Artikel veröffentlicht am 09.02.2022 um 12:00 Uhr
Winterwechsel LL NO Meister: Kornburg geht als Favorit in die Aufstiegsrunde
Relativ ruhig ging es in der Meisterrunde der Landesliga Nordost in Sachen Transfers zu. Während Tabellenführer TSV Kornburg den Kader mit drei Spielern verbreitert und sich der FC Vorwärts Röslau mit drei Spielern aus Selb verstärkt, gibt sich der Rest der Liga bescheiden. In Stadeln gab es gar eine Handvoll von namhaften Abgängen.
Von Sebastian Baumann / Marco Galuska / Hans Wunder
TSV Kornburg

Teil zwei in der Aufstiegsmission zur Bayernliga geht der TSV Kornburg mit drei Neuzugängen an. Neu mit an Bord sind seit dem Wiederbeginn 2022 die Wintertransfers Matthew Livingstone (kam vom SC Eltersdorf), Torwart Kilian Schunder (SV Euerbach/Kützberg) und Sturmtalent Cristian Seiwerth (SF Laubendorf). Die Verpflichtungen waren eine Reaktion auf den zwar qualitativ schon außergewöhnlichen, aber quantitativ eher kleinen Kader, mit dem die Kornburger bislang in dieser Saison unterwegs waren. Über die Favoritenrolle ist man sich im Nürnberger Süden auch bewusst und nimmt diese ohne Umschweife an. Mit Artan Selmani, der schon Ende August gekündigt hatte und nun zum TSV Abtswind gewechselt ist, gibt es auch nur einen Abgang zu verzeichnen. Jener Selmani traf zur Führung vom Elfmeterpunkt beim 2:1-Sieg des Bayernligisten im ersten Test der Kornburger (Schulik hatte für Kornburg ebenfalls vom Punkt ausgeglichen). Gegen Ansbach und Don Bosco Bamberg folgen zwei weitere höherklassige Gegner in der Vorbereitung, in der auch ein Trainingslager in Großaspach absolviert wird, ehe es im Pokal in Mitterteich zur Generalprobe für die Meisterrunde kommt.

Matthew Livingstone bringt ein klein wenig Regionalliga-Erfahrung nach Kornburg.
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FC Herzogenaurach

Die wichtigste Personalie in Herzogenaurach war die Verlängerung von Trainer Jakob Karches, der weiterhin die Pumas coachen wird. Seit 2015 ist der 35-Jährige Trainer der Pumas und führte die Mannschaft aus der Kreisliga bis an die Tabellenspitze der Landesliga Nordost. Damit geht Karches in seine achte Amtszeit als Trainer. Allerdings hat sich auch personell etwas getan. Innenverteidiger Dominik Burkhard zieht es beruflich nach München, Matthias Christmann beruflich nach Stuttgart und Luigi Scarcella muss beruflich kürzertreten.

TSV Neudrossenfeld

Personeller Zuwachs für die Grünweißen, die im Defensivbereich personell noch einmal nachlegen konnten: Aus der Landesliga Nordwest kommt eine echte Abwehrkante an den Weinberg. Vor dem Vorbereitungsstart zur Aufstiegsrunde konnte die Landesliga-Mannschaft des TSV Neudrossenfeld mit Felix Thiele einen Neuzugang in ihren Reihen begrüßen. Der Abwehrmann war zuletzt für die TG Höchberg im Einsatz. Der 20-jährige Student trainierte schon seit geraumer Zeit bei der Mannschaft von Trainer Markus Taschner mit und hat sich nun entschlossen, fester Bestandteil des Teams zu werden. Seine fußballerische Ausbildung genoss er beim Würzburger FV, bei dem er mit der A-Jugend in der Landesliga aktiv war. Im Sommer 2020 zog es ihn zurück zu seinem Heimatverein. Bei der TG Höchberg gehörte er in der abgelaufenen Vorrunde zum absoluten Stammpersonal und erzielte als Abwehrspieler sogar fünf Treffer für seine Farben. Am Neudrossenfelder Weinberg will er nun an diese Leistungen anknüpfen und sich während der Vorbereitung einen Stammplatz erkämpfen.

Lukas Dütsch (Nummer 9) stürmt jetzt für Röbersdorf.
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Jahn Forchheim

Nur einen Abgang hat der Jahn aus Forchheim zu verkraften. Lukas Dütsch zieht es zu seinem Heimatverein nach Röbersdorf. Aufgrund seines Hausbaus schafft es der Offensivmann nicht mehr den Zeitaufwand in der Landesliga zu stemmen. In 15 Spielen kam der Stürmer in dieser Saison zum Einsatz, konnte dabei aber seinem Ruf als Torjäger nicht so gerecht werden wie in seinen vorherigen Stationen. Nur einen Treffer erzielte der Goalgetter in 15 Spielen, war aber immer gesetzt und bereitete viele gute Szenen und Tore seiner Mannschaft vor.

FC Vorwärts Röslau

Nach dem überraschenden Qualifikation für die Meisterrunde hat sich die Lang-Elf noch einmal deutlich verstärkt, fühlt sich als Underdog pudelwohl und möchte weiter für den einen oder anderen Husarenstreich sorgen. Alle drei Neuzugänge haben in der ersten Saisonhälfte das Trikot von Kickers Selb getragen. Mit Florian Rupprecht kommt ein Sechser, der einst bei der SpVgg Bayern Hof jede Menge Regionalligaerfahrung sammeln konnte und für die Saalestädter und die SpVgg Weiden auch in der Bayernliga unterwegs war. Ein Mann mit viel Potential ist indes der 21-jährige Daniel Sedlacek. Der pfeilschnelle Allrounder wurde jüngst vom Verteidiger zum Stürmer umfunktioniert, war aber im ersten Saisonabschnitt verletzungsgeplagt. Ebenfalls ein Mann für die Zukunft ist Özkan Ege. Der 20-jährige Offensivmann wurde - ebenso wie seine beiden Kollegen - einst auf der Grünen Au in Hof ausgebildet und erzielte in den 14 Landesligabegegnungen der Vorrunde drei Treffer.

Dirk Wagler ist der neue Trainer des TSV Buch.
fussballn.de / Strauch

TSV Buch

Zwischenzeitlich sah es im Knoblauchsland nicht danach aus, dass die Bucher Jungs die Qualifikation für die Meisterrunde packen würden. Einige Verletzungssorgen, ein Trainerwechsel sowie ein deutliches Formtief ließen Zweifel aufkommen. Umso bemerkenswerter war das Comeback, das unter Feuerwehrmann Dirk Schaefer gelingen sollte. Der Polizist übergibt mit fast maximal noch möglicher Punktausbeute planmäßig nun an seinen Kollegen Dirk Wagler (kam von der SGV 1883 Nürnberg-Fürth), der neuer Cheftrainer am Wegfeld ist. Mit Robert "Robby" Frank gibt es auch einen neuen Teammanager, der in der Landesliga noch von vielen Jahren beim FSV Stadeln bekannt ist. Drei Neuzugänge konnten über den Jahreswechsel in Buch begrüßt werden. Dabei sollen André Robl (ASV Zirndorf), Jakob Bedner (FC Herzogenaurach) und Joshua Ruckriegl (pausierte, früher Vach und Schwaig) die Defensivoptionen deutlich verbessern. Sollte der Aufwärtstrend der Wochen vor der Winterpause anhalten, könnten die Bucher durchaus noch auf den Relegationsrang schielen.

FSV Stadeln 

Das erklärte Saisonziel mit dem Klassenerhalt im bekanntlich schweren zweiten Jahr nach dem Aufstieg hat man beim FSV Stadeln schon in der Tasche, der Vertrag mit Trainer Manfred Dedaj wurde verlängert. Freilich möchte man am Kronacher Wald auch in der Meisterrunde den einen oder anderen ärgern, hegt aber tabellarisch gesehen keine sonderlich großen Ambitionen. Denn in Stadeln gilt es, nicht weniger als sieben Akteure aus dem bisherigen Kader zu ersetzen. Dem stehen die Neuzugänge Valantis Floros vom Bezirksligisten 1. FC Kalchreuth und Eren Karatas vom Kreisligisten Turnerschaft Fürth gegenüber. Thomas Müller, der im Sommer schon aus der Ansbacher U19 gewechselt kam, kehrt von seinem Auslandsaufenthalt zurück. Zum neuen spielenden Co-Trainer rückte Kapitän Kevin Kreuzer auf, nachdem Pascal Worst sich mit seinem Bruder und den Reischl-Zwillingen zur SG Quelle Fürth verabschiedet haben. So dürfte wohl auch der ein oder andere jüngere Spieler, der bisher weniger Spielzeit hatte, sich mit den Schwergewichten in der Landesliga messen.

Samt Güler könnte in der Aufstiegsrunde wieder für den SC 04 Schwabach jubeln.
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SC 04 Schwabach

Als Vorletzter startet der SC 04 Schwabach in die Meisterrunde, doch trügt das Tabellenbild, da die Goldschlägerjungs auch erst sechs Partien in der Wertung haben - und dabei schon zweimal gegen den haushohen Favoriten Kornburg spielten. Die Elf von Jochen Strobel war es auch, die als einziges Team überhaupt gegen den Primus punkten konnte, was das Potential zusätzlich unterstreicht. Während der zweite Torwart Nikolai Sauernheimer nach Großschwarzenlohe gewechselt ist, gibt es drei gefühlte Neuzugänge. Denn die längere Winterpause hat aus Schwabacher Sicht den Vorteil, dass mit Jonas Winkler sowie Samet Güler zwei lange Zeit fehlende Spieler nach Kreuzbandriss wieder zur Verfügung stehen. Ebenfalls kommt mit Tobias Spieß (Auslandsaufenthalt) eine wichtige Säule in der Abwehr zurück. In der Zielsetzung geben sich die Nullvierer offensiv und wollen den zweiten Rang mit der Relegation zur Bayernliga angreifen.

TSV 1860 Weißenburg

Mit dem überraschend deutlichen 5:0-Sieg im letzten Vorrundenspiel gegen den SC Großschwarzenlohe konnte Aufsteiger TSV Weißenburg gleich einmal den Klassenerhalt feiern und kann die Meisterrunde als Vorbereitung auf die kommende Landeslogasaison einplanen. Rein personell hat sich nicht viel getan beim Aufsteiger. Max Pfann ist nach längerer Verletzungspause wieder im Kader. Dafür pausiert allerdings Routinier Sebastian Walter. Yannik Strobel zieht es zum FV Dittenheim und Maximilian Schwarz zum TSV Heideck. Allerdings hatten die beiden letztgenannten Spieler zuletzt pausiert.

Spielerwechsel
 
5 Zugänge | 1 Abgang
Zugänge
Mittelfeld
Dezember 2021
Abwehr
Dezember 2021
pausierte
Mittelfeld
Dezember 2021
Mittelfeld
Februar 2022
 
Abgänge
Ziel unbekannt
Sturm
Februar 2022
0 Zugänge | 1 Abgang
Zugänge
Keine Zugänge
 
Abgänge
Sturm
Januar 2022
3 Zugänge | 1 Abgang
Zugänge
Sturm
Januar 2022
 
Abgänge
Mittelfeld
Januar 2022
1 Zugang | 1 Abgang
Zugänge
Abwehr
Januar 2022
 
Abgänge
Ziel unbekannt
Sturm
März 2022
3 Zugänge | 2 Abgänge
Zugänge
Mittelfeld
Dezember 2021
Mittelfeld
Dezember 2021
Mittelfeld
Dezember 2021
 
Abgänge
Abwehr
Januar 2022
FK Hvezda Cheb
Sturm
Januar 2022
1 Zugang | 1 Abgang
Zugänge
pausierte
Mittelfeld
März 2022
 
Abgänge
2 Zugänge | 8 Abgänge
Zugänge
Mittelfeld
Januar 2022
Sturm
Januar 2022
 
Abgänge
Sturm
Januar 2022
Abwehr
Januar 2022
Mittelfeld
Januar 2022
Abwehr
Januar 2022
Sturm
März 2022
1 Zugang | 1 Abgang
Zugänge
Torwart
Januar 2022
 
Abgänge
pausiert
Sturm
Januar 2022
Keine Transfers hinterlegt für: FC Herzogenaurach

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Transfers und Kadergrössen




Liga-Tabelle

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
1
16
33:15
31
3
16
32:19
28
5
16
31:32
23
6
16
23:26
22
7
16
21:30
17
8
16
10:26
15
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit
Punkte aus Vorrunde wurden den Teams zugeschlagen

Top-Torschützen
Klammern: Spiele | Elfmeter | Tor-Vorlagen

Fairste Teams
Klammern: gelbe Karten | gelb-rote Karten | rote Karten

Top-Zuschauerzahlen
Klammern: Heimspiele | Rekord- | Minuskulisse
(5|320|200)
(5|550|100)
(4|350|120)
(5|285|120)

Top in Form
Punkte/Tore aus den letzten vier Spielen **

Beste Spieler
Angabe in Schulnoten ***
Keine Daten vorhanden

Tor-Vorlagen
Vorlagen, die zu einem Torerfolg führten
* Wertung: gelbe Karte = 1 Strafpunkt, gelb-rote Karte = 3 Strafpunkte, rote Karte = 5 Strafpunkte / ** Kasten: grün = Sieg, weiß = Unentschieden, rot = Niederlage, grau = kein Spiel; rechtes Kästchen = letztes Spiel, zweites Kästchen von rechts = vorletztes Spiel usw. / *** = ein Spieler muss mindestens in drei Spielen benotet worden sein
Stand nach 40 erfassten von 40 ausgetragenen Spielen



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