FC Eintracht Bamberg 2010 
Bezirksliga Oberfranken West - männlich, Erwachsene - Saison

Artikel veröffentlicht am 17.06.2018 um 06:00 Uhr
Meisterporträt Bezirksliga West: FC Eintracht unantastBA
Innerhalb von drei Spielzeiten ging es für den FC Eintracht Bamberg 2010 ungebremst von der Regional- in die Bezirksliga. Die Wiederauferstehung in der Spielzeit 2017/18 war indes eindrucksvoll. Die Blau-Weiß-Violetten feierten eine imponierende Meisterschaft und kehrten nach nur einer Spielzeit somit umgehend zurück auf Verbandsebene.
Von Bernd Riemke
Meister Bezirksliga 2017/2018 - FC Eintracht Bamberg 2010

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUR MEISTERSCHAFT!

Einer der wichtigsten Mosaiksteinchen war ohne Zweifel die Besetzung des Trainerpostens. Die Verantwortlichen stellten nach den Enttäuschungen der Vorjahre einen Kader zusammen, der getrost unter dem Motto „Neuanfang“ subsumiert werden konnte. Fündig wurde die Vereinsführung hinsichtlich des Coaches bei einem, der völlig unbeleckt in den westoberfränkischen Spielkreis Einzug hielt. Michael Hutzler verdiente sich seine Meriten zuvor in der Bayernliga bei Jahn Forchheim und stellte bei den Mittelfranken eindrucksvoll unter Beweis, wie er ebenso zielstrebig wie behutsam ein Team formen und entwickeln kann. Attribute, die ihn zur Idealbesetzung auf der Trainerbank im Fuchsparkstadion werden ließen. Der 48-Jährige dankte es mit akribischer Arbeit, der notwendigen Demut mit der Rolle des Topfavoriten umzugehen und der gelungenen Mischung, die er seinen Akteuren einimpfte: Selbstvertrauen ohne Überheblichkeit!

Furiose Vorrunde

Den Grundstein legten die „Fantastic Domstädter“ mit einer imponierenden Vorrunde, in der das auf etlichen Positionen neu formierte Team förmlich durch die Liga spazierte. Am 3. Spieltag kristallisierte sich der TSV Schammelsdorf bei der 1:3-Heimniederlage des FCE zwar zum kommenden Angstgegner heraus (auch das Rückspiel ging für den Ligaprimus 1:2 verloren), doch gerade diese Pleite stellte den Ausgangspunkt für eine Serie von 13 ungeschlagenen Partien dar, die den FCE nicht nur zum tabellarischen Herbstmeister machte, sondern bei einem Vorsprung zur Saisonhalbzeit von neun Zählern auf die zu diesem Zeitpunkt weit entfernte Konkurrenz, sondern vor allem zu der Mannschaft, die das Maß aller Dinge bleiben sollte. In jener Phase von zwölf Siegen, die nur durch das 0:0 beim SV Dörfleins – dem einzigen Spiel der gesamten Saison ohne eigenen Torerfolg - „unterbrochen“ wurde, baute Bamberg den Vorsprung an der Tabellenspitze sukzessive aus. Am 6. Spieltag übernahmen die Domreiter nach einem 3:0 gegen SV Merkendorf die Ligaspitze und beherrschten die Konkurrenten fortan beinahe nach Belieben. Der spätere Vize FC Coburg blieb im Fuchsparkstadion beim 1:3 ebenso chancenlos wie der zu diesem Zeitpunkt in der Verfolgerrolle platzierte FC Mitwitz, der mit sage und schreibe 8:2 aus dem weiten Rund geschossen wurde.

Da geht's lang! Michael Hutzler zeigte dem Team den Weg in Richtung Meisterschaft.
anpfiff.info

Der Meister ist fast unschlagBA

Mit einem Vorsprung von acht Zählern und einer bis dahin ausgeübten Dominanz, die den Verfolgern jegliche Aussicht zu rauben schien, den Spitzenreiter überhaupt noch einholen zu können, ging der FC Eintracht in die zweite Saisonhälfte. In dieser untermauerte der spätere Meister, dass auch der Unterbau stimmt. Obwohl sich im Frühjahr beinahe die halbe Startformation auf Südamerika-Reise mit der Universität befand, fing das Schiff des Überfliegers nicht an zu schlingern. Beim direkten Verfolger FC Coburg setzte es zwar eine 1:3-Schlappe und im späteren Verlauf eine weitere Niederlage beim 1:2 in Mitwitz, doch am letzten Spieltag krönte sich der Vorjahresabsteiger zum Meister und direkten Wiederaufsteiger – mit einem 10:0 über SV Bosporus Coburg; standesgemäß dem höchsten Saisonsieg! So ging der FC Eintracht 2010 mit sagenhaften 72 Zählern und einem Torverhältnis von 118:33 über die Ziellinie. Während in der Defensive zwölfmal die Null stand, traf die Angriffsreihe beinahe nach Belieben. Mit 3,9 Treffern im Durchschnitt pro Partie konnte sich der Offensivfußball zelebrierende Meister das ein oder andere Gegentor erlauben. So lieferte sich der FCE unter anderem beim 5:5 gegen SV Merkendorf einen offenen Schlagabtausch und holte dabei ebenso einen zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Rückstand auf wie beim 5:4-Spektakel in Lettenreuth, als die Blau-Weiß-Violetten in den Schlussminuten eine verloren geglaubte Partie drehten. Apropos fünf: In nicht weniger als 13 Spielen traf die Abteilung Attacke fünfmal oder häufiger – das sind unerreichBAre Superlative.

UneinholBA

Den Monsteranteil daran hatte zweifelsohne Maximilian Großmann mit 37 Treffern, der eine Saison spielte, die einfach nicht zu toppen war. Der Kapitän ging voran und die insgesamt 27 eingesetzten Spieler folgten ihm. Von Dribblern wie Stanimir Bugar bis zu Sprintern wie Tobias Linz. Von Knippsern wie dem Spielführer himself bis zur Top-Security in der Innenverteidigung um Abwehrchef Maximilian Vetter. Von Youngstern wie Pascal Nögel oder Patrick Görtler (der bis zu seinem verletzungsbedingten Ausfall eine herausragende Serie spielte) bis zu Team-Oldies wie Christian Ott oder Thomas Görtler, um nicht Einwechselkönig Simon Bube zu vergessen, der vierzehn Mal von der Bank kam, sich dabei aber zum Top-Joker entwickelte und mit insgesamt sechs Treffern mannschaftsintern zu den fünf besten Schützen zählt. Sie alle fügten sich nahtlos in ihre Rollen – zum Wohle der Mannschaft und dem Erfolg untergeordnet. Dass es neben Maximilian Großmann mit Mittelfelddenker Marc Reischmann, Defensiventdeckung Felix Popp, Vorlagenkönig Lukas Schmittschmitt und Flügelflitzer Tobias Linz vier weitere FCEler in die von den Trainer gewählte anpfiff.info Top-Elf der Bezirksliga schafften, unterstreicht die Vormachtstellung, die der Meister innehatte. Popp war dabei einer von drei externen Neuen, die sich als wahre Glücksgriffe herausstellten. Neben ihm kamen von Stadtrivale DJK Don Bosco Marco Schmitt und Christos Makrigiannis und gaben mit ihrer Erfahrung dem jungen Team den nötigen Halt. Der Stamm des FC Eintracht brachte es in der Meistersaison auf ein Durchschnittsalter von gerade einmal 23 Jahren, wobei zwischen den Pfosten einer stand, den zu Saisonbeginn wohl kaum einer auf der Rechnung hatte. Fabian Dellermann aus der eigenen U19 beerbte nach dem 4. Spieltag den bis dato etatmäßigen Keeper Matthias Kühhorn und ließ sich fortan nicht mehr aus dem Kasten verdrängen. Der 20-jährige Schlussmann reiht sich damit ein in die Gilde derer, die dem eigenen Nachwuchsprogramm entstammen und die sportliche Zukunft des FCEB prägen sollen.

AufsteigBA! Der FC Eintracht 2010 ist zurück in der Landesliga!
anpfiff.info

Am Ende wunderBA

In der Saison 2017/18 begann die Erfolgsgeschichte mit dem Gewinn der Stadtmeisterschaft am 9. Juli und führte über den Kreispokalsieg am 1. Mai mit einem 6:1 über den SV Weidenberg zur Bezirksligameisterschaft durch ein 10:0 am letzten Spieltag über den SV Bosporus Coburg am 19. Mai. anpfiff.info gratuliert dem Triple-Gewinner FC Eintracht Bamberg auf das Herzlichste!

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Leser-Kommentare

Tabellenplatzierung

Pl.
 
Team
Sp
Tore
Pkt
1
30
118:33
72
2
30
98:33
71
3
30
68:60
55

Tabellenverlauf


Top-Torschützen


Top-Vorlagengeber


Team in Zahlen

Spiele
30
Spiele gewonnen
23
Spiele unentschieden
3
Spiele verloren
4
:0
Zu-Null-Spiele
12
0:
Spiele ohne eigenen Treffer
1
Tore gesamt
118
Verschiedene Torschützen
18
Eigentore
1
Elfmetertore
6
Gelbe Karten
53
Gelb-rote Karten
2
Rote Karten
2
Eingesetzte Spieler
27
Zuschauer
4513
Zuschauerschnitt
300

Torbilanz nach Minuten


Serien

Am längsten ungeschlagen
05.08.2017 - 22.10.2017
13 Sp
37 Pkt
58:12 Tore
Am längsten ohne Sieg
17.03.2018 - 24.03.2018
2 Sp
1 Pkt
6:8 Tore
Die meisten Siege in Folge
23.09.2017 - 22.10.2017
6 Sp
18 Pkt
32:6 Tore
05.08.2017 - 09.09.2017
6 Sp
18 Pkt
26:6 Tore
Zuhause ungeschlagen
seit 12.08.2017
13 Sp
35 Pkt
61:13 Tore
Auswärts ungeschlagen
27.07.2017 - 22.10.2017
8 Sp
22 Pkt
29:7 Tore

Spieler-Bilanz

Spieler
17
6
2
14
2
-
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-
2,5
17
3
-
12
5
3
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1
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-
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1
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3
1
-
2
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-
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4
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6
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2,7
27
37
4
-
5
2
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9
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5
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5
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1
2,4
2
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-
1
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2,4
Übersicht enthält nur Verbandsspiele.



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