Artikel vom 05.05.2023 23:47 Uhr
Letztlich war der Neudrossenfelder Konstanz und Spielstärke kein Konkurrent gewachsen. Nach dem neunten Rückrundensieg ohne Gegentreffer in Folge ist die Taschner-Elf vorzeitig Meister in der Landesliga Nordost und steigt in die Bayernliga auf. Wohl selten hat ein Landesligist das Titelrennen derart souverän für sich entschieden.
Eigentlich hatte Verfolger Großschwarzenlohe mit den abstiegsgefährdeten Unterreichenbachern ja eine durchaus lösbare Aufgabe vor der Brust und hätte die Siegesfeierlichkeiten am Weinberg zumindest um eine Woche herausschieben können. Aber die Bauer-Elf kam nach Rückstand nicht über ein 1:1-Remis hinaus, so dass die Taschner-Schützlinge beim Heimspiel gegen Herzogenaurach alles klar machen konnten. Dabei musste sie zunächst einen Rückschlag hinnehmen, denn Torgarant Stefan Kolb war bereits nach einer Viertelstunde verletzungsbedingt raus. Aber es gab ja noch einen Patrick Weimar, der in der Winterpause von der SpVgg Bayreuth gekommen war und mit seinen beiden Treffern vor der Pause der Partie den Stempel aufdrückte. Das war bereits eine Vorentscheidung und Anton Makarenko, Mikel Seiter und Michael Röntz trieben das Ergebnis weiter in die Höhe. Nach dem 5:0-Sieg stand fest: Der TSV Neudrossenfeld ist der neue Meister in der Landesliga Nordost.
Die letzten Sekunden vor dem Triumph: Neudrossenfeld ist Meister.
Starke Vorrunde, sensationelle Steigerung
Mit der Hinrunde war Trainer Markus Taschner durchaus zufrieden, zumal in der ersten Halbserie wichtige Kicker wie Auslandspraktikant Bas Peeters fehlten. Auch wenn der TSV-Kader zu Beginn der zweiten Saisonhälfte noch nicht komplett war und sich die Grünweißen zunächst zu einem 1:0-Arbeitssieg gegen Buch mühten, hellte sich die personelle Situation immer mehr auf. Stefan Kolb erlebte seinen nach eigener Aussage vierten Frühling und das von Tobias Grüner gehütete Tor entwickelte sich zu einem Buch mit sieben Siegeln. Oft reichte ein Tor für den Sieg, wie beim Derby in der Saas, als die Vorentscheidung schon in der ersten Hälfte möglich war, um die drei Zähler einzuheimsen. Und in Münchberg zerbrach zwar die stolze Heimserie der Eintracht, aber nicht die der imponierenden Serie der Gäste mit Siegen ohne Gegentreffer. Das entnervte die Konkurrenz und machte den Titelgewinn nur noch zu einer Frage der Zeit. Am Freitagabend war es dann soweit.
Der Dank an die Terrassenfans von der Neudrossenfelder Mannschaft.:
anpfiff.info
Herzlichen Glückwunsch zu Meisterschaft und Aufstieg - ausführliches Meisterportrait folgt.