Artikel vom 23.01.2024 18:00 Uhr
Die insgesamt 24. Auflage des internationalen
U13-Hallenturniers der Würzburger Kickers – die erste nach der Corona-Pandemie –
sorgte wieder für hochklassigen Juniorenfußball unter dem Dach der tectake Arena.
Am Ende der beiden Turniertage triumphierte zum zweiten Mal Austria Wien. Im
Rampenlicht standen auch die Würzburger Klubs, selbst wenn sie kein Wort um den
Titel mitredeten.
Fast durchweg mit einem Grinsen sah man Mark Dingfelder an
der Bande stehen. Dem U13-Cheftrainer des SV Heidingsfeld schien nichts die
gute Laune nehmen zu können – obwohl seine Schützlinge in der Vorrunde gegen
Eintracht Frankfurt, Hannover 96 und den niederländischen FC Utrecht mit 0:29-Toren keine Möglichkeiten zu Bestehen hatten. Vorrangig mit dem jüngeren
Jahrgang sei man angetreten, erklärte der Coach der Hätzfelder. Und für die war
der Budenzauber auch ohne die großen sportlichen Erfolgsmomente ein gelungener
Auftritt.
„Von Beginn an wussten wir, dass die Chancen, ein Spiel zu
gewinnen, sehr gering waren. Wir sind mit den Leistungen der Spieler sehr
zufrieden. Sie haben in jedem Spiel immer alles gegeben und bis zum Ende
gekämpft. Wir haben versucht, dass jeder Spieler möglichst viel spielen kann. Alle
Beteiligten – Spieler, Eltern und Betreuer – hatten ein schönes Erlebnis, an
das wir uns noch eine lange Zeit zurückerinnern“, so SVH-Betreuer Marc John. In
der Zwischenrunde durften sich die jungen Grün-Weißen noch mit den späteren
Finalisten VfB Stuttgart und Austria Wien messen.
Heidingsfelds Nachwuchs traf auf den FC Utrecht.
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Einmalige Erfahrungen für Würzburger Nachwuchs-Teams
Für Riesenjubel sorgte derweil ein anderes Lokalteam,
nämlich die U12 der Würzburger Kickers. Dem Rothosen-Nachwuchs wäre im letzten
Vorrundenspiel gegen den FC Schalke 04 gar fast die Sensation geglückt. Am Ende
mussten sich die von Louis Kusan betreuten Nachwuchskicker nur knapp mit 1:2
geschlagen geben. Der Treffer von Vincent Haaf wurde von rund 100 FWK-Anhängern
auf der Tribüne frenetisch gefeiert. „Die Ultras haben sich bei uns danach
bedankt, sie wollten unbedingt ein Tor sehen. Dass die Jungs teilweise gegen
ihre Lieblingsvereine spielen konnten, ist Wahnsinn. Wir freuen uns darauf, nächstes
Jahr wieder als U13 am Turnier teilnehmen zu können“, meinte ein glücklicher Kusan
nach Turnierende.
Weitestgehend mit den Elite-Teams mithalten konnte der
ältere Jahrgang der Kickers. Nach null Punkten und 0:6-Toren in der Vorrunde schrammten
die Schützlinge von Lukas Steigerwald nach einem 3:4 gegen den späteren
Halbfinalisten aus Mönchengladbach und einem 2:2 gegen den FC Flyeralarm Admira nur hauchzart
an der Endrundenteilnahme vorbei. Im Spiel um Platz 13 siegten die Roten
im Derby gegen die Blauen aus der Zellerau mit 3:0. „Unterm Strich bin ich über
beide Tage sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Das, was wir uns vorgenommen
haben, mutig und mit breiter Brust aufzutreten und uns von den großen Namen
nicht einschüchtern zu lassen, haben wir in allen Spielen auf das Feld bekommen. Am
Ende hat es für die Endrunde nicht ganz gereicht. Nichtsdestotrotz ein sehr
guter Auftritt und mit dem Derbysieg hat das Turnier einen versöhnlichen Abschluss
gefunden“, freute sich Steigerwald über die Erfolgsmomente und darüber, dass
man den Verein gut repräsentiert habe.
Lukas Steigerwald war sehr angetan von der Darbietung seiner Jungs.
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Austria Wien siegt mit Nervenstärke
Auch wenn der WFV-Nachwuchs an beiden Tagen keinen Treffer
bejubeln konnte, war Florian Krapf mit dem Abschneiden seiner Mannschaft
zufrieden. „Das internationale Turnier ist natürlich immer ein Highlight für
die Spieler. Es wäre schön gewesen, ein Tor zu erzielen. Ansonsten freut man
sich, gegen so hochklassige Vereine anzutreten. Vielen Dank an die Kickers und
an Helmut, dass sie das seit über zwanzig Jahren bewerkstelligen können.“ Der
angesprochene Chef-Organisator Helmut Bolldorf hatte wieder ein an beiden Tagen
reibungslos ablaufendes Event auf die Beine gestellt. Vorfreudig blickt FWK-Funktionär
bereits auf die Jubiläumsausgabe im kommenden Jahr, für die viele Klubs bereits
ihre Zusage gegeben haben. „Das Turnier ist sehr gut gelaufen, vor allem der
Samstag war gut besucht. Dass die Ultras so eine gute Stimmung in die Halle gebracht
haben, fanden auch unsere Gäste toll. Wir können zufrieden sein und schauen positiv
auf die kommen Turniere.“
Der Titel bei der 24. Auflage des internationalen
U13-Turniers ging zum zweiten Mal nach 2018 in die österreichische Hauptstadt
an Austria Wien. Dabei kämpften die Jungvioletten gehörig mit Anlaufproblemen,
der Turnierstart misslang nach Niederlagen gegen Stuttgart und Schalke. An
Turniertag Zwei war aber kaum mehr ein Kraut mehr gegen die Austria gewachsen.
Nach Siegen über Hannover und Heidingsfeld sowie im Re-Match gegen die Schalker
stürmte der Fußballklub in die Vorschlussrunde. Dort behielt der
österreichische Rekordmeister gegen Borussia Mönchengladbach im Neunmeterschießen
die Oberhand und zog ins Finale ein. Da wartete erneut der VfB Stuttgart auf
die Mannschaft von Adam Klanica. 1:1 stand es nach zwölf Minuten, die
Entscheidung fiel also vom Punkt. Und da hatte der FK erneut die nötige Nervenstärke
und eine Portion Glück auf seiner Seite.