Artikel veröffentlicht am 05.09.2018 um 22:48 Uhr
Viertelfinale Kreispokal : Kirchenlamitz verpasst Sensation nur knapp
Die Halbfinalteilnehmer im Kreispokal sind komplett. In Kirchenlamitz bot der VFC dem Bezirksliga-Spitzenreiter Kickers Selb bei der letzten Viertelfinalbegegnung 90 Minuten lang die Stirn. Im Elfmeterschießen haben die Gäste dann das glücklichere Ende für sich.
Von Hans-Jürgen Wunder
Hier der Spielbericht der gestrigen Begegnung:

VFC Kirchenlamitz - Kickers Selb n. E. 7:8 (3:3, 2:2)

Einen packenden Pokalabend erlebten die Zuschauer am Mittwoch am Hallersteiner Weg in Kirchenlamitz. Der gastgebende Kreisligist unterlag dem Bezirksligisten aus Selb nach großem Kampf erst im Elfmeterschießen. Neun Minuten in der regulären Spielzeit und etwas Glück im Elfmeterschießen fehlten dem VFC Kirchenlamitz zur Sensation und dem Einzug ins Halbfinale. "Wir haben dem Bezirksliga-Spitzenreiter super Paroli geboten", lobte VFC-Trainer Bernd Lauterbach sein Team, das sich auf dem Weg in die Kabine auch den Applaus und Respekt der Besucher redlich verdient hatte. Der Gastgeber ging nach dem deutlichen Derbysieg gegen Marktleuthen zwar ersatzgeschwächt, aber mit viel Selbstvertrauen in die Partie, die mehr Zuschauer verdient hätte. Schon nach 60 Sekunden tauchte De Weale alleine vor Kickers-Torwart Maisel auf, scheiterte aber am Pfosten. Nicht minder breit war freilich die Kickers-Brust nach den jüngsten Erfolgen in der Bezirksliga. Vor allem Gezer strahlte zu Beginn viel Gefahr aus, scheiterte aber zwei Mal am prächtig reagierenden VFC-Keeper Lauterbach. Die Gäste bauten mehr und mehr Druck auf, doch Kirchenlamitz stand kompakt in der Defensive, hielt prächtig dagegen und setzte einige Nadelstiche. In der 15. Minute erstmals mit Erfolg: Eine Hereingabe von Dominik Weiß verwandelte Jena zur umjubelten 1:0-Führung. Die Kickers waren in der Folge die spielbestimmende Mannschaft, die Hausherren warfen weiter Moral und Kampfgeist in die Waagschale. Und Kirchenlamitz hatte mit Lauterbach einen jungen Mann im Tor stehen, der zum Turm in der Schlacht wurde. Machtlos war der VFC-Keeper aber nach 37 Minuten. Eine scharfe Hereingabe von Rehak ließ Pleva klug durch zum hinter ihm stehenden Kura, und der hatte frei vor dem Tor keine Mühe mehr. Als Bösel nur 120 Sekunden später sogar das 1:2 gelang, schien alles seinen erwarteten Verlauf zu nehmen. Doch die Kickers agierten kurz darauf erneut schludrig in der Defensive. De Weale wurde im Strafraum in die Zange genommen, den fälligen Elfmeter verwandelte Kling souverän.
In der zweiten Halbzeit übernahmen die Gäste wieder die Initiative, hatten weitaus mehr Spielanteile, ließen aber die Ideen vermissen. Gefahr drohte dem VFC vor allem durch Standards. Der Gastgeber verrichtete weiter viel Laufarbeit, bekam immer einen Fuß dazwischen - und lauerte wie schon in Hälfte eins auf Konter. In der 65. Minute wurde Florian Weiß wegen angeblichem Abseits zurückgepfiffen, fünf Minuten später scheiterten der eingewechselte Bart-hold und de Weale an Kickers-Keeper Maisel.
In der 75. Minute durfte der VFC-Anhang aber doch ein drittes Mal jubeln. Wenn auch mit etwas Verspätung - und zu unrecht: Nach Bart-holds Heber über Torwart Maisel landete der Ball an der Unterkante der Latte und sprang kurz vor der Torlinie auf. Der Schiedsrichter-Assistent hatte den Ball aber hinter der Linie gesehen. Da halfen alle Proteste der Selber nichts, der Underdog lag wieder in Führung. "Ein echtes Wembley-Tor", unkten die schon etwas betagteren Kirchenlamitzer Anhänger hinter dem Gäste-Gehäuse in Erinnerung an die Weltmeisterschaft 1966 in England.
Den Kickers war eher nicht zum spaßen zumute. Sie mussten noch einmal einen Gang zulegen und kamen schon drei Minuten später zur großen Ausgleichschance. Nach einem Foul von Schödel an den trickreichen Parlakkilic gab es Elfmeter, doch Gezer scheiterte am überragend reagierenden Lauterbach. Und doch gelang Selb noch der Ausgleich. Nachdem der Schiedsrichter den Kickers nach einem Foul an Bösel zunächst einen weiteren Strafstoß verweigerte, traf Rehak in der 81. Minute unhaltbar zum 3:3. Im fälligen Elfmeterschießen verwandelten alle fünf Selber Schützen bombensicher, während auf VFC-Seite Stefan Popp an Torwart Maisel scheiterte.
"Wir brauchen immer zehn Chancen für ein Tor. Außerdem haben wir das Umschaltspiel nach hinten total vernachlässigt", haderte Kickers-Trainer Jakob Schleicher nach Spielende etwas mit seinem Team. Auch die defensive Spielweise der Gastgeber sah der Selber Coach kritisch. "Die haben mit sechs Verteidigern und vier Sechsern gespielt." Im Halbfinale müssen die Kickers nun am nächsten Donnerstag bei der SG Regnitzlosau antreten. Tags zuvor treffen Oberkotzau und der FC Tirschenreuth aufeinander. (aus der Frankenpost)

Der Selber Petr Rehak (re.) sorgte dafür, dass es ins Elfmeterschießen ging. 
anpfiff.info


1.FC Trogen-SG Regnitzlosau  1:3 (1:1)

Der FC Trogen als Kreisligist war im Nachbarschaftsderby gegen die SG Regnitzlosau auf Augenhöhe, verpasste aber auf Grund miserabler Chancenauswertung das Weiterkommen. In der 4.Minute passte Buschner auf Okraffka sen., doch TW Höra war zur Stelle. In Minute 12 die erste hochkarätige Chance für den Gast. Stadelmann prüfte TW Rupprecht. Nach einer Viertelstunde gleichverteiltem Spiel trat Yannick Gahn einen Eckball direkt auf den Kopf von Mulzer und Höra war machtlos. Die SG drängte nun auf den Ausgleich, den Mähner auf dem Fuß hatte, doch sein Schuss ging Oberkante Latte. In der 26. Minute fasste sich Krannich ein Herz, zog aus 20 Metern ab, und es hieß gegen einen viel zu zögerlich eingreifenden FC 1:1. Nach einer halben Stunde machte TW Höra die Großchance von Okraffka sen. zunichte. Bis zur Pause waren die Hintermannschaften Herr der Lage. Nach dem Wiederanpfiff zog Okraffka sen. auf und davon, doch sein Schuss streifte den Pfosten. In der 51. Min. die spielentscheidende Situation. Fröhlich zog einen Spurt über 60 Meter an, spielte im Sechzehnmeterraum noch zwei Trogener Abwehrspieler aus, passte zu Binder und der Regnitzlosauer Torjäger ließ sich diese Chance nicht entgehen. Als er 10 Minuten später zum 3:1 erhöhte, war die Heimniederlage besiegelt. Der FC drängte trotz des Rückstandes weiter auf Resultatsverbesserung und hatte Pech bei Buschners Kopfball an den Pfosten und bei Mulzers Schuss in der Nachspielzeit, wo TW Höra glänzend reagierte.
Fazit: Eine kurzweilige Pokalbegnung entschied nicht die bessere, sondern die abgezocktere Mannschaft.

Tobias Krannich hatte die Trogener Führung ausgeglichen.
anpfiff.info

SF Kondrau  -  FC Tirschenreuth            1:3 (0:0)

Im Pokalspiel zwischen den Sportfreunden Kondrau und dem FC Tirschenreuth tasteten sich beide Teams nicht lange ab. Gleich in den Anfangsminuten taucht der FC-Stürmer Gebru nach gutem Zuspiel frei vor SF-Keeper Wedlich auf, der den Flachschuss gut hält. Nur eine Minute später, steht Schoof auf der Gegenseite nach einer Flanke von Weig vorm Kasten. In Bedrängnis geht der Ball allerdings über die Latte. In den Folgeminuten wurden die Gäste immer stärker. Zunächst rettet SFK-Verteidiger Ott auf der Torlinie, anschließend ist es wieder Wedlich, der einige gefährliche Situationen stark entschärft.

In der Halbzeit musste der Kondrauer Trainer Ryba gleich drei angeschlagene Spieler vom Feld nehmen. Durch die Umstellungen war zunächnst wieder der Bezirksligist am Drücker. Folglich erzielte Sammüller das 0:1 für die Gäste, indem er einen Kondrauer Abwehrfehler ausnutzt. Gleich nach der Führung hätte Gebru auf 0:2 erhöhen können, doch wieder scheiterte er an Wedlich. Dann wurden die Hausherren stärker. Kevin Schoof steht nach einem Konter allein vor dem gegnerischen Gehäuse. Der Ball geht allerdings knapp am Tor vorbei. In der Schlussphase wurde es dann noch einmal richtig aufregend. In der 85. Minute erzielt Stefan Bauer mit einem Kopfball den Ausgleich. Die Freude hielt jedoch nicht lange. Im direkten Gegenzug macht Weiß das 1:2 für die Kreisstädter. In der Kondrauer Schlussoffensive nutzt Weiß nochmals die entstandenen Freiräume zum 1:3. Damit steht der FC Tirschrenreuth nach 90 Minuten durchaus verdient im Pokalhalbfinale.

Tobias Sammüller (li.) brachte den Bezirksligisten in Kondrau in Front.
anpfiff.info


ASVG Döhlau - SpVgg Oberkotzau 1:3

Auch in Döhlau war es lange spannend. Piotr Kielek brachte den Kreisligisten in Front, als er sich gegen vier Mann durchsetzte. Doch Lucas Popp konnte kurz vor der Pause mit einem wuchtigen Kopfstoss ausgleichen. Nach dem Wechsel setzten die Gäste dann energisch nach und gingen durch Manuel Schnabel in Front.  Danach wogte die Partie hin und her - mit guten Chancen auf beiden Seiten. In der Nachspielzeit hatte dann Alexander Lawall keine Mühe, für die endgültige Entscheidung zu sorgen. 

Da lag die Überraschung in der Luft: Piotr Kielek tanzt mehrere Abwehrleute aus.



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Tore: 1:0 Kielek (33.), 1:1 Popp (37.), 1:2 Schnabel (49.), 1:3 Lawall (90.)
Gelbe Karten: Puff C. (44.), Kielek (54.) / Meissner (44.), Schmidt (78.)
Zuschauer: 70 | Schiedsrichter: Udo Fritsch

Spielstenogramm

Tore: 0:1 Sammueller (53.), 1:1 Bauer S. (81.), 1:2 Weiß (85.), 1:3 Weiß (88.)
Gelbe Karten: Schnurrer L. (90.) / -
Zuschauer: 110 | Schiedsrichter: Thomas Endreß (1. FC Stammbach)

Spielstenogramm



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