wollte die SpVgg Zeckern erst einmal genießen, jetzt soll es ein dauerhaftes neues Zuhause für die Kicker von der Köhlerstube werden. Entsprechend frühzeitig haben die Verantwortlichen personelle Entscheidungen getroffen. Aufstiegstrainer Lars Daniel wird den Verein nach der Saison verlassen – eine Entscheidung, die schon lange feststand. „Das war seine eigene Entscheidung und bereits vor der Saison bekannt“, erklärt Abteilungsleiter Siegfried Seiler. In der Winterpause sei das Thema noch einmal offen angesprochen worden, weil die Spielvereinigung schon gern weiter mit dem Erfolgscoach weitergemacht hätte. „Ich habe ihn natürlich noch einmal gefragt, ob er weitermachen will. Jetzt ist es aber definitiv.“
Lars Daniel hat der SpVgg Zeckern bereits frühzeitig signalisiert, dass seine Zeit nach der Saison abgelaufen ist.
anpfiff.info / Sebastian Baumann
Abschied mit Fragezeichen
Auch der spielende Co-Trainer Sebastian "Basti" Schleicher hört auf, wobei gesundheitliche Gründe den Ausschlag geben. „Wir haben uns darauf geeinigt, dass er aufhört“, sagt Seiler. Der Hintergrund ist ernst: „Er hat einen Totalschaden im Knie. Der Heilungsprozess ist noch nicht absehbar.“ Ob Schleicher jemals wieder aktiv eingreifen kann, bleibt offen. „Er schaut, wie es weitergeht. Dann wird man sehen, ob er noch einmal als Spieler zurückkommt.“
Erfreulicher ist die Entwicklung bei Pascal Thienelt. Nach seinem Kreuzbandriss befindet sich der Offensivspieler auf einem guten Weg zurück. „Die Heilung ist sehr gut verlaufen, er steigt wieder in der Vorbereitung ein“, so Seiler. Dennoch soll nichts überstürzt werden. „Wir wollen ihn langsam aufbauen. Aber er gibt uns offensiv ganz andere Möglichkeiten und wird uns sicher weiterhelfen.“
Kann immer noch nicht spielen: Sebastian Schleichers Zeit als Co-Trainer endet auch im Sommer.
anpfiff.info / Sebastian Baumann
Andi Mönius übernimmt
Mit Blick auf die kommende Saison setzt Zeckern bewusst auf einen unbelasteten Neustart und konnte mit Andi Mönius einen ganz bekannten Namen verpflichten. „Uns war wichtig, dass der neue Trainer frei anfangen kann und sich sein Trainerteam selbst zusammenstellt“, betont Seiler auch einen der Gründe, warum der Kontrakt mit dem bisherigen spielenden Co-Trainer nicht verlängert wurde. Die Gespräche mit dem neuen Übungsleiter wurden frühzeitig geführt – mit dem gewünschten Ergebnis. „Andi war unser absoluter Wunschkandidat, als ich gehört habe, dass er nach dem Jahn ein Sabbatjahr einlegt, dann aber wieder als Trainer anfangen will. Ich habe rechtzeitig angefragt, und es hat zwischen uns einfach gepasst.“ Die Spielklasse spielte dabei keine Rolle. „Ob Kreisliga oder Bezirksliga, war egal.“ Klar ist jedoch: Der neue Coach wird nicht mehr als Spieler auflaufen, ein spielender Co-Trainer wird noch gesucht.
Bei der Auswahl ging es um mehr als nur sportliche Kriterien. „Uns war neben der sportlichen Qualität ganz besonders die soziale Kompetenz wichtig“, unterstreicht Seiler. „Beides ist vollumfänglich vorhanden. Das passt zu unserem Verein und zu unserer Mannschaft.“
Der neue Trainer ist ein alter Bekannter und kommt aus Adelsdorf: Andi Mönius übernimmt.
anpfiff.info / Sebastian Baumann
Glaube an die Relegation
Trotz der aktuellen Tabellensituation bleibt der Verein optimistisch. „Wir glauben an den Klassenerhalt“, sagt Seiler klar. Mit der Rückkehr verletzter Spieler sieht er die Mannschaft besser aufgestellt als noch in der Hinrunde. „Wir wollen aus den elf Spielen so viele Punkte holen, dass wir zumindest die Relegation erreichen.“ Ein Vorteil: „Wir haben keine Urlaubsthematik wie im Sommer, und die Spieler mit kleineren Blessuren sind zurück.“
Respekt vor der Liga ist vorhanden, Angst jedoch nicht. „Der FC und Kalchreuth sind Bonusspiele“, ordnet Seiler ein. „Gegen alle anderen können wir mithalten.“ Dass der Aufstieg im vergangenen Jahr nicht geplant war, stellt er klar. „Das war nie unser Ziel, sondern ein schöner Effekt.“ Dennoch hat die Bezirksliga Eindruck hinterlassen. „Mehr Zuschauer, gepflegterer Fußball – das macht schon Spaß.“ Deshalb ist klar: „Auf Sicht würden wir gerne wieder zurück oder gleich drinbleiben. Für uns ist die Bezirksliga eine richtig gute Klasse.“ Und in der soll es idealerweise direkt mit Andi Mönius auf der Kommandobrücke weitergehen.