SC Schwarzach 
Kreisliga 1 Würzburg - männlich, Erwachsene - Saison

Artikel vom 18.06.2017
Meisterportrait SC Schwarzach: Mit Teamwork zum Titel
Ein perfekter Durchmarsch, so lassen sich die Schwarzacher Erfolge der letzten beiden Jahre beschreiben. Als Aufsteiger machte der SC Schwarzach die Meisterschaft fast beispiellos souverän klar. Trainer Wolfgang Schneider zweifelte nur nach der Vorbereitung im Winter und dem ersten Spiel danach am Aufstieg. Er erzählt, was er seiner Mannschaft noch versprochen hat und würdigt die Verdienste des Teams hinter dem Team.
von Andreas Braun
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUR MEISTERSCHAFT!
Drei Spieltage vor Schluss machte Aufsteiger SC Schwarzach die Meisterschaft in der Kreisliga 1 klar.

Erste Frage: Was hätten Sie jemandem geantwortet, der Ihnen die erneute Meisterschaft mit acht Punkten Vorsprung prophezeit hätte? Antwort Wolfgang Schneider: „Dass das überhaupt nicht realistisch ist!“ Nüchtern, schnörkellos, unmissverständlich kommt die Antwort daher und es sind gleichermaßen drei Adjektive, die zumindest den fußballerischen Charakter vom Schwarzacher Erfolgstrainer perfekt beschreiben. Selbst nach dem furiosen Rundenstart mit acht Siegen in Folge und insgesamt 13 ungeschlagenen Partien flogen bei Schneider die Träume nicht hoch.

Wackelnder Winter

Bildunterschrift
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Er könne zwar keinen Tag exakt benennen, aber das erste Mal, als er wirklich an die Meisterschaft gedacht habe, sei wohl so sieben, acht Spiele vor Rundenende gewesen. Während und nach der Wintervorbereitung trug er sich noch mit ganz anderen Gedanken. Aufgrund einiger unvorhergesehener Zwischenfälle, studien- und verletzungsbedingt habe seine Elf eine „sehr durchwachsene Vorbereitung“ erlebt. Und man merkt ihm an: „durchwachsen“ ist nett ausgedrückt. Dann das erste Spiel nach der Winterpause. Gegen Kellerkind Margetshöchheim steht vermeintlich nur die Höhe des Sieges zur Debatte. Nach 90 Minuten hartem Kampf gewinnt der krasse Außenseiter aus Margetshöchheim - und das gar nicht mal unverdient.

„Schon in den Spielen der Vorbereitung hat sich die Mannschaft sorg- und konzentrationslos präsentiert“, so Schneider rückblickend. In ihm sei die Sorge gewachsen, dass sich seine Elf die fantastische Hinserie mit einer katastrophalen Rückserie vermasseln könne. Aber: Die schallende Ohrfeige in Margetshöchheim war wohl der vielzitierte „Hallo-wach-Effekt“. Rückblickend „eine Erfahrung, die es wohl brauchte“, sagt der ehemalige Trainer der Kitzinger Siedler. Die folgenden acht Spiele gewann der Sportclub ausnahmslos, während die Konkurrenz immer wieder Federn ließ. Und dann der 29. April; zu Gast ist die Reserve des Würzburger FV. Mit einem Sieg kann der SCS die Meisterschaft vier Spieltage vor Rundenende klar machen.

Doppelte Party

Endergebnis: 4:1 - nüchtern, schnörkellos und unmissverständlich; eben wie der Trainer. Lustigerweise war für eben jenen Samstag Ende April bereits eine ordentliche Sause in Schwarzenau angesetzt - aber aus einem anderen Grund. Die Kabineneinweihung sollte im großen Rahmen gefeiert werden. Der Termin habe schon lange im Voraus festgestanden, sagt Schneider, und keiner habe daran gedacht, dass sich zwei solch bedeutende Ereignisse überschneiden könnten. Was ursprünglich als Einweihungsparty für das Schmuckstück von Kabine gedacht war, wurde nun kurzerhand zur Meisterfeier umfunktioniert.

Erfolgsgaranz und bis letztes Jahr eigentlich hauptamtlich Volleyballer: Peter Link (re.). 
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Tanzender Trainer

Die erste, aber gewiss nicht die letzte Feier: „Die nächsten zwei Wochen waren die Jungs gut unterwegs. Das kann man ja ganz gut an den Ergebnissen in den nächsten zwei Spielen ablesen.“ Offizieller Saisonabschluss war dann zusammen mit zweiter und dritter Mannschaft am 21. Mai. Das war´s dann mit den Feierlichkeiten? „Ein Diskobesuch mit der Mannschaft steht noch aus“, sagt Schneider und fügt an, dass er da wohl nicht herumkomme. Den habe er seinem Team versprochen.

Apropos Team: Schwarzachs Trainer ist keiner, der im Mannschaftssport Einzelspieler besonders hervorhebt. Dennoch gibt es Spieler in seinen Reihen, die einen besonders großen Wert für die Mannschaft haben oder mehr aufgefallen sind. Der SC stellte die beste Defensive der Liga, nicht zuletzt ein Verdienst von Torhüter René Schnur. „René ist absoluter Leistungsträger und denkt oft wie ein Coach. Für mich ist er der beste Torwart der Liga gewesen“, bilanziert Schneider. Das Herzstück im zentralen Mittelfeld ist Kapitän Bernd Keilholz. Der Trainer schätzt seine ordnende Hand, die strategischen Fähigkeiten der Leitfigur und dass er seine Leistung beständig auf hohem Niveau abruft.

Knipsendes Duo

Florian Soldner (li.) und Peter Link (re.) 
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Letzteres geht dem jungen Dominik Laudenbach noch ein wenig ab. Entsprechend bezeichnet ihn Schneider als „Diamant, der noch einiges an Druck braucht“. Bei sieben Toren und 13 Assists attestiert er ihm aber auch „wunderbare Anlagen“. Florian Soldner und Peter Link sind die personifizierte Torgefahr: bei drei von vier Treffern hatte mindestens einer der beiden seine Füße - oder den Kopf - als Vorlagengeber oder Torschütze im Spiel. Des Trainers Lob und Ansporn für Soldner: „Florian ist ein Stratege, Torgarant und flexibel einsetzbar.

Ich hoffe, dass er sich wieder in eine gute Form bringt, um uns im kommenden Jahr zu helfen.“  Als Schneider Link hört, lacht er kurz auf und sagt: „Der Peter, unser Volleyballer, war eminent wichtig und hat sich enorm weiterentwickelt. Er hat unserer Offensive die notwendige Stabilität verliehen und auch gegen den Ball gut gearbeitet.“ Das war es zu den Eckpfeilern innerhalb der Mannschaft; Schneider will die Helfer drumherum nicht unerwähnt lassen: Jan Hinrichs, Volker Laudenbach, Thomas Dornbusch, Josef Hitzinger, Helmut Meuser, Dominik Helemann, Sebastian Schösser, Dominik Schuler und Annette Flick haben ebenfalls einen großen Anteil am Erfolg als Betreuer, Organisatoren, Platzwarte und Physiotherapeuten.

Führendes Trio

Und nun Bezirksliga. Trotz fehlender Derbys überwiege selbstverständlich die Vorfreude auf das sportliche Abenteuer, sagt Schneider - auch wenn vermutlich knapp 2.000 Fahrkilometer auf Schneider und Co. in der Bezirksliga West warten. Hoffnung mache ihm, dass sein Team immer noch relativ jung und entwicklungsfähig sei. Zudem gesellen sich mit Fabian Rabenstein, Tobias Michel und Patrick Gutschier mindestens drei neue Spieler hinzu, die den SC sowohl menschlich als auch sportlich bereichern würden, so Schneider. Interessanter Zufall am Rande: Alle drei waren Kapitän in ihren vorherigen Teams und sind vielleicht auch nüchtern, schnörkellos und unmissverständlich.

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Tabellenplatzierung

Pl.
Team
Sp
Tore
Dif.
Pkt
1
30
80
:
33
47
68
2
30
83
:
40
43
60
3
30
78
:
38
40
56
4
30
73
:
37
36
54
5
30
52
:
54
-2
47

Tabellenverlauf


Top-Torschützen


Top-Vorlagengeber


Team in Zahlen

Spiele
30
Spiele gewonnen
21
Spiele unentschieden
5
Spiele verloren
4
:0
Zu-Null-Spiele
8
0:
Spiele ohne eigenen Treffer
2
Tore gesamt
80
Verschiedene Torschützen
14
Eigentore
2
Elfmetertore
7
Gelbe Karten
44
Gelb-rote Karten
0
Rote Karten
1
Eingesetzte Spieler
21
Zuschauer
1882
Zuschauerschnitt
125

Torbilanz nach Minuten


Serien

Am längsten ungeschlagen
30.07.2016 - 23.10.2016
13 Sp
31 Pkt
38:10 Tore
Am längsten ohne Sieg
28.09.2016 - 16.10.2016
4 Sp
4 Pkt
4:4 Tore
Die meisten Siege in Folge
12.03.2017 - 29.04.2017
9 Sp
27 Pkt
23:7 Tore
Die meisten Remis in Folge
28.09.2016 - 16.10.2016
4 Sp
4 Pkt
4:4 Tore
Meiste Niederlagen in Folge
07.05.2017 - 14.05.2017
2 Sp
0 Pkt
5:10 Tore
Zuhause ungeschlagen
07.08.2016 - 29.04.2017
14 Sp
38 Pkt
39:10 Tore
Auswärts ungeschlagen
30.07.2016 - 16.10.2016
6 Sp
12 Pkt
13:5 Tore

Spieler-Bilanz

Spieler
15
3
2
14
R
-
-
-
2,7
28
3
3
-
R
9
-
-
2,5
5
-
-
1
R
-
-
-
2,9
18
2
4
4
R
1
-
-
2,8
24
3
8
5
R
6
-
-
2,7
2
-
-
-
R
-
-
-
3,8
2
-
-
2
R
-
-
-
-
26
4
4
1
R
5
-
1
2,2
13
1
1
8
R
1
-
-
3,0
16
-
1
11
R
1
-
-
3,1
26
7
13
5
R
-
-
-
2,6
27
26
5
1
R
1
-
-
2,2
8
-
-
7
R
-
-
-
3,2
26
4
1
1
R
5
-
-
2,6
6
-
-
4
R
1
-
-
2,8
19
1
2
1
R
-
-
-
2,5
26
-
-
-
R
1
-
-
2,0
30
4
3
-
R
4
-
-
2,6
27
19
9
1
R
4
-
-
2,3
26
-
4
2
R
-
-
-
2,7
30
1
9
2
R
5
-
-
2,7
Übersicht enthält nur Verbandsspiele.


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