SpVgg Selb 13 
Kreisliga Süd - männlich, Erwachsene - Saison

Artikel vom 19.06.2017
Meisterportrait SpVgg Selb 13: Titelgeschenk für den scheidenden Trainer
Es war wohl die größte Freude, die seine Schützlinge ihm machen konnten. Nach seinem achten und vorläufig letzten Trainerjahr bei den Dreizehnern verabschiedete sich "Samy" mit der Meisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksliga. Beeindruckend dabei, wie klar man sich von der Konkurrenz abheben konnte.  
von Hans-Jürgen Wunder
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUR MEISTERSCHAFT!

Natürlich hofften die Selber vor der Saison auf eine Fortsetzung der guten Entwicklung. In der Abstiegssaison 2014 hatte Stefan Rogler wieder das Traineramt übernommen, den Fall in die Kreisliga aber nicht verhindern können und danach Aufbauarbeit betrieben. Dabei war das Wort "Aufstieg" zunächst ein Tabu und der siebte Tabellenplatz nach dem Neuanfang durchaus keine Enttäuschung. Bereits 2015/16 wollte man aber schon oben ranschnuppern. Immerhin gab es aber mit dem TSV Thiersheim einen klaren Aufstiegskandidaten, den es aber zu ärgern galt. Mit dem 3:0-Heimsieg gegen die Pribyl-Elf in der letzten Saison machten es die Dreizehner an der Spitze dann sogar noch etwas spannend, auch wenn ihnen am Ende etwas die Luft ausging und sie mit einem undankbaren 3. Platz vorlieb nehmen mussten. Doch das war kein schlechtes Sprungbrett, um höhere Ziele anzugreifen. "Dass es im letzten Jahr nicht mit dem Aufstieg geklappt hatte, haben wir uns selbst zuzuschreiben. Auch wenn wir jetzt einen neuen Anlauf nehmen, dieses Ziel zu erreichen, bauen wir sicher keinen Druck auf, sondern wollen einfach versuchen, vorne mit drin zu bleiben. Was dabei rauskommt, wird man sehen", umschreibt der Selber Spielführer Sacha Jülke seine Sichtweise vor der letzten Saison.

Nur ein Spiel verpasst: Bernhard Zucker hat die Meistersaison fast komplett durchgezogen.
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SpVgg-Coach muss selbst ran

"Du hast gerade zu Saisonbeginn deine Urlauber, die das schon lange angekündigt haben. Dazu kommen dann noch die Leute, die kurzfristig zu irgendwelchen Festivals fahren. Das ist dann natürlich richtig ärgerlich, denn wenn einem am Wochenende 14 Spieler für zwei Mannschaften fehlen, dann kannst du das einfach nicht kompensieren", murrte Rogler zu Saisonbeginn. Zwar war die Meisterschaft, zumindest offiziell, nicht das erklärte Ziel des ehemaligen Bezirksligisten. Doch insgeheim hatte man sich sicher Chancen auf den Titel ausgerechnet - selbst wenn der ASV Wunsiedel ebenfalls hoch gehandelt wurde. Nach zwei klaren Siegen zum Auftakt gegen Steinmühle und Schwarzenbach trübte sich die Stimmung allerdings deutlich ein. Der 2:1-Arbeitssieg gegen den VfB Arzberg sorgte vorerst noch für schönes Wetter. Doch schon in Kondrau gab es eine Woche später erste lange Gesichter. Gegen die kampfstarken Oberpfälzer kassierte man beim 2:3 den ersten Dämpfer und der zweite sollte schnell folgen. "Ohne dem Gegner zu nahe treten zu wollen. Aber wenn wir in dieser Begegnung komplett gewesen wären, hätten wir das Spiel nie verloren", bilanzierte Stefan Rogler nach der 0:2-Pleite gegen Kirchenlamitz. Und er musste es wissen, denn im zweiten Abschnitt durfte der 53-Jährige selbst ran - so groß war die Personalnot. Doch die Porzellanstädter fingen sich nach den beiden Pleiten schnell wieder. Das konnte bereits Marktleuthen eine Woche später zur Kenntnis nehmen und bis zur Winterpause verloren die Porzellanstädter keine Partie mehr. Dabei dürfte der 2:0-Erfolg gegen Mitkonkurrenten ASV Wunsiedel den Glauben gestärkt haben, dass man es packen kann. "Wunsiedel war zu dem Zeitpunkt, als sie bei uns antraten, noch ungeschlagen. Da waren natürlich alle Jungs von uns richtig heiß", berichtet Kapitän Jülke vom ersten Spitzentreffen.

Meister seines Faches: Keeper Thomas Smrha holt auch schon einmal einen Unmöglichen raus.
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Beständigkeit als großer Trumpf


Bereits in der Hinrunde war die SpVgg-Mannschaft weiter zusammengewachsen. Neuzugang Sven Ries etwa hat gleich bombig eingeschlagen. "Er ist ein absoluter Glücksgriff, ein absoluter Teamplayer und würde wohl auch noch auf der Torlinie quer legen. Zudem arbeitet er richtig stark und intensiv - das gefällt mir sehr gut", lobte der Übungsleiter. Dabei weicht es eher von der SpVgg-Linie ab, sich mit externen Kickern zu verstärken. Denn man baut intensiv auf den eigenen Nachwuchs und mit Anil Simsek, Marco Thumser oder Michael Fritsch haben schon drei Youngster beim Aufschwung kräftig mitgeholfen. "Wir haben ja mit Michael Fritsch einen Nachwuchsmann dazu bekommen, der sich in der Innenverteidigung klasse mit Matej Zila ergänzt. Die beiden machen hinten einen ausgezeichneten Job", lobte er die Harmonie zwischen Jung und Alt. Trotzdem war der Selber Coach nach der Winterpause weit davon entfernt, abzuheben. Auch drei Siege in Folge waren da nicht geeignet, ihn euphorisch zu stimmen. "Das Spiel gegen Marktleuthen müssen wir eigentlich verlieren. Da haben wir über 90 Minuten nichts angeboten. Aber derzeit sind wir eben gnadenlos effektiv", meinte er achselzuckend. Und das sollte sich weiter fortsetzen. Beim knappen 1:0-Sieg gegen Schlusslicht Fuchsmühl bekleckerte man sich zwar nicht mit Ruhm, aber es war schwer bis unmöglich, den Spitzenreiter zu schlagen. Selbst in Kirchenlamitz holte man, dank eines späten Treffers von David Diener, ein 1:1-Unentschieden und langsam trennte sich das Spreu vom Weizen an der Tabellenspitze.

Traumhafte Saison für Sven Ries: Dem ehemalige Martinsreuther gelangen 12 Saisontreffer.
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Spektakuläres Meisterschaftsspiel

Nachdem Hauptverfolger ASV Wunsiedel nach der Winterpause in eine handfeste Krise schlitterte, war für die Rogler-Schützlinge plötzlich die Bahn frei, sich vorzeitig in Waldershof den Titel zu sichern. Allerdings spannten die Selber ihren mitgereisten Anhang samt gekühlter Sektflaschen böse auf die Folter. Zur Halbzeit lag man bereits mit 1:3 zurück und nach einem weiteren Treffer kurz nach Wiederanpfiff schien der Spitzenreiter die Meisterfeier vertagen zu müssen. Doch dann verwandelte sich der gekränkte Stolz in brennenden Ehrgeiz und unbändige Energie. Innerhalb  von zehn Minuten holte man zwei Tore auf und ließ sich auch vom 3:5 nicht beeindrucken. Am Ende gelang Antonio Giunta zehn Minute vor dem Ende der 5:5-Ausgleich, der zum Titelgewinn reichen sollte. Und wieder einmal zeigte sich anschließend, dass die Meisterschaften nach hartem Kampf den größten Jubel hervorrufen. 

Sie haben es sich verdient: Die Dreizehner wussten die Meisterschaft auch entsprechend zu feiern.
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Tabellenplatzierung

Pl.
Team
Sp
Tore
Dif.
Pkt
1
30
82
:
32
50
71
2
30
88
:
35
53
60
3
30
104
:
48
56
56
4
30
78
:
40
38
54
5
30
82
:
48
34
52

Tabellenverlauf


Top-Torschützen

(22|0|11)
(26|0|1)
6

Top-Vorlagengeber


Team in Zahlen

Spiele
30
Spiele gewonnen
22
Spiele unentschieden
5
Spiele verloren
3
:0
Zu-Null-Spiele
12
0:
Spiele ohne eigenen Treffer
3
Tore gesamt
82
Verschiedene Torschützen
16
Eigentore
3
Elfmetertore
3
Gelbe Karten
54
Gelb-rote Karten
2
Rote Karten
1
Eingesetzte Spieler
29
Zuschauer
1345
Zuschauerschnitt
89

Torbilanz nach Minuten


Serien

Am längsten ungeschlagen
20.08.2016 - 17.04.2017
20 Sp
52 Pkt
53:12 Tore
Am längsten ohne Sieg
07.08.2016 - 14.08.2016
2 Sp
0 Pkt
2:5 Tore
Die meisten Siege in Folge
06.11.2016 - 09.04.2017
6 Sp
18 Pkt
19:3 Tore
Meiste Niederlagen in Folge
07.08.2016 - 14.08.2016
2 Sp
0 Pkt
2:5 Tore
Zuhause ungeschlagen
28.08.2016 - 14.05.2017
12 Sp
34 Pkt
39:10 Tore
Auswärts ungeschlagen
20.08.2016 - 13.04.2017
10 Sp
24 Pkt
20:5 Tore

Spieler-Bilanz

Spieler
3
-
-
3
R
-
-
-
2,9
26
2
5
2
R
5
-
1
2,5
16
7
2
6
R
1
-
-
2,6
1
-
-
1
R
-
-
-
-
28
-
-
2
R
6
-
-
2,7
26
6
1
-
R
3
-
-
2,5
17
3
1
2
R
1
-
-
3,1
25
9
5
-
R
4
-
-
2,4
1
-
-
1
R
-
-
-
-
19
4
-
3
R
1
1
-
2,6
20
4
1
5
R
1
-
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6
-
1
6
R
-
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-
2,4
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2
R
1
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-
3
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-
3
R
1
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R
-
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-
1
-
-
-
R
-
-
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28
2
2
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R
8
1
-
2,7
5
-
-
3
R
-
-
-
3,2
22
12
11
1
R
1
-
-
2,2
1
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2,6
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1
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8
R
3
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-
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2
13
R
-
-
-
2,9
26
-
-
-
R
2
-
-
1,8
17
1
1
6
R
2
-
-
3,0
10
2
-
2
R
-
-
-
2,8
27
5
-
-
R
7
-
-
2,1
29
14
-
-
R
6
-
-
2,5
Übersicht enthält nur Verbandsspiele.


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