Der Aufsteiger aus Plankenfels sorgte auch in der Bezirksoberliga für Furore. Nach dem Arbeitssieg zum Auftakt gegen Plankenfels schaffte die Mannschaft von Isabelle Helldörfer vier Siege in fünf Spielen und musste sich nur Spitzenreiter TSV Arzberg-Röthenbach knapp geschlagen geben. Wesentlich zu dem guten Start haben die Mädels beigetragen, die vorher bei der SpVgg Bayreuth gekickt hatten. Die Ex-Altstädterin Sophie Köstler hat bereits sechs Tore beigetragen. Aber auch der USC konnte erneut unterstreichen, dass er im Titelrennen eine Rolle spielen kann. Die Mannschaft von Mark Michel knüpfte nahtlos an die gute Vorsaison an, in der sie auf dem 4. Tabellenplatz landete, trotzte den Arzbergerinnen ein Remis ab und war auf eigenem Platz noch ungeschlagen. Mit Laila Auerochs hatte die Truppe vom Campus zudem eine Ausnahmekönnerin in ihren Reihen, die in der Lage war, ein Spiel zu entscheiden – egal ob als Torschützin oder Vorbereiterin.
Mit Köpfchen: Tamara Schirbel (in grün) bereinigt die Situation.
Hans Wunder
Auf dem FC-Nebenplatz in bayreuth kam Plankenfels besser rein. Allerdings scheiterte der eine oder andere vielversprechende Angriff daran, dass der letzte Pass nicht ankam - etwa, als Vanessa Preißinger beime ersten TSV-Angriff durchstecken wollte. Aber mit der Zeit verlagerte sich das Geschehen zunehmend ins Mittelfeld. Und Torchancen entsprangen eher dem Zufall oder den Standardsituationen. Dabei schupperte die Uni plötzlich an der Führung, als Tamara Schirbel nach einer Ecke zum Kopfball kam, jedoch etwas zu hoch ansetzte. Indessen wurde auf der anderen Seite ein als Flanke gedachter Torschuss von Sophia Schmidt brandgefährlich, doch letztlich schrammte die Kugel knapp am Pfosten vorbei. Überhaupt hatten die Gäste mehr Spielanteile, aber es wurde schnell klar, warum die Mannschaften bislang so wenige Tore kassiert hatten - die Verteidigerinnen behielten regelmäßig in den wichtigen Duellen die Oberhand. Mitunter scheuten die Angreiferinnen aber auch die Eins-gegen-eins-Situationen oder es fehlte die nötige Entschlossenheit. Und als Sophie-Charlotte Schmidt dann nach schönen Preißinger-Pass im Strafraum in Szene gesetzt wurde, verzog die Plankenfelser Flügelspielerin aus vollem Lauf. Unter dem Strich hatten beide Teams gerade offensiv für den zweiten Abschnitt viel Luft nach oben
Treue Begleiterin: Sophie Köstler (re.) trifft erneut auf Kirstin Köhler.
Hans Wunder
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig. Viel Kampf und spielerische Vorteile für die Gäste, aber wenig Zählbares. So waren es nur die beiden Eckbälle von TSV-Verteidigerin Karo Scharnofske, die überhaupt für so etwas wie Torgefahr sorgten. Die Gastgeberinnen reklamieren wenig später, als Elena Strauß im Strafraum hart angegangen wurde und wollten einen Elfmeter. Aber Schiedsrichter Siegfried Kastner, dessen Tochter Regionalliga spielt, war das zu wenig. Kurz darauf die bis dahin beste Möglichkeit für die Helldörfer-Elf. Nach einem Flachpasse über die rechte Seite von Kristin Maisel stürmte Sophie Köstler auf den einheimischen Kasten, kreuzte noch den Weg einer Verteidigerin und kam an der Strafraumgrenze frei zum Abschluss. Der Schuss hätte eigentlich gepasst, aber Uni-Torfrau Magdalena Holl schraubte sich hoch und lenkte das Leder mit einer Hand um den Pfosten. Anschließend schafften die Mark-Schützlinge kaum mehr Entlastung, verteidigten aber sehr aufmerksam und intensiv. "Nach vorne ging heute fast gar nichts", räumte der Bayreuther Trainer ein. So lag es an den Gästen und dabei an der eingewechselten Isabella Richter, doch noch für den Lucky Punch zu sorgen. Als die Stürmerin über die linke Seite angerauscht kam, brachte sie viel Zug zum Tor mit, platzierte das Spielgerät aber zu mittig, so dass sie sich mit ihrer Mannschaft doch nur mit einem Zähler begnügen musste.
Sophia Schmidt (li.) attackiert Laila Auerochs.
Hans Wunder
"Es war heute sicher nicht unser bestes Spiel", räumte Uni-Coach Mark Michel nach den 90 Minuten ein. Besonders offensiv ging an diesem Tag nicht viel. Trotzdem freute sich der Trainer über das Remis, nachdem sichseine Mannschaft schon mit Spitzenreiter Arzberg die Zähler geteilt hatte. Die Plankenfelser trauerten dem möglichen Sieg nach, doch unter dem Strich kreierten sie zu wenige Abschlüsse. In der nächsten Woche geht es für die Verfolger gegen Mannschaften aus der hinteren Hälfte - da könnte es auch wieder mit dem Tore schießen klappen.
Spielbericht eingestellt am 20.10.2024 18:05 Uhr