Artikel veröffentlicht am 01.07.2018 um 21:52 Uhr
Erdinger Meistercup Mittelfranken: Wolkersdorf überrascht die Konkurrenz
Der TSV Wolkersdorf hat sich verdientermaßen den Titel beim mittelfränkischen Erdinger Meistercup gesichert. In einem spannenden Finale bezwang der A-Klassen-Meister den großen Favoriten aus Großschwarzenlohe und darf sich Meister der Meister nennen. Neben den beiden Finalisten dürfen auch die SG Oberes Pegnitztal und der TSV Berching zum Landesfinale. Bei den Damen gewann der FC Ezelsdorf.
Von Sebastian Baumann

Im Gegensatz zu den Vorjahren hatten sich nicht so viele Meister angemeldet, dies tat der guten Stimmung und auch den gut anzuschauenden Spielen aber keinen Abbruch. Auf dem tollen Sportgelände des TSV Weißenburg war der große Favorit der SC Großschwarzenlohe, der als Bezirksligameister der am höchst spielende Verein war und das Turnier auch sichtlich ernst nahm. Kein Wunder, dass der Bezirksligameister die Gruppe D auch ganz souverän ohne Punktverlust und auch ohne Gegentor gewinnen konnte. Zweiter wurde die SpVgg Diepersdorf - aber nicht die erste Mannschaft, die auch an den Turnier teilnahm, sondern die Reserve. "Wir haben aber mit einer gemischten Mannschaft gespielt, weil wir gerade so zwei Mannschaften zusammen bekommen haben", schmunzelte Trainer Daniel Wolf während der Gruppenphase.

Christian Eigler und sein SV Unterreichenbach wurden Gruppenzweiter.
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In Gruppe A bestimmte die SG Oberes Pegnitztal das Geschehen und sicherte sich mit einer extrem defensiven Grundordnung den Gruppensieg. Lediglich gegen die SpVgg Diepersdorf kassierte der Kreisklassenmeister einen Gegentreffer und spielte deswegen auch nur 1:1-Unentschiede. Zweiter in der Gruppe wurde der vom Ex-Profi Christian Eigler gecoachte SV Unterreichenbach. Keine große Rolle spielte der Kreisligameister aus Gutenstetten, der lediglich zweimal Unentschieden spielte.

Bereits in der Gruppenphase machte der spätere Sieger aus Wolkersdorf richtig Spaß. Denn der A-Klassen-Meister spielte erfrischenden Fußball und wurde mit acht Punkten Gruppensieger der Gruppe B. Zweiter wurde der Post SV Nürnberg, der das Kunststück fertig brachte mit einem Sieg und drei Unentschieden ins Viertelfinale einzuziehen.

In Gruppe C spielte mit dem frischgebackenen Bezirksligisten TSV Berching auch einer der Favoriten mit. Und der Kreisligameister löste seine Aufgabe auch richtig souverän. Denn mit zehn Treffern zeigte sich die Mannschaft torhungrig und patzte nur einmal gegen den späteren Gruppenzweiten aus Pappenheim. Pech für die TSG, dass sich ausgerechnet der SV Langensendelbach als Stolperstein erwies. Denn der Kreisklassenmeister aus Erlangen-Pegnitzgrund knöpfte den Pappenheimern einen Zähler ab.

Die gelben Wolkersdorfer hatten sichtlich Spaß am Turnier.
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Knappe Siege im Viertelfinale

Im Viertelfinale erwiesen sich alle Mannschaften als sehr defensivstark. Immerhin kassierte der SC Großschwarzenlohe seinen ersten Gegentreffer gegen den Post SV, drehte die Partie aber bis zum Spielende noch. Berching und die SG Oberes Pegnitztal machten es spannend und gewannen jeweils mit 1:0. Die meisten Tore erzielten die Spaßkicker aus Wolkersdorf und ließen es dreimal im Kasten der SpVgg Diepersdorf klingeln.

Die Halbfinals müssen ins Siebenmeterschießen

Im Halbfinale waren die großen Favoriten der SC Großschwarzenlohe und der TSV Berching. Doch beide Mannschaften taten sich schwer. Der SCG war zwar drückend überlegen gegen die SG Oberes Pegnitztal, die aber mit einer beeindruckenden Konzentration selbst beste Chancen des frischgebackenen Landesligisten zunichte machten. Entweder reagierte der Keeper der SG prächtig oder aber ein Abwehrbein war immer wieder im Weg. Im Siebenmeterschießen hatte dann aber der Favorit die Nase vorne, weil der Keeper des SCG einen Penalty halten konnte. Im anderen Halbfinale ging es ähnlich knapp zu. Zwar spielten beide Mannschaften auf Augenhöhe, dennoch musste die Entscheidung vom Punkt fallen. Und ausgerechnet der Torwart der Berchinger patzte im letzten Versuch.

Wolkersdorf holt sich verdient den Sieg

Im Spiel um Platz 3 mühte sich die SG Oberes Pegnitztal zwar redlich, musste sich aber mit 0:2 gegen den TSV Berching geschlagen geben. "Wir waren nach vorne einfach zu ungefährlich", resümierte Kapitän Michael Stiegler. Dennoch konnte sich die Spielgmeinschaft bei der Siegerehrung freuen. Denn den Sieg im Rahmenwettbewerb sicherte sich das Obere Pegnitztal und darf deswegen auch am kommenden Wochenende in Roth zum Landesfinale - unter anderem gegen 1860 München - antreten. Im Finale zwischen dem SC Großschwarzenlohe und dem TSV Wolkersdorf spielte der Underdog wie gwohnt unbeeidruckt nach vorne und belohnte sich auch schnell. Kamil Kowalski hatte perfekt auf Christian Miess aufgelegt, der im zweiten Versuch den Ball in die Maschen bugsieren konnte. Kurz danach setzte Justin Opcin einen indirekten Freistoß mit einem tollen Schuss ins rechte obere Eck. Allerdings hatte kein weiterer Spieler den Ball berührt, so dass der Treffer nicht zählte. Auf der Gegenseite war es dann erneut Kamil Kowalski, der alleine vor dem Tor auftauchte und die Wolkersdorfer Führung ausbaute. Zwar konnte Justin Opcin noch einmal per Strafstoß verkürzen, aber es sollte nicht mehr langen zum Ausgleich, so dass sich der TSV Wolkersdorf verdient feiern lassen konnte.

Sieger bei der Damenkonkurrenz wurde der FC Ezelsdorf.
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Ezelsdorf gewinnt die Damenkonkurrenz


Bei den Damen spielten die fünf Meister in einer Jeder-gegen-Jeden-Konkurrenz aus. Allerdings ging es dort sehr knapp zu, so dass erst bei der letzten Runde der Gewinner des Wettbewerbs feststand. Der FC Ezelsdorf sicherte sich den Titel, aber nur aufgrund der leicht besseren Tordifferenz vor den zweitplatzierten Damen der DJK Nürnberg-Eibach. Im direkten Duell beider Teams hatte es ein 0:0 gegeben, so dass beide Mannschaften mit je zehn Zählern den ersten Platz unter sich ausmachten.

Opcin machts mit 118 Sachen

Natürlich wurde auch wieder der Rahmenwettbewerb ausgespielt. Bei den Herren (siehe oben) schnappte sich die SG Oberes Pegnitztal das freie Ticket für das Landesfinale. Bei den Damen machte die DJK Eibach das Rennen. Im Wettbewerb um den stärksten Schuss setzte sich Justin Opcin durch, der den Ball mit satten 118 Stundenkilometern in die Maschen jagen konnte. Bei den Damen hatte Katharina Hampicke vom FC Ezelsdorf die Nase mit 97 km/h vorne.

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Viertelfinale

SG Oberes Pegnitztal 1 - TSG Pappenheim 1:0
TSV Wolkersdorf - SpVgg Diepersdorf 2 3:0
TSV Berching - SV Unterreichenbach 1:0
SC Großschwarzenlohe - Post SV Nbg. II 2:1


Halbfinale

SG Oberes Pegnitztal  - SC Großschwarzenlohe 1:3 n.E.
TSV Wolkersdorf - TSV Berching 4:3  n.E.

Finalspiele

Spiel um Platz 1:
TSV Wolkersdorf - SC Großschwarzenlohe 2:1

Spiel um Platz 3:
SG Oberes Pegnitztal - TSV Berching 0:2

Hintergründe & Fakten



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