Artikel veröffentlicht am 23.08.2020 um 00:00 Uhr
Serie Urlaub in Franken: Auf der Sonnenseite Frankens
Im Fränkischen Weinland ist man auf der Sonnenseite in Franken: Das merkt man, wenn man mit den Gästeführern durch die Weinberge schlendert, beim Wandern oder Radfahren – zum Beispiel entlang des MainRadwegs oder auf den „Wegen zum Wein”– die Landschaft entdeckt, wenn an Abenden voller Kultur großartige Musik erklingt oder wenn man den Anblick der überwältigenden Schönheit der Würzburger Residenz genießt.
Von & Redaktion anpfiff.info

Geselligkeit und Kulturreichtum prägen das Fränkische Weinland im Maindreieck. Eingebettet zwischen Spessart, Rhön, Steigerwald und Taubertal locken romantische Winzerorte und die Residenzstadt Würzburg. Besonders geprägt sind dieses Gebiet und die Menschen, die dort leben, vom Frankenwein. Wichtigste Rebsorte ist der Müller-Thurgau mit seinem duftigen und blumigen Bukett, gefolgt vom Silvaner. Typisch für den Frankenwein ist die bauchig-runde Flaschenform, der berühmte Bocksbeutel, der seit Jahrhunderten als Markenzeichen des Frankenweins gilt und mittlerweile sogar von der EU geschützt ist. Bei einem Winzer-Besuch, einem Spaziergang durch die Weinberge, einer erlesenen Weinprobe oder einem der vielen Weinfeste lernen Sie den Frankenwein und sein Ursprungsland kennen.

Der Winzerheilige Kilian auf der alten Mainbrücke im Herzen von Würzburg.
FrankenTourismus | Andreas Hub

terroir f - einfach himmlich

terroir f: Dieser Name steht für Orte, an denen die ganze Magie des Frankenweins besonders deutlich zu spüren ist. Wer zu einem „terroir f” hinaufsteigt, hat einen herrlichen Blick über die faszinierende Landschaft des Fränkischen Weinlands – doch ein „terroir f” ist viel mehr als nur ein Aussichtspunkt. Die Natur verschmilzt hier mit Landschaftsarchitektur, Kunst und Weinkultur und präsentiert das Fränkische Weinland wie ein offenes Buch. Jedes „terroir f” widmet sich einem speziellen Weinthema und setzt dieses auf ganz eigene Weise in Szene.

Herzhaft wie Land und Leute und passend zum Frankenwein präsentiert sich auch die Küche. Entsprechend den Jahreszeiten gibt es typische saisonale Gerichte wie etwa Wild-, Fisch- und Geflügelspezialitäten im Herbst und Winter, fränkischen Spargel im Mai und Juni und passend zum Federweißen deftige Gerichte wie Zwiebelkuchen oder Zwetschgenkuchen.

Sonnengereifte Weintrauben kurz vor der Ernte.
FrankenTourismus | Andreas Hub

Barockperle am Main

Aber nicht nur die Gaumenfreuden, auch die Sinnesfreuden stillt das Fränkische Weinland. In der Metropole Würzburg erbaute der bedeutende Barockbaumeister Balthasar Neumann die Residenz als „Schloss über den Schlössern“. Der Venezianer Giovanni Battista Tiepolo schuf mit dem gewaltigen Deckenfresko über dem frei gewölbten Himmel des berühmten Treppenhauses eines der größten Gemälde der Welt. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Bistumsstadt Würzburg zählen auch der Dom und das benachbarte Neumünster.

Hoch über dem Main liegt die Festung Marienberg, ehemals fränkischer Herzogssitz und Domizil der Fürstbischöfe. In ihren Mauern ist heute das Mainfränkische Museum untergebracht, zu dessen Schätzen eine Sammlung bedeutender Werke des Bildschnitzers Tilman Riemenschneider zählt. Seinen Spuren begegnet man vielerorts im Fränkischen Weinland. So zum Beispiel in der Kirche „Maria im Weingarten“ zu Volkach: Sie schmückt sich mit der berühmten „Rosenkranzmadonna“.

Die gelungene Verbindung von Kulturerlebnis und Geselligkeit beim Frankenwein macht zweifellos die besondere Attraktivität des Fränkischen Weinlandes aus. Ergänzt wird dies noch durch die Palette an Freizeitmöglichkeiten – sie reicht vom Wandern über das Radfahren bis hin zu sportlichen Betätigungen wie Golf oder Tennis.

Ausflugsziel bei Volkach: Die Kapelle Maria im Weingarten beinhaltet in ihrem Innen die "Madonna im Rosenkranz", einem frühen Kunstwerk des Schnitzers Tilman Riemenschneider.
Urlaub in Franken - Weinland
Historische Städte und romantische Dörfer

Historische Städte, romantische Dörfer und jede Menge Abwechslung
zwischen den Weinbergen. Gemeinsam bilden die Orte im Fränkischen Weinland ein farbenprächtiges Mosaik. Große Städte mit großer Kunst wie Würzburg und Schweinfurt gehören ebenso dazu wie die vielen historische Weinorten, die sich an die Weinberge schmiegen. Gemeinsam machen sie Appetit auf genussvolle Ausflüge in herrliche Weinwelten, zu begeisternder Kunst und zu herzlicher Gastfreundschaft. Die bekanntesten und beliebtesten Orte sind außerdem wohl Iphofen, Karlstadt, Volkach, Kitzingen, Castell, Abtswind, Dettelbach, Veitshöchheim oder auch Hammelburg.

Berühmte Baumeister – darunter mit Balthasar Neumann ein barockes Genie – haben in Würzburg sowie in vielen weiteren Orten des Fränkischen Weinlands ihre Spuren hinterlassen. Heute zählen ihre Schlösser und Burgen zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten der Region. Oft vereint sich die gebaute gleich auch mit der grünenden Pracht: Viele Schlösser werden von herrlichen Parks und Gärten umgeben, in denen es sich wunderbar flanieren lässt. Wer sich auf das Fränkische Weinland einlässt, der entdeckt noch viele weitere Sehenswürdigkeiten: zu ihnen zählen lichtdurchflutete Kirchen ebenso wie wehrhafte Kirchenburgen, Synagogen, archäologische Stätten und sogar ein „himmlisches ostamt”.

Eine Landmarke ersten Ranges: Das berühmte Rödelseer Tor in Iphofen.
FrankenTourismus | Andreas Hub