SV Reitsch 
Bezirksoberliga Oberfranken - weiblich, Erwachsene - Saison

Artikel veröffentlicht am 29.06.2021 um 18:00 Uhr
Meister Bezirksoberliga Frauen: Oranjes ungeschlagen zurück in die Landesliga
Einen spannenden Dreikampf lieferten sich bis zum pandemiebedingtem Abbruch in der Frauen-Bezirksoberliga der SV Reitsch, die zweite Vertretung des 1. FFC Hof und die SpVg Eicha. Am Ende - und nach dem umstrittenen Quotientenwert - standen die Frankenwälderinnen in 13 Partien mit zwölf Siegen und nur einem Unentschieden ohne Niederlage mit einem beeindruckenden Torverhältnis von 64:9 Toren ganz oben.
Von Dieter Koch
SV Reitsch

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUR MEISTERSCHAFT!

Einen Auftakt nach Maß in die ungewöhnliche, lang andauernde Saison 2019/2021 hatten die Mädels von Coach Helmut Eckert mit vier klaren Dreiern und dem knappen 1:0-Erfolg in Eicha. Nach dem doch etwas überraschenden 0:0 bei der DJK Teuchatz folgten anschließend wieder sieben gewonnene Spiele, wobei die hohen Auswärtssiege bei der TSG 05 Bamberg (12:0) und dem FC Eintracht Münchberg (7:0) herausragen. Ebenfalls lobenswert: Fünf Zu-Null-Erfolge und auf eigenem Sportgelände blieb man ohne jeglichen Punktverlust. Leider kam es in der Rückrunde nicht mehr zu den Vergleichen gegen Eicha, Hof II und Michelau, was für die Meisterschaft nochmals hätte interessant werden können. Aber egal, diese besondere Spielzeit 2019/2021 ist abgehakt, nun steht als nächstes die Vorbereitung auf die kommende Landesliga-Saison im Fokus.

Nach Bayernliga jetzt wieder Landesligist

Exakt nach zehn Jahren - als man 2010/2011 die Meisterschaft in der Landesliga Nord sich holte und erstmals Bayernliga-Luft schnupperte - haben die Frauen aus dem kleinen Stockheimer Ortsteil wieder Grund zu feiern. Wie gesagt, nach zwei Saisons Bayernliga (2011-2013), vier Jahre von 2013 bis 2017 Landesligist und nun in der dritten Serie in der Bezirksoberliga geht es wieder ein Stufe höher.

Aushängeschild seit vielen Jahren

Der Frauenfußball in Reitsch hat seit 1998 eine langjährige Tradition und ist seit dieser erfolgreichen Zeit über die Kronacher Landkreisgrenzen hinaus bestens bekannt. Es wird viel Wert auf eine gute Ausbildung beim eigenen Nachwuchs im Juniorinnen-Bereich gelegt, damit  vielversprechende Talente hochgezogen werden können.

Die erfolgreichsten Torschützinnen der Bezirksoberliga stellt ebenfalls der Meister und Aufsteiger SV Reitsch. Denn Linda Querfurth (li.) und Sandra Neubauer (re.) teilen sich mit gemeinsam 21 erzielten Goals die Torschützentrophäe.

Helmut Eckert (scheidender Meistertrainer SV Reitsch): "Ich freue mich unheimlich für die Mädels, dass es nach der vorhergehenden Saison nach der Punktgleichheit mit Ebing in dieser doch ungewöhnlichen Saison von 2019 bis 2021 - obwohl wir gerne alle Partien zu Ende gespielt hätten - mit der Meisterschaft und der Rückkehr zur Landesliga geklappt hat. Ich wünsche meinem Nachfolger Stefan Fröba zur neuen Saison alles Gute!"

In zwölf Partien von 13 insgesamt konnten die Mädels des SV Reitsch nach dem Schlusspfiff einen Sieg bejubeln.
anpfiff.info

Das Meisterteam im Selbst-Kurzportrait


Marie-Christin Stöcker: Keepi, teilweise auch als „Kiwi“ bezeichnet, strahlte auf dem Platz immer Ruhe und Gelassenheit aus. Während sie auf ihrem Drahtesel fleißig Kilometer sammelt, hält sich die Anzahl ihrer Gegentreffer in Grenzen, insgesamt musste sie nur neun Mal die Kugel aus dem eigenen Netz holen!

Franziska Neubauer: Franzi kam als Ersatztorhüterin immer wieder zum Einsatz und bewies stets ihre Klasse. Sie macht nicht nur zwischen den Pfosten eine gute Figur, sondern bald auch auf dem Jägerstand!


Anna Schneider: Anna ist die Ruhe in Person und grinst selbst im Vollsprint. Als Kapitänin ist sie auf dem Platz ein absolutes Vorbild und engagiert sich auch außerhalb des Spielfeldes sehr für die Abteilung. Nur leider dauern die Fahrten mit ihr manchmal sehr lange.

Hannah Wich: Hannah, die aufgrund der Namensähnlichkeit wegen Verwechslungen auf dem Plazu zur Vorgängerin Anna -oben - auch liebevoll „Hanni“ genannt wird, war die jüngste Spielerin im Kader, die sich aber sehr schnell bei den Damen eingefunden hat und auch als Vorturnerin bei den Online-Workouts ihrer Mutter glänzte.

Nina Wenzig: Nina kam nach einem Intermezzo beim 1.  FFC Hof zu uns zurück und bereicherte die Mannschaft mit ihrer ruhigen Art. Technisch versiert, bewies sie häufig Risikobereitschaft im Eins-gegen-Eins als letzter Mann und kostete den Trainer so manches graues Haar.

Lisa Eckert: Lisa, die stets versuchte, die Mannschaft mit exotischen Klängen als Kabinen-DJ auf ein Spiel einzustimmen, kam als Kind des Trainers häufig in den Genuss sehr ausführlicher Spielnachbesprechungen. Als Fußballerin bringt sie alle guten Anlagen mit auf den Platz – mitunter auch sehr viel Impulsivität.

Linda Wachter: "Schlinni", vom Trainer als „geborene Auswechselspielerin“ bezeichnet, hat eine enorme Entwicklung hinter sich und ist mittlerweile einer der Säulen der Mannschaft. Mit ihren vier sehenswerten Treffern bewies sie auch Stürmerqualitäten und bringt sich entscheidend die Jugendabteilung ein.

Linda Querfurth: Linda ist unsere Top-Torjägerin und ein klassisches Fußballgenie. Als notorischer Zuspätkommer hat sie nicht nur neben dem Platz immer einen lockeren Spruch auf den Lippen, sondern ließ sich auch im Spiel verbal nicht immer bremsen, weshalb sie uns die eine oder andere Schlussminute fehlte.

Sandra Neubauer: Sandra kam als Torjägerin über die Spielgemeinschaft mit Rothenkirchen zu uns nach Reitsch und hat sich blendend in die Mannschaft integriert. Ihre Schnelligkeit und Dynamik ist absolut sehenswert. Sie steht mit Linda an der Spitze der Torschützenliste.

Kristin Rebhan: Die Zweifachmama zählt immer noch zur athletischen Spitzengruppe der Mannschaft und lief uns selbst als Schwangere noch davon. Auf dem Spielfeld ist die "begnadete" Linksfüßlerin verlässlicher und unermüdlicher Antriebsmotor im Angriff.

Natalie Förtschbeck: "Naddl", die über eine ganze Reihe an Kosenamen verfügt, ist eine flexibel einsetzbare Allzweckwaffe. Egal ob Abwehr oder offensives Mittelfeld, sie erledigt souverän ihre Aufgaben und ist für jeden Spaß zu haben.

Katrin Kittel: "KK" hat von der Stürmerin bis zur Abwehrchefin alle Positionen durchlaufen und zeichnet sich durch ihre herausragenden Freistoßqualitäten aus. Ihre Erfahrung gab sie jahrelang als Trainerin an unsere Jüngsten weiter und man konnte sich in jeder Hinsicht auf sie verlassen.

Janina-M. Pfeiffer: Wahlweise auch „Muddi“ oder „Muddä“ genannt, war sie das Herzstück der Abteilung. Sie hielt nicht nur außerhalb vom Platz alles zusammen, sondern übernahm auch sportlich Verantwortung - sehr zum Leidwesen der Mitspielerinnen, wenn sie bereits zum Aufwärmen in Sprinttempo bat.

Miriam Müller: Bedingt durch ihre Redseligkeit ließ sich Miri Übungen auf dem Training gerne zweimal erklären und forderte regelmäßig ein Sauerstoffzelt. Auf dem Spielfeld gab es kaum ein Vorbeikommen an ihr und "Miri" marschierte trotz Schnappatmung in höchstem Tempo die Linie rauf und runter.

Ann-Christin Adam: "Angi" steht, trotz Bundesliga-Prominenz in der Familie, ihrer Schwester - welche mit Jena den Aufstieg in die Bundesliga schaffte - in nichts nach. Technisch versiert schlägt sie Flanken und Freistöße wie kaum eine andere. Leider muss sie aufgrund einer Verletzung nun schon länger pausieren.

Dorothee Schwarz: "Doro" war als Ersatzspielerin Gold wert, wenn sie mit ihrer Ruhe und Übersicht die Spielgestaltung in die Hand nahm. Aufgrund von Verletzungspech kümmert sie sich inzwischen vor allem um die Verköstigung bei den Heimspielen und bewies als Schiri bei U15-Spielen ihr Können.

Alisa Köhler: "Ali" war für ihre schonungslosen Grätschen bekannt und kämpfte sich in jede Partie. Auch neben dem Platz sorgte sie immer für gute Laune und war als Feierbiest kaum zu bremsen.


Aleyna Karatas: Aleyna flitzte als Außenbahn so manche Linie auf und ab. Ausdauer bewies sie allerdings nicht nur auf dem Platz, sondern auch beim Duschen, wo sie grundsätzlich die letzte war. In Sachen Styling machte ihr eben keiner etwas vor.

Ergänzungsspieler: Zudem gebürt ein großer Dank allen Akteurinnen, die immer für die Mannschaft da waren, wenn mal Not am Mann war. Gerade die Spielerinnen, die aushelfen, wenn es einmal brennt, sind enorm wichtig für eine Truppe. Ohne ihre zuverlässige Unterstützung wäre dieser Erfolg nicht in dieser Form möglich gewesen.

Helmut Eckert: Unser "Helle" ist der Macher des Erfolgs! Er fand zu jeder Zeit die richtigen Worte und war für jeden Spaß zu haben. Nach dem Landesliga–Abstieg 2017 übernahm er die Mannschaft und brachte uns zurück in die Erfolgsspur. Helmut ist einfach ein Super-Typ - an der Seitenlinie und auch menschlich!

anpfiff.info gratuliert hier auf diesem Wege den Frauen des SV Reitsch zur Meisterschaft und Aufstieg und wünscht zur neuen Saison alles Gute!

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Tabellenplatzierung

Pl.
 
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Sp
Tore
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64:9
37
2
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43:8
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3
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27
4
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52:29
24
5
13
23:16
21

Tabellenverlauf


Top-Torschützen


Top-Vorlagengeber


Team in Zahlen

Spiele
13
Spiele gewonnen
12
Spiele unentschieden
1
Spiele verloren
0
:0
Zu-Null-Spiele
6
0:
Spiele ohne eigenen Treffer
1
Tore gesamt
64
Verschiedene Torschützen
13
Eigentore
0
Elfmetertore
2
Gelbe Karten
14
Gelb-rote Karten
2
Rote Karten
0
Eingesetzte Spieler
25
Zuschauer
340
Zuschauerschnitt
48

Torbilanz nach Minuten


Serien

Am längsten ungeschlagen
seit 01.09.2019
13 Sp
37 Pkt
64:9 Tore
Die meisten Siege in Folge
seit 26.10.2019
7 Sp
21 Pkt
40:3 Tore
Zuhause ungeschlagen
seit 07.09.2019
7 Sp
21 Pkt
35:7 Tore
Auswärts ungeschlagen
seit 01.09.2019
6 Sp
16 Pkt
29:2 Tore

Spieler-Bilanz

Spieler
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Übersicht enthält nur Verbandsspiele.



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