Artikel vom 18.09.2024 15:30 Uhr
SPIELTAG AKTUELL Die Würzburger Kickers haben erneut Federn
gelassen und es verpasst, wieder näher an die Tabellenspitze heranzurücken.
Nach einer 2:0-Führung kamen die Rothosen gegen die Nürnberger Reserve nicht
über ein 2:2-Remis hinaus. Zu allem Überfluss verschoss Moritz Hannemann auch
noch einen Strafstoß. Die Enttäuschung war Sebastian Neumann im Nachgang deutlich
anzumerken.
Am vergangenen Freitag überzeugten die Kickers
nach Anlaufschwierigkeiten gegen die DJK Vilzing und wollten nun gegen den
Nürnberger Nachwuchs nachlegen, um auch den Anschluss an die Tabellenspitze
nicht zu verpassen. Der kleine Club rückte dabei mit mehreren Kickern an, die
in dieser Saison in der 2. Bundesliga auf dem Platz standen. Dustin Forkel,
Rafael Lubach, Tim Janisch und Michal Sevcik hatten in den vergangenen Wochen
bereits mindestens zwei Einsätze absolviert.
Kickers dominieren die Partie
Das beeindruckte die Hausherren aber
keineswegs. Die knüpften nämlich umgehend an die gute Partie gegen Vilzing an.
Nach einer weiten Ecke Maximilian Zaisers brachten die Gäste das Leder nicht
aus der Gefahrenzone. Benjamin Girth stand am Fünfer blank und verwertete zur
frühen Führung (9.). Wenig später verspasste der Angreifer aus der Distanz nur
knapp (18.). Nach Moritz Hannemanns Hereingabe köpfte Fabian Wessig dann aber
zum 2:0 ein (23.). Die Nürnberger hatten an der Partie keinen Anteil und
konnten sich sogar noch glücklich schätzen, nicht noch höher zurückzuliegen.
Moritz Hannemann vergab vom Elfmeterpunkt die Chance zur erneuten Führung.
Steffen Krapf
Nürnberg kommt aus dem Nichts zurück
Aus dem Nichts schlugen dann aber die Gäste zu.
Michal Sevcik fängt Daniel Hägeles Pass im Aufbau ab und bedient Dustin Forkel,
der frei vor Vincent Friedsam den Keeper per Lupfer überwand (44.). „Wir sind
sehr schwer reingekommen, waren mutlos und sind nicht höher angelaufen. Der
Anschlusstreffer hat uns gut getan. Nach der Pause sind wir mit Power
rausgekommen, haben uns mehr zugetraut“, konstatierte Andreas Wolf. Erneut
Dustin Forkel glich dann nach Lubach-Flanke zum 2:2 aus (51.). An allen
Treffern waren somit Spieler beteiligt, die auch schon in der 2. Bundesliga am
Ball waren.
„Wir sind nicht gut in die zweite Halbzeit
gekommen, haben zu viele Fehler gemacht. Erst mit Dominik Meisels Einwechslung
ist es wieder besser geworden“, merkte auch Sebastian Neumann, dass die Dominanz
und Spielkontrolle der ersten Hälfte abhanden gekommen war. Davor hatten die
Rothosen allerdings die große Chance, wieder in Führung zu gehen. Nach Foul von
Nick Seidel an Maximilian Fesser schoss Moritz Hannemann das Leder jedoch über
den Querbalken (60.).
Sebastian Neumann ärgerte sich über das unnötige Remis gegen Nürnberg.
Felix Maier
Sebastian Neumann ist enttäuscht
Beide Teams begegneten sich in der Folge auf
Augenhöhe, beide blieben aber ohne nennenswerte Torszenen, so dass es letztlich
beim 2:2 blieb. Das empfand Andreas Wolf als verdient. Dem pflichtete Sebastian
Neumann nicht und zeigte sich wie seine Mannschaft enttäuscht ob des Ausgangs: „Wir
haben lange ein gutes Spiel gemacht und in der zweiten Halbzeit nochmals alles
rausgehauen. Allerdings müssen wir eine konstant gute Leistung bringen, um als
Sieger vom Feld zu gehen.“
Anstatt fünf Punkten Rückstand auf den
Spitzenreiter aus Schweinfurt liegen die Kickers weiter sieben Zähler hinter
dem Lokalrivalen und konnten durch das Remis dessen Patzer vom Wochenende nicht
nutzen.