SC Sylvia Ebersdorf 
Bezirksliga Oberfranken West - männlich, Erwachsene - Saison

Artikel veröffentlicht am 17.06.2021 um 06:00 Uhr
Meister Bezirksliga Ofr./West: Tore pflastern ihren Weg
Dass das zweite Jahr eben nur vermeintlich das so oft zitierte verflixte zweite Jahr eines Aufsteigers ist, sollte der SC Sylvia Ebersdorf in der Saison 2019/21 eindrucksvoll beweisen. Die Kurth-Elf siegte sich nach durchwachsenem Start durch die Spielzeit, überflügelte die starke Konkurrenz mit imponierender Konstanz und sicherte sich letztlich verdient die Rückkehr in die Landesliga nach 46 Jahren.
Von Bernd Riemke
SC Sylvia Ebersdorf

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUR MEISTERSCHAFT!

Auch wenn die Entscheidung über Meisterschaft und Aufstieg in der bald zweijährigen Corona-Saison letztlich am grünen Tisch gefallen ist, so legten die Kicker des Vorjahresaufsteigers SC Sylvia Ebersdorf ohne jeden Zweifel eine wahrhaft meisterliche Spielzeit auf den grünen Rasen. Gleichwohl der Start mit nur einem Sieg aus den ersten vier Partien noch ein wenig holprig daherkam, spielte sich der auf etlichen Positionen neu sortierte Mitfavorit mehr und mehr ein, blieb ab dem zehnten Spieltag insgesamt zwölf Partien in Folge ungeschlagen und setzte sich beinahe pünktlich zum Vorrundenende am 14. Spieltag erstmals an die Tabellenspitze. Drei Wochen zuvor betrug der Rückstand auf den Platz an der Sonne noch fünf Zähler, doch einer Serie von acht Siegen bei nur einem einzigen Unentschieden sowie erneut zehn Zählern aus vier Partien nach der ersten Corona-Pause im Herbst 2020 konnte die starke Konkurrenz nicht folgen. Nach 15 Siegen aus 22 Begegnungen waren in der abgebrochenen Spielzeit 2,23 Punkte pro Spiel nach der Quotientenregel die stärkste Ausbeute aller Teams, so dass die Sylvia aus Ebersdorf schlussendlich den TSV Burgebrach noch überflügelte, der zum Zeitpunkt des Abbruches zwar zwei Punkte mehr auf dem Konto, aber eben auch drei Spiele mehr ausgetragen hatte.

Die Statistik beherrscht die überragende Offensive der Sylvia. Dabei darf nicht vergessen werden, dass beim Meister mit Uwe Knauer ebenfalls ein Meister seines Fachs zwischen den Pfosten steht.
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Offense wins Championships

Rein statistisch führte an Ebersdorf auch kein Weg vorbei. Auswärts trat die Elf von Trainer Dieter Kurth richtig stark auf, zu Hause war sie sogar eine Macht. Neun Siege in elf Spielen mit 43 erzielten Treffern vor eigenem Publikum sprechen eine eindeutige Sprache. Überhaupt traf die spielstarke Angriffsreihe im Durchschnitt mehr als dreimal pro Partie und war ligaweit mit 68 Toren unerreicht. Der Herbstmeister, der schon nach Ende der Vorrunde das Tableau anführte, sorgte nicht selten mit seiner geballten Offensivkraft für eine frühe Entscheidung. In der ersten halben Stunde weist die Sylvia eine Bilanz von 23:3 Toren auf, bis zur Halbzeit von 33:7. In mehr als einem Viertel aller Spiele traf Ebersdorf mindestens fünfmal ins gegnerische Schwarze. Gemeinsam mit Kronprinz Burgebrach feierte der Meister 15 Siege – so viele wie kein anderes Team – und ging nur dreimal als Verlierer vom Platz. Das sind Zahlen und Fakten, die eindrucksvoll untermauern, dass der Weg zum Aufstieg in die Landesliga nur über den Sportclub aus Ebersdorf führen konnte.

Der Kurth-Effekt

Der Beinahe-Durchmarsch von der Kreis- in die Landesliga ist untrennbar mit dem Namen Dieter Kurth verbunden. Der 58-Jährige übernahm die Sylvia im Sommer 2017 in der Kreisliga als der ambitionierte Sportclub seine Aufstiegshoffnungen nach einem dritten Platz in der Kreisliga wieder einmal begraben musste. In drei Spielzeiten seines Wirkens holte Kurth mit seinem Team aus ingesamt 82 Spielen beachtliche 52 Siege und verbucht somit einen bärenstarken Schnitt von 2,10 Zählern pro ausgetragenem Spiel. Der Meisterschaft im ersten Kreisligajahr folgte auf Anhieb ein mehr als respektabler vierter Platz und im verflixten zweiten Jahr der Titelgewinn in der Bezirksliga, der die nach mehr als vier Jahrzehnten mit der Rückkehr auf die Verbandsebene verbunden ist.

In den drei Jahren seines Wirkens hat Dieter Kurth bei Sylvia Ebersdorf lediglich 14 seiner 82 Partien verloren, in denen er als verantwortlicher Trainer an der Seitenlinie stand.
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Bewährter Kern...

Der Trainer ist letztlich selbstredend ein Mosaiksteinchen unter vielen, das einen solch nachhaltigen Erfolg möglich macht. In den vergangenen Jahren wurde der Kader des SC Sylvia sukzessive und stets mit Augenmaß sinnvoll verstärkt. Mit Patrick Heidenreich sowie Tobias Pechtold befinden sich zwei Akteure im erlauchten Kreis des Meisters, die, aus der eigenen Jugend kommend, den Weg von der Kreis- bis in die Landesliga mitgegangen sind. Das können auch Routinier Tobias Dalke sowie Bastian Pöche von sich behaupten, die der Mannschaft seit Jahren Struktur verleihen. In einer wertvollen Achse auf dem Platz strahlt Keeper Uwe Knauer nicht weniger Ruhe aus als David Pawellek oder der ebenso erfahrene Jakob Engelmann in den Innenverteidigung, der nicht nur Stabilität gibt, sondern sein Team auch als Kapitän zu führen weiß. Dieser bewährte Stamm, zu dem mit Tayfun Peker auch einer der seit Jahren besten Vorlagengeber gehört, bekam sowohl zu Saisonbeginn im Sommer 2019 wie auch im Zuge der Wechselperioden während der Pandemie adäquate Verstärkungen.

… und starke Zugänge

Insbesondere in der Offensive tummeln sich Hochkaräter ihrer Zunft. Andreas Böhnlein – bereits im Januar 2019 gekommen – sicherte sich in der abgebrochenen Serie nicht nur intern, sondern auch ligaweit (gemeinsam mit Pascal Herbst vom TSV Schammelsdorf) mit 18 Treffern die Torjägerkanone. Er bekam mit Tim Knoch (14 Tore) einen kongenialen Partner an seine Seite. Dieses dynamische Duo erhielt im talentierten Fabian Bergmann eine weitere Rakete auf die Außenbahn gestellt, so dass die Torflut nicht von ungefähr kommt. Bärenstarke neun Tore aus der defensiven Zentrale heraus erzielte Christopher Autsch, der natürlich jede Menge Erfahrung vom VfL Frohnlach mitbrachte und diese auch von Beginn an gewinnbringend einsetzte. Dem Überangebot in der Angriffsreihe fiel vermeintlich Tom Thiel „zum Opfer“, der jedoch kurzerhand stellenweise zum Außenverteidiger mit gehörigem Offensivdrang umfunktioniert wurde und so als ebenfalls seine Rolle im Meisterteam fand. Dass in Tunahan Özer und Maximilian Tranziska zwei Neuzugänge aus unterklassigen Ligen kamen, die jedoch jede Menge Potenzial versprachen und sofort einen Stammplatz ergatterten, spricht Bände. So kristallisierte sich ein in allen Bereichen spielstarkes Team heraus, das rasch lernte, sich auch kämpferisch in der Bezirksliga zu behaupten. Mit durchschnittlich 26,8 Jahren befindet sich die Mannschaft, in der Fabian Bergmann (21), Tunahan Özer (23) und Kaan Atessacan (23) zu den Youngstern zählen, im „besten Alter“ und in jedem Fall gerüstet für die Herausforderung Landesliga.

anpfiff.info gratuliert dem Meister der Bezirksliga Oberfranken West der Saison 2019/21 auf das Herzlichste und wünscht viel sportlichen Erfolg in der Landesliga Nordwest.

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Tabellenplatzierung

Pl.
 
Team
Sp
Tore
Pkt
2
25
52:26
51

Tabellenverlauf


Top-Torschützen


Top-Vorlagengeber


Team in Zahlen

Spiele
22
Spiele gewonnen
15
Spiele unentschieden
4
Spiele verloren
3
:0
Zu-Null-Spiele
9
0:
Spiele ohne eigenen Treffer
0
Tore gesamt
68
Verschiedene Torschützen
13
Eigentore
1
Elfmetertore
12
Gelbe Karten
46
Gelb-rote Karten
3
Rote Karten
1
Eingesetzte Spieler
26
Zuschauer
2122
Zuschauerschnitt
192

Torbilanz nach Minuten


Serien

Am längsten ungeschlagen
14.09.2019 - 03.10.2020
12 Sp
34 Pkt
39:5 Tore
Am längsten ohne Sieg
01.09.2019 - 06.09.2019
2 Sp
1 Pkt
3:5 Tore
20.07.2019 - 28.07.2019
2 Sp
2 Pkt
2:2 Tore
Die meisten Siege in Folge
14.09.2019 - 03.11.2019
8 Sp
24 Pkt
26:2 Tore
Die meisten Remis in Folge
20.07.2019 - 28.07.2019
2 Sp
2 Pkt
2:2 Tore
Zuhause ungeschlagen
seit 17.08.2019
9 Sp
25 Pkt
37:7 Tore
Auswärts ungeschlagen
22.09.2019 - 03.10.2020
5 Sp
15 Pkt
15:0 Tore

Spieler-Bilanz

Keine Daten vorhanden



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