SV Coburg-Ketschendorf 
Kreisliga West - weiblich, Erwachsene - Saison

Artikel veröffentlicht am 01.07.2021 um 18:00 Uhr
Meister Frauen Kreisliga West: „Es soll nicht der letzte Aufstieg gewesen sein!“
Vergleichbar mit dem Frauenteam des TSV Oberlauter ist die rasante Entwicklung bei den Mädels des SV Coburg-Ketschendorf, die seit ihrer Teilnahme an Punktspielen seit 2014/2015 im Eiltempo mit zweimaligem Aufstieg nun zur neuen Saison 2021/2022 in der Bezirksliga angekommen sind. Am Ende der aus bekannten Gründen abgebrochenen Serie stand die verdiente Meisterschaft in der Frauen Kreisliga West.
Von Dieter Koch
Coburg-Ketschendorf, w

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUR MEISTERSCHAFT!

Torhungrigster Angriff und beste Defensive

Am Ende der frühzeitig beendeten Saison - welche von 2019 bis 2021 andauerte - standen bei 13 ausgetragenen Partien elf Siege und nur zwei Niederlagen bei einem Torverhältnis von 47:11 Toren in der Bilanz von Trainer Kevin Krämer und den während der Saison hinzugekommenen Assistenten Christian Rößner und Klaus Engelmann. Die Buchberglerinnen bestätigen somit mit ihren 47 geschossenen Goals - wobei Michelle Schindhelm mit zwölf Treffern am erfolgreichste war - ihre Treffsicherheit vorne und hinten im Abwehrbereich bei nur elf Gegentoren ihre Stabilität.

Prima Saisonstart

Der Grundstein im ersten Drittel oben in der Tabelle mitzuspielen wurde bereits am erfolgreichen Start erkennbar. Denn die Blau-Weißen kamen mit sechs Siegen - darunter ein 10:0-Kantersieg zuhause gegen Wernsdorf II am zweiten Spieltag - in Folge hervorragend aus den Startlöchern. Dies war keine sehr große Überraschung nach den positiven Vorbereitungsspielen und der überaus sehr zahlreichen Trainingsbeteiligung, die Lust auf mehr gemacht hatte, sprich um den Titel mitzuspielen.

Wie überall hatten die Aktiven nach Kontakt- und Trainingsverboten keine einfache Zeit zu überbrücken. Umso mehr war die Freude groß nach den Lockerungen - wie hier die Ketsche-Mädels - dass man sich wieder treffen und zusammen setzen konnte.
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Ab Oktober 2020 ruhte die Kugel


Nach dem hauchdünnen 3:2-Auswärtssieg im Derby gegen Eicha II/Einberg zog man im Match auf eigenem Terrain gegen den RSC Oberhaid nach 2:1-Führung durch einen Last-minute-Treffer bei der 2:3-Niederlage den Kürzeren. Als man 14 Tage später beim Neuling DJK Schnaid/Rothensand mit einem 0:1 im Gepäck die Heimreise antrat, war erkennbar, dass Oberhaid und Schnaid/Rothensand neben Schwabthal II die härtesten Konkurrenten sein werden um die vorderen Plätze. Danach folgten noch vier klare Dreier, bevor im Oktober 2020 "Schicht im Schacht" war, was hieß, der Corona-Virus sorgte dafür, dass nicht nur der Ball auf den Spielfeldern ruhte, sondern unter anderem die Ausgangssperren für mehr Gesprächsstoff sorgten als die erzielten Tore.

Ketschendorfs Quotient von 2,54 war ausschlaggebend

Die Hoffnung, die Saison zu Ende zu bringen, war lange vorhanden. Es war nicht leicht für die Teams, da ja Trainings- und Kontaktverbot herrschte und niemand wusste, wie es und wann weitergehen würde. Nach einer unendlichen Zeit dann die Entscheidung von Politik, Sport und Abstimmung der Vereine, die Saison 2019/2021 wird beendet. Es wird entschieden nach Paragraph §93 der Spielordnung nach Errechnung des Quotienten, die Meister steigen auf. Somit war die Freude bei den Frauen des SV Coburg-Ketschendorf natürlich riesengroß, obwohl man gerne die Saison zu Ende gespielt und auf dem Rasen gefeiert hätte.

Szene aus dem Spitzenspiel SV Coburg-Ketschendorf gegen DJK Don Bosco Bamberg (2:0) mit Laura Wicht (re.) vom Gast und Nina Seiler (li.) vom SVK.
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Nachwuchsteams und Weiterentwicklung


Nun freut man sich zur kommenden Saison auf die Herausforderung Bezirksliga, in der man eine gute Rolle in der oberen Hälfte spielen möchte. Hinter vorgehaltener Hand - noch nicht spruchreif - flüstert man, dass die Bezirksliga noch nicht das "Ende der Fahnenstange" sein soll, was heißt Bezirksober- oder sogar Landesliga wären mittelfristige Ziele. Auch ein Zentrum des Frauenfußballs im Coburger Süden zu errichten, sind Pläne aus Ketschendorfer Sicht, über die nachgedacht wurde. Nicht unerwähnt - daher auch der stetige SVK-Aufwärtstrend - sollte die hervorragende Nachwuchsarbeit der Juniorinnen-Mannschaften bleiben, was der Garant für Weiterentwicklung und Fortbestand beim SVK ist.

Meisterwidmung an Jürgen Scharf

Trotz aller Freude und Glückseligkeit mischt sich am Ende ein trauriger Satz in diese Euphorie. Denn neben dem erfolgreichem Trainerteam sollte ein Name nicht vergessen werden: Jürgen Scharf - welcher neben dem Herrenfußball auch für den Frauenfußball ein Vorreiter war - der zu früh verstorben ist und einen großen Anteil der Erfolge der Ketschendorfer Frauen und Mädchen in den vergangenen Jahren hatte!

Alles Gute zu Meisterschaft und Aufstieg von anpfiff.info!

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Leser-Kommentare

Tabellenplatzierung

Pl.
 
Team
Sp
Tore
Pkt
1
13
47:11
33
2
14
37:17
33
3
13
38:21
29
5
14
34:25
23

Tabellenverlauf


Top-Torschützen


Top-Vorlagengeber


Team in Zahlen

Spiele
13
Spiele gewonnen
11
Spiele unentschieden
0
Spiele verloren
2
:0
Zu-Null-Spiele
7
0:
Spiele ohne eigenen Treffer
1
Tore gesamt
47
Verschiedene Torschützen
9
Eigentore
0
Elfmetertore
3
Gelbe Karten
9
Gelb-rote Karten
1
Rote Karten
0
Eingesetzte Spieler
26
Zuschauer
208
Zuschauerschnitt
34

Torbilanz nach Minuten


Serien

Am längsten ungeschlagen
08.09.2019 - 16.10.2019
6 Sp
18 Pkt
23:5 Tore
Die meisten Siege in Folge
08.09.2019 - 16.10.2019
6 Sp
18 Pkt
23:5 Tore
Zuhause ungeschlagen
seit 19.09.2020
3 Sp
9 Pkt
13:0 Tore
Auswärts ungeschlagen
08.09.2019 - 26.10.2019
5 Sp
15 Pkt
14:6 Tore

Spieler-Bilanz

Keine Daten vorhanden



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