Artikel vom 15.01.2024 18:00 Uhr
Zwei Tage mitreißender Hallenfußball. Der LINDNER-Cup in
Dettelbach hat sich selbst wieder als Top-Adresse für die Stars von morgen
bestätigt. Das U16-Traditionsturnier in der Maintalhalle gewann RB Leipzig nach
einem umkämpften Finalsieg über Mainz 05. Die Vertreter aus dem anpfiff.info-Gebiet
hatten kein Wörtchen um den Titel mitzureden.
Die ganz großen Stars von gestern fehlten bei der
diesjährigen Auflage des LINDNER-Cups. Der wohl einzige Name, der etwas Glanz
versprühte, war der Jasmin Fejzics. Der ehemalige Braunschweiger Keeper ist
seit seinem Karriereende im Sommer für den Löwen-Nachwuchs aus Niedersachsen
verantwortlich. Auch Lokalmatadoren aus der Dettelbacher Umgebung suchte man bei
den anderen Klubs im Teilnehmerfeld vergeblich. So war die Bühne frei für die Ballartisiten
der Zukunft – und für das Gros der fränkischen Spitzenklubs.
Neben den Hausherren von Dettelbach und Ortsteile waren wie
bei den vorherigen Austragungen die Schweinfurter Schnüdel, das kleine Kleeblatt
aus Fürth und die jungen Clubberer am Start. Zusätzlich gaben sich bei der Jubiläumsausgabe
die Domreiter aus Bamberg und die Kickers aus Würzburg die Ehre. Nach der
Vorrunde zogen aber nur die beiden mittelfränkischen Vertreter jeweils als
Gruppenzweiter direkt in die Endrunde ein. Der Rest musste den Umweg über die
Zwischenrunde nehmen.
RB Leipzig jubelte am Ende.
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Bamberg, Würzburg, Schweinfurt und Dettelbach früh raus
Während aber die Kugellagerstädter und das DuO-Team in ihrer
Staffel Kaiserslautern den Vortritt lassen mussten, hatten die Würzburger und
Bamberger gegenüber Düsseldorf das Nachsehen. Die Eintracht-Kicker vergaben
dabei am letzten Spieltag selbst das Weiterkommen. In der Endrunde marschierte
der FCN souverän durch seine vier Gruppenspiele, holte drei Siege und teilte
nur im Derby gegen die „Vorstadt“ die Punkte. Das Kleeblatt tat sich dagegen deutlich
schwerer, hatte gegen die Fortunen aber abschließend ein echtes Endspiel vor
der Brust. Das Zweitliga-Duell verlor die Spielvereinigung allerdings mit 0:2
und so zogen die Westfalen als Lucky Loser in das Halbfinale ein.
In der anderen, parallellaufenden Zwischenrunde gewann RB
Leipzig die Spitzenposition für sich. Holstein Kiel und Mainz 05 spielten den
weiteren Halbfinalisten aus. Nach einem packenden Fight holte sich der
Bundesliga-Unterbau aus Rheinland-Pfalz ein 4:4-Unentschieden und behauptete
sich so dank der besseren Tordifferenz knapp vor den Störchen. Auch in der
Vorschlussrunde hatten die Mainzer in den entscheidenden Momenten das Glück auf
ihrer Seite. Gegen den Club standen aber zunächst die beiden Torhüter im Fokus.
Selfie mit dem zukünftigen Star. Die Mainzer holten sich am Ende Platz Zwei.
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FCN kann Platz zwei aus dem Vorjahr nicht verteidigen
Denn sowohl FSV-Schlussmann Genti Morina als auch FCN-Keeper
Louis Marbach erzielte je zwei Tore durch Distanzschüsse. Als schon fast alles auf
einen Shootout vom Punkt hindeutete, war Mainz‘ Kapitän Chris Rosenberger, der
schon mehrmals im Turnierverlauf in engen Situationen positiv aufgefallen war,
zur Stelle und besorgte 18 Sekunden vor Spielende den Sieg und damit die
Finalteilnahme für die Rot-Weißen. Im anderen Halbfinale fertigte Leipzig die
Düsseldorfer mit 4:0 ab.
Den Fortunen, die als einziges Team die Maximalzahl von
zwölf Spielen bestritten, waren die Strapazen und der Kräfteverschleiß im
kleinen Finale anzumerken. Ohne große Gegenwehr holten die Noris-Kicker so Platz
drei nach Nürnberg. Das Endspiel zwischen RB Leipzig und den Mainzern war die
einzige Begegnung des Turniers, die über zwei Halbzeiten und nicht einmal 13
Minuten ausgetragen wurde. Beide Klubs agierten deutlich abwartender als in den
Spielen zuvor. Niemand wollte den ersten Fehler machen. So traf lediglich
Leipzigs Carlos Naumann nach einer schönen Kombination über links vor dem
Seitenwechsel.
Die Schnüdel-U16 ist auch jedes Jahr am Start, schied aber auch diesmal frühzeitig aus.
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Mainz schlägt zurück, doch Leipzig kontert perfekt
Mainz agierte zunächst weiter diszipliniert und holte nicht
zu früh die Brechstange raus. Zum Ausgleich kam der FSV knapp zwei Minuten vor
Spielende durch – na klar – Kapitän Chris Rosenberger. Doch die Roten Bullen
hatten die perfekte Antwort und schlugen umgehend zurück. Ein abgefälschter
Schuss von Keeper Franz Ferdinand Hantschmann schlug 1:20 Minuten vor Spielende
im Netz ein. Und als Rosenberger und Co. alles riskieren mussten, machte
Lennert Drogge Sekunden vor Schluss den Deckel drauf.
Nach mehreren Finalteilnahmen gewinnt RB Leipzig damit
erstmals den LINDNER-Cup. Als bester Torschütze und bester Spieler des Turniers
wurde Chris Rosenberger (FSV Mainz 05) ausgezeichnet. Zum besten Torwart wurde
Nürnbergs Louis Marbach gewählt. Zu den Gewinnern zählten definitiv aber auch die
Veranstalter aus Dettelbach.
„Es ist alles reibungsfrei abgelaufen. Es gab
keine größeren Probleme und – Stand jetzt – auch keine größeren Verletzungen. Das
Niveau war gut und es war schön, dass die ganzen Vereine aus der Umgebung gute
Leistungen gebracht haben. Wir sind rundum zufrieden“, freut sich
Chef-Organisator Lukas Schimmer schon auf die nächste Auflage im kommenden
Jahr.