Artikel vom 23.07.2024 06:00 Uhr
Eine Rücktrittswelle auf Funktionärsebene im Jugendbereich beschert dem Spielkreis Erlangen-Pegnitzgrund eine neue Führung. Justin Pieger übernimmt als 19-Jähriger diese Funktion und hat ein starkes Team hinter sich vereint. Justin Pieger betont, dass man seinen Vorgänger Tobias Körner nicht alleine, sondern nur als Team ersetzen könne.
Guten Tag, Herr Pieger, wie kamen Sie dazu, den Posten des neuen Kreisjugendleiters zu übernehmen?
Justin Pieger: Anfang Juni fand in Weingarts eine außerordentliche Sitzung statt. Hierbei waren einige Jugendleiter der Vereine anwesend. Tobi Körner, Thomas Zankl und Uwe Mauckner schilderten die aktuelle Situation im Kreis, was den Jugendfußball und dessen Führung angeht. Ziemlich am Schluss der Sitzung kam dann die Frage, wer es sich aus dem
Saal vorstellen könnte, in Zukunft auf irgendeine Art und Weise im
Kreisjugendausschuss mitzuwirken. Ich habe mich daraufhin gemeldet.
Ursprünglich nur mit dem Hintergedanken, eine Gruppenjugendleitung oder Ähnliches zu übernehmen. Nach einem weiteren Treffen, dieses Mal in Schlaifhausen,
konnten einige neue Gesichter gefunden werden, die in Zukunft mitwirken wollen
und werden. Uwe Mauckner ist dann auf mich zugekommen und hat mich gefragt, ob
ich mir das Amt als KJL vorstellen könnte. Nach ein paar Tagen Überlegung habe
ich mich dafür entschieden. Ich freue mich auf das neue Amt und bin zeitgleich
froh, Robert Gnan als meinen Stellvertreter zu haben.
Und wer ist Justin Pieger überhaupt?
Justin Pieger: Ich bin 19 Jahre alt. Aktuell bin ich 2. Vorstand bei meinem Heimatverein, dem FC Schlaifhausen. Auch an der Pfeife bin ich seit 2018 aktiv. Bisher als Schiedsrichter in der Bezirksliga und als Assistent bis in die Bayernliga. Hier werde ich allerdings etwas kürzertreten. Im Kreis werde ich aber nach wie vor Spiele leiten.
Ansonsten habe ich im vergangenen Mai mein Abitur am Gymnasium in
Ebermannstadt abgeschlossen. Im September starte ich meine Ausbildung zum Fachinformatiker.
Justin Pieger ist der neue Kreisjugendleiter im Spielkreis Erlangen-Pegnitzgrund. Er kennt das Ehrenamt aus seinem Heimatverein Schlaifhausen, wo auch sein Vater in der Jugendarbeit aktiv ist.
Uwe Kellner
Wie sieht das Team hinter Ihnen aus, wer wird welche Aufgaben übernehmen?
Justin Pieger: Durch die Rücktritte von Tobias Körner, Simone Vogler und Reinhard Staab ist eine große Lücke entstanden. Das sind alles Personen, die sehr viel Erfahrung haben und dadurch den Jugendfußball in unserem Kreis geprägt haben. Ich denke aber, dass wir jetzt eine gute Lösung präsentieren können.
Zur Berufung vorgeschlagen sind:
Julian Reichold (DJK-FC Schlaifhausen)
Klara Stirnweiß (DJK-TSV Pinzberg)
Agron Sejdiu (ATSV Erlangen)
Carina Primas und Thomas Ferstl werden im Hintergrund unterstützen
Die Aufgaben werden wie folgt vergeben:
A-Junioren: Robert Gnan
B-Junioren: Agron Sejdiu
C-Junioren: Justin Pieger
D-Junioren: Jürgen Lukoschek
E-Junioren: Norbert Knoesel
F-/G- Junioren: Norbert Knoesel,
Klara Stirnweiß, Carina Primas
Halle: Julian Reichold, Thomas Ferstl
Was sind Ihre ersten Aufgaben als KJL?
Justin Pieger: Wie bereits erwähnt, werde ich die Gruppenspielleitung der C-Junioren übernehmen. Auch in der Halle werde ich Julian und Thomas unterstützen. Ansonsten gilt es, die nächsten Wochen die Spielpläne für die neue Saison zu erstellen. Generell stehe ich als Ansprechpartner für die Vereine zur Verfügung.
Welche Vision haben Sie für den Jugendfußball im Spielkreis Erlangen-Pegnitzgrund? Gibt es mit Ihnen Veränderungen oder bleibt alles beim Alten?
Justin Pieger: Eines meiner Ziele ist es, den Fußball gerade im A- und B-Junioren-Bereich wieder attraktiver zu machen. Hier kann man in den vergangenen Jahren einen starken Rückgang der Mannschaften erkennen. Das müssen wir versuchen, zu ändern. Veränderungen gibt es dahin gehend, dass wir die Aufgaben mehr aufteilen. Es war der Wahnsinn, was der Tobi alles alleine gemacht hat. Das kann ich in dem Umfang nicht machen. Deshalb haben wir uns breit aufgestellt, um den Jugendfußball im Kreis Erlangen/ Pegnitzgrund auch weiterhin so fortzusetzen, wie es unsere Vorgänger gemacht haben.
Ich möchte hier noch mal Tobias Körner, Simone
Vogler und Reinhard Staab für die Zeit und ihr Engagement in den vergangenen
Jahren danken.
Vielen Dank für das Interview!