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Artikel veröffentlicht am 22.06.2020 um 00:00 Uhr
Erste Hilfe, Physiotherapie, Sanitätsbedarf: Schnelle Hilfe bei Sportverletzungen
Es passiert an jedem Wochenende auf unseren Fußballplätzen oder beim Training: Ein harter Zweikampf oder eine falsche Bewegung – und das Kreuzband ist gerissen. Erst kommen Schreck und Schmerz, dann folgt die Gewissheit einer mehrmonatigen Rehabilitation. Früher bedeutete ein Kreuzbandriss das Ende der Karriere, heute hilft eine gezielte Rehabilitation beim sportlichen Comeback.
Von CF
Das Knie ist bei Sportverletzungen das am häufigsten betroffene Gelenk. Es kann sowohl durch einen direkten Schlag bei einem Zweikampf wie auch ohne Einwirkung des Gegners durch eine Verdrehung verletzt werden. Eine schwerwiegende Bandverletzung am Knie ist der vollständige Abriss des vorderen Kreuzbands. Klassischerweise entsteht der Riss bei einer forcierten Außendrehung mit gleichzeitiger Beugung. Bei der akuten Verletzung füllt sich das Gelenk meist innerhalb weniger Stunden mit Blut, das durch eine Nadelpunktion entfernt werden muss. Damit können die Schmerzen reduziert und die Rehabilitation rascher in Gang gesetzt werden. Die Kreuzbandoperation sollte nicht im akuten Stadium durchgeführt werden, da sonst die Gefahr einer verzögerten Rückgewinnung der Beweglichkeit oder sogar einer Knieeinsteifung besteht. Der Wiederaufbau der normalen Beweglichkeit und Kraft sollte durch abschwellende Maßnahmen und physiotherapeutische Übungen bereits in den darauf folgenden Tagen begonnen werden. Erst wenn das Kniegelenk vollständig abgeschwollen ist, eine volle Beweglichkeit erzielt wurde und ein hinkfreier Gang besteht, ist der günstigste Moment erreicht, um durch einen chirurgischen Eingriff das funktionsuntüchtig gewordene Kreuzband zu ersetzen. Der dadurch erzielte Zeitgewinn wirkt sich günstig auf die psychische Verarbeitung der Verletzung und den bevorstehenden Eingriff aus. Eine Ausnahme stellt die gleichzeitige Verletzung eines Meniskus dar, falls dieser in das Gelenkinnere eingeschlagen ist und die volle Streckung behindert. In diesem Fall drängt sich ein arthroskopischer Eingriff in den nächsten Tagen nach dem Unfall auf, um den Meniskus, wenn möglich, wieder anzunähen.
 
Der Erste-Hilfe-Koffer

Man braucht ihn nicht oft - aber wenn man ihn braucht, dann meistens dringend. Die Rede ist vom Medizinkoffer. Fast jede Mannschaft hat bei ihren Spielen ein – mehr oder weniger gut ausgestattetes - Exemplar bei sich. Doch der Koffer alleine macht es nicht aus, entscheidend ist der Inhalt. Und da käme so manchem Mediziner das kalte Grausen… Mit etwas Grundwissen und einer gut ausgestatteten mobilen Apotheke lässt sich gerade bei der Erstbehandlung viel erreichen. Im Idealfall kann man das Weiterspielen des Verletzten ermöglich oder vermeiden, dass sich aus einer scheinbar kleinen Blessur eine langwierige Verletzung entwickelt. Deswegen sollte sich jeder Betreuer einmal jährlich auf den neuesten Stand bringen lassen. Denn das Know-How ist allgemein gering. Ist ein Beispiel gefällig? :die Augenbadewanne. Das ist ein wichtiges Utensil, das bei Verunreinigung des Auges zur Spülung eingesetzt wird. Gerade am Fußballplatz drohen Sehschäden, wenn Kalk, der ja früher stets zum Abstreuen genutzt wurde, ins Auge kommt. Dann droht nach wenigen Minuten eine Erblindung. Doch ganz ehrlich – wem ist eine Augenbadewanne schon ein Begriff? Und das, obwohl sie bei jedem Fußballspiel für den Fall der Fälle sofort greifbar sein sollte.

Ist auch alles drin, was reingehört? Der oftmals unterschätzte Erste-Hilfe-Koffer.
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Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker

Am besten ist, Sie fragen Ihren Arzt oder Apotheker. Lassen Sie sich die Gründzüge der Erstbehandlung erklären und legen Sie Wert auf das „Rüstzeug“. Nur ein gut ausgestatteter Verbandskoffer mit sterilen Inhalten kann bei Erster Hilfe eine echte Hilfe sein. Viele Apotheker helfen gerne, wenn es um die Ausstattung der Verbandskoffer geht. Von Verbänden über Arzneimittel bis zur Mineralstoffversorgung reicht die Palette, mit der eine Fußballmannschaft bedient werden muss. Eine Komplettausstattung ist recht erschwinglich. Tatsächlich bekommt man schon für 15,- bis 30,- Euro eine Ausrüstung, die zumindest den Grundbedarf deckt. Dabei ist natürlich zu beachten, dass sowohl Verbände, als auch Arzneien ein gesetzliches Verfallsdatum haben. Deshalb empfehlen Experten, den Verbandskoffer mindestens einmal jährlich, am besten also zu Beginn einer Saison, zu überprüfen. Verdrecktes Verbandsmaterial oder abgelaufene Präparate sollten schleunigst ausgetauscht werden. Denn nur dann kann man vermeiden, dass aus der Notbremse ein Notfall wird.
 
Sportverletzung – was tun?

Bei Sportverletzungen gilt das Merkwort PECH : P = Pause, E = Eis, C = Compression (fester Verband), H = Hochlagerung. Mit Sportsalben macht man in der Regel auch nichts verkehrt, erwärmende Rheumasalben sollen allerdings nicht bei frischen Verletzungen verwendet werden. Offene Verletzungen sind sauber abzudecken. Schon eine kleine Schramme kann einen Wundstarrkrampf (Tetanus) nach sich ziehen. Ein Impfschutz ist unbedingt erforderlich! Bei anhaltenden Beschwerden oder größeren Verletzungen sollte man dann doch einen Arzt aufsuchen. Es ist manchmal durchaus sinnvoll, sich an dessen Empfehlungen zu halten, zum Beispiel die verordneten Medikamente in der angegebenen Dosierung zu nehmen, die Krankengymnastik tatsächlich in Eigenregie daheim konsequent durchzuführen und Fehlverhalten zu meiden. Eine verspätete Therapie bedingt verlängerte Beschwerden, gelegentlich werden die Aussichten auf eine Besserung erheblich verschlechtert. Die Behandlung der Gelenke mit physikalischen Maßnahmen ist so alt wie die mit Medikamenten. Es gibt eine Unzahl von Firmen, die eine Unzahl von verschiedenen Bandagen herstellen. Ähnlich wie bei den Medikamenten ist es auch hier so, dass diese Fülle völlig überflüssig ist - wenige reichen aus.

Beweglichkeit üben und Stabilität fördern: Der Physiotherapeut fördert die rasche Genesung nach Sportverletzungen.
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Krankengymnastik und Elektrotherapie

Die Krankengymnastik ist Methode der Wahl, um eine gestörte Gelenkfunktion wieder herzustellen. Nicht nur die Beweglichkeit wird durch entsprechende Übungen gebessert, sondern auch die Stabilität durch Kräftigung der Muskulatur. Auch strukturelle Verbesserung von Knochen und Knorpel ist zu erreichen, da das Gelenk von der Bewegung lebt. Alle Bemühungen des Krankengymnasten bleiben jedoch erfolglos, wenn der Patient nicht entsprechend motiviert ist. Wer meint, etwa seine Muskulatur aufschulen zu können, wenn er sich sechsmal beturnen lässt, irrt. Der Gymnast zeigt, wo es lang geht, bewegen muss der Patient sich selbst, muss also die erlernten Übungen täglich konsequent in Eigenregie daheim durchführen. Auch die Elektrotherapie oder die Behandlung mit Ultraschall sind Arten der physikalischen Behandlung und haben einen schmerzstillenden, entzündungshemmenden Effekt. Dieser kann den Heilungsprozess unterstützen.
 
Reha beginnt vor dem Spiel

Besser als eine langwierige Rehabilitation ist es natürlich, Verletzungen im Vorfeld zu vermeiden. Das geht nicht immer, aber wenn man ein paar Grundregeln beachtet, dann lassen sich gewisse Risiken ausschließen. Gerade im Amateurbereich ist es nicht unüblich, dass der eine oder andere Spieler im Leichtsinn völlig kalt auf den Platz geht. Wer kennt es nicht: Statt ein paar Bahnen einzulaufen, spielt man ersatzweise lieber „Fünf gegen zwei“. Dabei weiß jeder, dass gerade auf diesem engen Raum abrupte Bewegungen nötig sind und so schnell Verletzungen entstehen können. Daher gilt es dies vor und nach dem Spiel oder Training zu beachten, um gesund vom Feld zu kommen:
  • Aufwärmen mit Dehnübungen (Konditionierung)
  • „Abwärmen“, gemeinhin bekannt als Auslaufen
  • Bei Verletzungen: adäquate Rehabilitation/Aufbautraining
  • Einsatz von Protektoren
  • Zudem unerlässlich: Ein Spielfeld in gutem Zustand und Fair Play!
Helfen bei Bänderverletzungen: Perfekt sitzende Bandagen.
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Hilfe vom Orthopädieschuhmacher

Der Orthopädieschuhmacher ist heute neben dem Orthopädiemechaniker der vom Arzt benötigte und anerkannte Techniker zur handwerklichen Fertigung orthopädischer Hilfsmittel. Eine eingehende Bewegungsanalyse erlaubt Rückschlüsse auf Fehlhaltungen, die durch individuell umgebaute Sportschuhe und Einlagen ausgeglichen werden können. Elastische Bandagen werden z.B. bei Bänderzerrungen oder etwa bei Problemen der Kniescheibe eingesetzt. Vorteile sind Tragekomfort und Einsatzbarkeit im Sport. Ein Nachteil ist, dass sie alle in der Kniekehle beim Beugen kneifen. Durch den notwendigen Druck sind sie weniger geeignet für Patienten mit Durchblutungs-Störungen. Gelenk-Schienen werden bei Instabilität des Kniegelenkes verordnet und zwar nach OP oder auch anstatt (z.B. isolierter Innenbandriss). Es handelt sich hier oft um High-Tech-Apparaturen mit Werkstoffen wie Carbon, Titan und speziellen Polymeren. Die Bewegung wird oft in einem Doppelgelenk innen und außen (polyzentrische Orthese) geführt und ist in ihrem Winkel zu variieren. Diese aufwändigen Techniken wurden entwickelt, um der höchst komplizierten Biomechanik des Kniegelenkes gerecht zu werden: Das Knie führt bei Streckung und Beugung eine Roll-Gleit-Bewegung aus, wobei das Verhältnis Rollen / Gleiten je nach Beugewinkel variiert. Zu allem Überfluss macht das Knie bei maximaler Streckung auch noch eine Rotation. Das rechtfertigt eine ausgefeilte Mechanik der Schienen. Ob diese wiederum die exorbitanten Preise begründen kann, wäre einer kritischen Überprüfung wert.


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