SV Würgau 
Kreisliga 1 Bamberg - männlich, Erwachsene - Saison

Artikel vom 18.06.2017
Meisterporträt SV Würgau: „Das sind meine Meisterjungs!“
Abmarsch in Richtung Bezirksliga heißt es in der kommenden Runde für den SV Würgau. Ein wenig überraschend, aber sehr souverän holte die Mannschaft von Stefan Sperber den Titel in der Kreisliga. Der Erfolg eines Kollektivs, das über die Jahre gewachsen ist. Für anpfiff.info stellt Stefan Sperber, der einen Teil des Teams schon in der U19 coachte, seine Meisterjungs exklusiv vor.
von Marco Heumann
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUR MEISTERSCHAFT!
SV Würgau

Dieter Göller: Er hat zwar keinen Einsatz in der Ersten als Spieler, aber als Teil des Coach-Teams und Trainer der Zweiten auch seinen Anteil am diesjährigen Erfolg. Die letzten Wochen konnte er sich beruflich nicht mehr so einbinden und hat uns natürlich gefehlt, denn einen Typen wie ihn gibt es kein zweites Mal. Er hat eine gute Auffassungsgabe und ein Gespür für die Situation und trifft darauf aufbauend gute Entscheidungen als Trainer und auch im Allgemeinen außerhalb des Platzes. Zur neuen Saison übernimmt er das Traineramt in Kleukheim, für das ich ihm persönlich allen Erfolg wünsche. Kleukeim darf sich auf einen guten Trainer freuen, der bei seiner neuen Station vor allem einen großen Bierdeckel braucht, wenn wir Würgauer zu Besuch kommen. Ich hoffe, er lässt sich in Würgau weiterhin blicken, denn als Freund wird er fehlen und vor allem als Kanone beim Feiern!

Norbert Hartmann: Nobbi ist auch kein Spieler, aber der Mann für alles in Würgau. Er ist eigentlich immer da und einfach einer, der mit anpackt. Für die Erste fungiert er als Betreuer und bleibt natürlich oft unerwähnt und Leistungen wie seine werden viel zu oft als selbstverständlich wahrgenommen. Sie sind es aber nicht, eher im Gegenteil. Wenn jemand immer da ist und selbstlos seinen Job macht, vor allem den Job der Spielvorbereitung, also Bälle, Getränke, Eis und und und – dann sind es diese Menschen, die einen nicht messbaren, aber enorm großen Anteil am Erfolg einer Mannschaft beziehungsweise Gemeinschaft haben. Von daher sei es ihm auch verziehen, wenn er gern mal motzt, was er übrigens gut kann (lacht) - vor allem an der Seitenlinie. Denn jemand wie er hat sich dieses Recht durch seine Arbeit auch verdient.

Die „Oldies“ Oliver Weber, Norbert Zeck und Thorsten Barth

Die Oldies in unseren Reihen. Unglaublich, dass ich mit Oli und Bazzo selbst noch gekickt habe und Sie noch immer auf dem Platz rumrennen und dabei auch noch eine gute Figur abgeben, vor allem im Gegensatz zu mir.

Oliver Weber: Oli ist übrigens „Schuld“, dass ich nach Würgau kam. Er hat mich damals in seiner Rolle als Spielleiter als Trainer verpflichtet. Ich hoffe mal, er bereut es nicht (grinst). Auch wenn er seinen Posten jetzt abgegeben hat, wird sein Wort immer Gewicht haben und sein Tun entscheidend sein für den SVW. Als Spieler ist er einfach der Inbegriff für einen Kämpfer. Er läuft primär, aus eigenem Wunsch, in der Zweiten auf, zum Glück für viele Spieler in der Ersten. Denn dem einen oder anderen würde er immer noch Konkurrenz machen. Er ist nach wie vor topfit und leitet gerne mal, sehr zur Freude des Teams, die eine oder andere Fitness-Einheit.

Norbert Zeck: Zecko hat das Amt des Spielleiters von Oli Weber übernommen. Eine Aufgabe, für die er wie geschaffen ist. Als „Lichtgestalt“ –  ich befürchte diese Bezeichnung ist nicht nur ein vereinsinterner Lacher – im Bamberger Fußballraum ist er bestens vernetzt. Mit seiner offenen und ehrlichen Art, gepaart mit seinen linguistischen Fähigkeiten – wer einmal eine Spielersitzung mitgemacht hat, weiß was Sache ist – ist er der Dreh- und Angelpunkt um die Mannschaft und das perfekte Bindeglied zwischen Mannschaft und Trainer beziehungsweise Verein. Ein Top-Motivator, der an einem Spieltag mehr als nur 100 Prozent gibt und von dem man immer „Spannung“ erwarten kann (lacht). Für mich der ideale Partner an der Seitenlinie, mit dem ich mich 100prozentig ergänzen kann und dem ich von daher einen großen Anteil am Erfolg attestiere und ihm gar nicht genug danken kann.

Thorsten Barth: Bazzo coached mit mir zusammen die Truppe und hat die zweite Mannschaft mit Dieter Göller in der Verantwortung. Er trägt als Coach einen riesigen Anteil am diesjährigen Erfolg der ersten Mannschaft. Mit ihm zusammenzuarbeiten, ist einfach nur gut. Auf ihn ist 100prozentig Verlass, er ist loyal und hat eine Einstellung von der sich viele noch eine Menge abschneiden können. Diese Eigenschaften machen ihn auch nach wie vor zu einem Leistungsträger in der Zweiten. Als es bei uns personell knapp wurde, hat er sofort in der Ersten ausgeholfen und auch gleich ein Tor gemacht. Daraufhin war er gleich verletzt, denn auch die Härtesten werden älter und deswegen konnte ich nur noch einen weiteren Einsatz im letzten Spiel verantworten, was er mir hoffentlich irgendwann verzeiht (grinst). Denn sonst hätte er mir, bei einer erneuten Verletzung, als Coach einfach unersetzbar gefehlt. Ein Instinktfußballer und Straßenfußballer der alten Schule und vor allem, zum Beispiel, wenn er beim Trainingsspiel in der Verlierermannschaft ist und dann erst so richtig heiß läuft,  ein Vorbild für die nächste Generation Würgauer Fußballer.

Stefan Krapp: Stefan ist ein guter Kicker und eine feste Größe in unserer Zweiten. Schon in der Jugend war er einer, der Spiele gestalten kann. Leider hat er einen stressigen Job, weswegen er nicht durchgängig trainieren kann. Natürlich nur deswegen (lacht). Das Zeug zum Stammspieler in der Ersten hätte er! Ich bin auf jeden Fall froh, auf einen Typ wie ihn zurückgreifen zu können, denn er kann schon ein Bällchen spielen, der Herr Krapp.



Niklas Pauer, Lukas Fritsche und Johannes Lindner: Die wenigsten Spieler der Würgauer Ersten kommen aus der Jugend raus oder wechseln nach Würgau und sind sofort in der Ersten. Die meisten wurden in der Zweiten ausgebildet und so an den Herrenbereich herangeführt. Das hat in Würgau seit vielen Jahren Tradition und nur so kann es funktionieren. Aktuell können sich die Jungen an Spielern wie Barth, Voll und Weber, die diesen Weg selbst vor „laanngeerr Zeit“ gegangen sind, orientieren und wachsen, bis diese dann auch irgendwann den Sprung in die Erste schaffen. Alle drei stellen für mich die nächste Generation der Würgauer Fußballer dar, die irgendwann die Farben des Vereins im Trikot der ersten Mannschaft vertreten werden. Das Zeug dazu haben sie und wann immer es mir möglich ist, werde ich sie einsetzen und so gut fördern wie es geht.

Andre Schubert: Letztes Jahr von Hollfeld zu uns gewechselt und sofort bei uns angekommen. Einer, den man nur gerne haben kann, da er bescheiden ist, obwohl er schwer was auf dem Kasten hat, nicht nur als Fußballer. Wurde er im letzten Jahr sofort zum Stammspieler, so hat er sich dieses Jahr leider am fünften Spieltag schwer verletzt und konnte auf dem Feld nicht mehr mitwirken. Das „Positive“ an seiner Verletzung war, dass er die Idealbesetzung als „Meisterschafts-Anhänger-Fahrt-Manager“ war und hier ebenso viel Talent beweisen hat wie als Fußballer. Ich freue mich sehr, wenn er im Sommer wieder anfängt und ich traue ihm zu, sehr schnell wieder zu alter Stärke zu finden, worauf ich mich schon sehr freue.

Christian Doppernas: Einer aus der Kategorie Weber, Voll und Barth. Einfach eine Würgauer Legende. Letztes Jahr in die Fußballer-Rente gegangen, hat er sich für seine Würgauer für die letzten Spiele bereiterklärt nochmal anzugreifen und fit gemacht, um in der Personalnot zu helfen. Unvergessen das Bild, welches die Jungs geschossen und in den Chat gestellt haben, als er bei seinem ersten Training ankam und mit großen Lächeln und geschulterter Sporttasche zum Vereinsheim lief. Das Bild würde ich betiteln als „Der König kommt zurück“ und genauso ist er auch dafür gefeiert worden im Chat und in den letzten Wochen der Saison. Zwar ist ihm leider kein Tor gelungen, obwohl wir den Torschrei oft auf der Zunge hatten, aber alleine durch seine Anwesenheit, lockere und positive Art hatte er noch einmal einen großen Anteil daran, dass wir es am Ende geschafft haben. Für mich als Trainer einfach eine Ehre, so jemand coachen zu dürfen und ich hoffe er verschiebt die Rente jetzt doch noch einmal.

Daniel Schütz: Daniel ist für mich ein besonderer Fall. Kennen tun wir uns seit fast 20 Jahren, denn damals hatte ich ihn schon als Jugendspieler. In der Zeit als wir „getrennte“ Wege gingen, haben wir stets den Kontakt gehalten und es entwickelte sich eine Freundschaft. Als Fußballer sind seine Qualitäten natürlich über Würgau hinaus bekannt, nicht umsonst nannte ich ihn im Winter noch den „Kopf unserer Mannschaft“. Der seltene Typ eines Spielmachers, der ein Gefühl für das Momentum in einem Spiel hat und oft den einleitenden Pass vor dem letzten Pass spielt. Legendär auch seine Fähigkeiten als Fernschütze, vor allem im Spiel in Burgebrach, die den Ball wohl heute noch suchen (lacht). Dass wir in der Winterpause Tabellenführer waren, lag nicht zuletzt auch viel an ihm. In der Rückrunde wurde er nach seiner Verletzung schmerzlich vermisst. Ich glaube fest daran, dass er in der Bezirksliga noch einmal angreift!

Fabian Neuß: Fabian ist ja einer der Würgauer Jungs, mit denen ich schon in der A-Jugend Meister wurde und von daher ist da schon eine besondere Verbindung zwischen uns. Auch nach dieser Zeit hielten wir immer Kontakt und so schloss sich vor der Saison, als er nach schwerer Verletzung als Königstransfer zu uns kam, der Kreis. Sein Wechsel zu uns zurück löste schon eine Art Aufbruchsstimmung vor der Saison aus. Obwohl er auf Grund seiner Verletzung nur wenig in der Vorrunde eingreifen konnte, so war allein die Tatsache, ihn zurückzuhaben ein Gewinn, genau wie er eine Bereicherung für uns war, als der Mensch, der er ist. In der Rückrunde war es aber dann soweit und er konnte den Verlust von Daniel Schütz ausgleichen und jedem zeigen, was er drauf hat und das ist eine Menge! Er ist noch nicht wieder bei 100 Prozent, aber ich bin mir sicher, dass sich dies zur neuen Saison ändert und er entscheidend dafür sein wird, dass wir schnell in der Bezirksliga ankommen und konkurrenzfähig werden.

Patrick Linz: Pati ist einer, den du brauchst, um Erfolg zu haben. Er will spielen und das zeigt er im Training. Da kann es dann schon einmal passieren, dass er im Training einen aus dem Weg räumt oder mal das eine oder andere Trikot dran glauben muss. Tolles taktisches Verständnis, gute Technik und ein „Look“ für die Situation zeichnen ihn als Fußballer aus. Er wechselt ja als Trainer nach Freienfels und ich wünsch ihm von ganzem Herzen alles Gute. Ich werde ihm auf jeden Fall nie vergessen, dass er dieses Jahr alles dafür gegeben hat, um als Stammspieler zu spielen und dadurch für den nötigen Druck im Training gesorgt hat, den du brauchst, um Erfolg zu haben. Schafft er es diesen Ehrgeiz auch nur zu einem Bruchteil an seine künftigen Spieler zu vermitteln, wird er als Trainer eine richtig gute Karriere machen. Ich bin davon überzeugt!

Marius Hemmer: Auch einer meiner Jungs aus der damaligen A-Jugend. Ich kann mich noch gut erinnern, wie er mich mal eine Stunde vor dem Spiel anrief und meinte „Trainer ich kann nicht kommen, ich habe wohl einen Kreuzbandriss“. Das war keine seiner cleversten Ausreden und meine Antwort hätte kein Handy gebraucht, um sie in Burglesau zu hören (lacht). An das Spiel kann ich mich nicht erinnern, aber sehr gut daran, dass er in der zweiten Halbzeit raus wollte und ich natürlich einen Teufel getan habe und ihn nicht auswechselte. Ich musste dieses Jahr an diese Geschichte denken, als er mich kurz vor Start in die Rückrunde anrief und meinte „Coach, ich kann die nächste Zeit nicht trainieren und spielen. Ich muss einen ,Fluxkompensator‘ (oder so was ähnliches) für meine Abschlussarbeit bauen und ich habe noch ein Problem mit irgendeiner Spannung.“ Der Unterschied zu damals, auch wenn dies nach einer echt guten Ausrede klang, diesmal wusste ich, dass es stimmt. Bei Marius hat es diese Saison klick gemacht und er hat den nötigen Ehrgeiz entwickelt, um Stammspieler in der Ersten zu werden, denn am Talent hat es ihm noch nie gefehlt. Ich freue mich sehr für ihn, dass er dies geschafft hat und jetzt die Erfahrung machen durfte, wie viel  Wertschätzung er jetzt für seine Leistungen von allen erhält.

Michael Raub: Ach Gott der Herr Raub, den ich gerne „Nagel zu meinem Sarg“ nenne. Ein Straßenfußballer, der es hasst, in taktische Vorgaben und zu einer Ordnung gezwungen zu werden. Ein unglaublich guter Fußballer, der in einem Spiel den Unterschied macht, du ihn aber in einem anderen Spiel nach fünf Minuten auswechseln müsstest (schmunzelt), es aber nicht kannst, weil es kann ja noch dieser eine Moment kommen in dem er alles wieder gut macht, selbst wenn er es 89 Minuten vorher „verbockt“ hat. Einer, der dich im Training unter der Woche zur Weißglut bringen kann, aber am dich Wochenende zum Sieg schießt. Würgau kann froh sein, so einen Ausnahmefußballer und tollen Menschen zu haben, ich bin es auf jeden Fall und möchte ihn nicht missen müssen, auch wenn ich froh bin, dass es dieses Unikat nur einmal gibt (lacht).

 
Daniel Kestler: Daniel ist nicht wegzudenken aus unserem Spiel. Ein echter Stoßstürmer, den ich in meinem System brauche und denn ich nur schwer ersetzen kann. Er schafft Räume oder zieht die Aufmerksamkeit an sich, wodurch andere erst in Szene gesetzt werden können. Lässt man ihn einmal „außer Acht“, dann ist er sofort brandgefährlich. Ein richtig Guter! Vom Typ her, einer von dem man sagt, er hat Charakter. Ich bin froh, dass wir Zwei uns verstehen, auch wenn manchmal etwas ist,  was ihm nicht passt. Aber auch das gehört zu ihm und macht ihn u dem Menschen und Fußballer, der er ist, einfach ein guter. Froh bin ich natürlich auch, dass er zudem noch mein Nachbar ist und ich so das eine oder andere Mal spontan, weil ich „zufällig“ vorbei gelaufen bin, zum Grillen eingeladen werde (lacht). Für Daniel wünsche ich mir, dass wir Zwei uns immer wieder einig werden, er nächstes Jahr richtig Bock auf die Bezirksliga hat und er dadurch für noch mehr Furore sorgt.

Jonas Hemmer: Der mittlere der Hemmer Brüder, die es alle drei zusammen geschafft haben, dass der Name Hemmer in Würgau auf einer Ebene mit dem Namen Hartmann genannt wird. Mit seinem außerordentlich großen Talent, seiner Technik und Spielfreude, trägt er daran, und am Erfolg dieses Jahr, großen Anteil. Ein sympathischer und intelligenter junger Mann, bei dem es mir nach wie vor einfach Spaß macht, ihn spielen zu sehen. Vor allem dann, wenn in ihm dieser außergewöhnliche Ehrgeiz und das Feuer hochkommt. Wenn er bissig ist, dann ist er so unglaublich gut. In diesen Momenten gehört er für mich zu den besten Fußballern in der Kreisliga und ich freue mich darauf, ihn in der Bezirksliga zu sehen.

Martin Heidenreich: Tatsächlich 26 Spiele! Wahnsinn, wen man bedenkt, dass er von der A-Klasse vor der Saison zu uns gekommen ist. Sein Talent war natürlich schon lange über Stübig hinaus bekannt und umso mehr freut es mich, dass er sich zu einem Wechsel zu uns entschlossen hat. Ich bin mir sicher, er hat noch Potenzial nach oben und ich werde weiterhin mit ihm intensiv arbeiten, um dieses zu wecken. Zuerst müssen wir beide unbedingt herausfinden, warum er offensichtlich stärker ist, wenn er von der Bank kommt und nicht von Anfang an spielt. (grinst) Ich freue mich, dass er in Wurgau so schnell Fuß fassen konnte, was einfach auf daran liegt, dass er ein guter Typ ist und er sich bei uns wohl fühlt und hoffentlich seine neue fußballerische Heimat für lange Zeit gefunden hat.

Thomas Will: Über Thomas könnte ich so viel erzählen, dass es für ein Buch reichen würde. Sehr für ihn spricht, dass 99 Prozent dieser Geschichten dann durchweg positiv wären und viele davon für ein Lachen sorgen. Einer der Jungs aus meiner A-Jugend. Gott, habe ich den rumgefahren, denn er hat irgendwo hinter Wattendorf gewohnt, keine Ahnung mehr wo. Ich war da vorher nie und nach unserer gemeinsamen Zeit auch nie mehr. Aber für Jungs, die man mag und die einem dann auch noch mit zur Meisterschaft schießen, macht man als Trainer vieles. Witzig ist, dass sich das nicht geändert hat, denn so war es auch dieses Jahr. Außer dass ich ihn nicht mehr rumfahren muss, worüber ich auch sehr froh bin. Einer, der bei dem was er tut, immer 100 Prozent gibt, auch wenn in dieser Situation dann das eine oder andere Mal vernachlässigt wird, vor allem wenn er im Privatleben „Vollgas“ gibt und darunter unter Umständen die Vorbereitung auf ein Spiel leiden könnte (lacht). Er ist sowas wie unser Herz und der Aggressive-Leader auf dem Platz, denn er will gewinnen und dafür tut er im Spiel alles und kämpft oft bis zur völligen Erschöpfung.

Daniel Düthorn: Daniel ist der Beweis dafür, was man erreichen kann, wenn man es will. Wenn man alles dafür gibt und sich immer wieder motiviert und nur selten demotivieren lässt. War er vor wenigen Jahren noch eher in der zweiten Mannschaft beheimatet, so hat er es dieses Jahr auf 27 Einsätze in der Ersten gebracht und das beim Kreisliga-Meister. Ich finde dies sehr beachtlich und hoffe sehr, dass er darauf sehr stolz ist. Ich bin es auf jeden Fall. Daniel ist zudem unser zweiter Kapitän und was er um die Mannschaft herum alles erledigt und tut, ist nicht in Gold aufzuwiegen. Ein 100prozentiger Typ, dem man alles anvertrauen kann und nicht enttäuscht wird. Ich freue mich sehr über diese Entwicklung, weil auch er ein Spieler ist, den ich schon in der Jugend hatte und uns somit natürlich viel verbindet. Einer, der von mir als Trainer vielleicht nicht immer das kriegt, was er sich von mir wünscht, aber auch einer, der von mir als Mensch immer alles haben kann, auch in Zukunft, wenn ich mal nicht mehr sein Trainer bin.

Stefan Schmaus: Also, wenn mir einer nach irgendeinem Training in diesem Jahr gesagt hätte, dass Stefan am Ende der Saison mit die meisten Einsätze haben wird, dann hätte ich demjenigen jegliche fußballerische Kompetenz abgestritten. Wenn man sieht wie der Junge trainiert und dies dann mit seinen Spielen vergleicht, ein Unterschied wie Tag und Nacht. Stefan hat auf jeden Fall das Glück, dass er auch zu meinen A-Jugend-Meistern gehört und ich sehr gut weiß, was er kann. Deswegen lasse ich ihn auch spielen und nur selten kommt dann dabei was Schlechtes raus, eher im Gegenteil, denn er war in dieser Saison, vor allem in der Rückrunde - außer beim letzten Spiel gegen Zapfendorf, denn da ging es ja um nichts mehr, richtig stark. An guten Tagen ist er eine echte Waffe, nur weiß man halt auf Grund der Trainingsleistung nie, woran man bei ihm ist. Ich hoffe sehr, dies ändert sich nächstes Jahr, nicht das ihn der Bezirksligawind dann auf die Bank weht! Und mit diesem öffentlichen Hinweis hoffe ich, nachdem ich schon fast alles versucht habe - ohne mich strafbar zu machen  -, dass sich dies tatsächlich zum neuen Jahr ändern wird, denn dann wird er auch eine Waffe in der Bezirksliga.

Johannes Jäkel: Keiner lässt mich so deutlich spüren, wenn ihm etwas nicht passt - auch wenn ich oft gar nicht Schuld bin (lacht). Trotzdem habe ich, und in dieser Aussage war mehr Ernst enthalten als so mancher damals dachte, zum Start in der Vorrunde gesagt: „Jack wird immer spielen!“. Warum? Weil er ein Kämpfer ist, der immer alles gibt - außer vielleicht wenn er unter den eingangs erwähnten Umständen leidet (grinst), aber im Spiel immer. Ein verbissener Zweikämpfer, der mit seiner Athletik jeden Gegner zur Verzweiflung bringt, weil er wie ein Terrier jedem nachgeht und sich wie eine Bulldogge jedem Zweikampf stellt und auch gerne mal den eigenen Mitspieler in den „Jäckel-Schwitzkasten“ nimmt. Am Ende der Saison legte er noch Extra-Einheiten ein, um sein Offensivspiel zu verbessern und dies sagt sehr viel über den Charakter von Johannes aus. Für die neue Saison wünsche ich mir, dass er es mir nachsieht, wenn ich bestimmte Übungen und Spielformen immer wieder im Training einfordere und hoffe auch, dann gibt er die 100 Prozent, die ihn auszeichen, denn die werden wir brauchen.

Christian Schwab: Chrisi ist auch einer aus meiner Meister-A-Jugend und in Summe bin ich einfach nur stolz auf ihn: Er gibt mein Vertrauen, ihn spielen zu lassen, mit Leistung zurück, die ihn zum Stammspieler in den letzten beiden Jahren gemacht hat, soweit dass er dieses Jahr alle Spiele von Beginn an bestritten hat. Von ihm werde ich nächstes Jahr noch mehr fordern, weil ich weiß, dass er noch mehr kann. Ein junger Mann mit einem großen Herz am rechten Fleck, was er auch durch eine noch so „moderne“ und „stylische“ Frisur oder durch die eine oder andere provozierende Aussage nicht verstecken kann (lacht). Ich freue mich einfach unheimlich über seine Entwicklung und werde alles tun, auch wenn es unangenehm sein wird, dass diese weitergeht.

Tobias Löhrlein: Es gibt doch diesen einen Spruch, dass ein Torwart immer ... So weit würde ich bei Tobias nicht gehen, aber zumindest werde ich oft durch ihn an diesem Spruch erinnert. An einem guten Tag zeigt er eine Klasse im Tor, die weit über Kreisliga-Niveau hinausgeht. Leider gibt es auch die schlechten Tage (schmunzelt). Einer, der den Fußball liebt und es vor allem liebt, Teil einer Gemeinschaft zu sein, in die er sich dann voll und ganz einbringt. Einfach ein guter Kerl, der sein Herz auch auf der Zunge trägt, was manchmal auch nicht so schön ist, vor allem weil er bei manchen Aussagen auch ein echt schlechtes Timing hat (grinst). Vom Löhrla können seine Freunde nahezu alles haben. Dies erwartet er allerdings auch, zu Recht, von seinen Freunden. Wen man das einmal verstanden hat, dann hat man einen Menschen in seinem Leben, der dich nie hängen lassen wird.

Joachim Hemmer: Einer, der sich alles hart erarbeitet hat, mit vielen zusätzlichen Einheiten, was ihn schon in früheren Jahren überhaupt erst zum Stammspieler in der Ersten gemacht hat und viel über seinen Charakter verrät. Wer ihn einmal erlebt hat, wie er nach einem Fasching mit Schifferklavier früh um 8.00 Uhr die ganze Wirtschaft „unterhält“ oder nach einem Spiel die Gitarre rausholt, kann sich vielleicht gar nicht vorstellen, um was für einen tollen jungen Mann es sich hier handelt. Wenn man sich aber mit ihm unterhält, wird schnell klar, dass er ein sehr analytischer Mensch ist, der andere und vor allem sich selbst sehr gut einschätzen kann. Einer, der sich dann Gedanken macht, was er tun kann, um sein Ziel zu erreichen und wie er andere auf diesen Weg mitnehmen kann, ohne sich dabei in den Mittelpunkt zu stellen. Er übernimmt Verantwortung und ergreift das Wort, wenn es nötig ist und hat dabei immer das große Ganze im Fokus. Diese Eigenschaften machen einen Anführer aus und diese Eigenschaften werden ihm auch über den Fußball hinaus immer Erfolg haben lassen. Genau deswegen ist er unser Kapitän, dem ich 100prozentig vertraue. Er macht einfach einen herausragenden Job! Für mich dieses Jahr der stärkste Innenverteidiger in der Kreisliga. Ich freue mich sehr darauf, mit ihm als meinen verlängerten Arm die Herausforderung Bezirksliga anzugehen.

Der Meistercoach: Stefan Sperber. 
anpfiff.info

Die Würgauer: An dieser Stelle ist es mir eine Herzensangelegenheit, auch allen Würgauern zu danken.  Zuerst der Vorstandschaft, die nie Druck ausgeübt hat und sogar zum Saisonende noch einmal Druck von der Mannschaft genommen hat, indem Sie alles was möglich war organisierte und mobilisierte. Unvergessen bleiben wird die bewegenden Ansprache von unserem 1. Vorsitzenden, Matthias Hartmann, in der Kabine vor unserem wichtigen Heimspiel gegen Burgebrach, nach drei Niederlagen in Folge, die alle gepackt hat. Dann unsere Platzwarte, die aus den Möglichkeiten in Würgau durch ihren Einsatz das Bestmögliche rausholen und manchmal unmögliches leisten. Auch die vielen Helfer aus dem Verein, die jedes Heimspiel zu einem besonderem machen. Natürlich die Sponsoren, die dem Verein auch in schweren Zeiten zur Seite stehen und auch mal den einen oder anderen Wunsch ermöglichen. Dank auch an die Würgauer Feuerwehr, die an ihrem Fest uns ein Stückweit zum Mittelpunkt gemacht hat und uns ein unvergessliches Fest beschert hat. Dank auch an unsere Damenmannschaft, die innerhalb des Vereins einen sehr hohen Anteil am Vereinsleben hat und uns vor allem im Saisonfinale so immens unterstützt hat, genauso wie die AH die immer da sind, mit anfeuern und mit Rat und Tat zur Seite stehen, zusammen mit unseren Zuschauern, die uns gerade zum Saisonfnale auch „getragen“ haben. Für das, was wir Würgauer Fußballer hier erleben durften in den vergangenen Wochen, vor allem die Unterstützung auf der Zielgeraden - gerade nach unserer Niederlagenserie - und für alles was dann nach dem Schlusspfiff in Schlüsselfeld passiert ist, dafür empfinden wir große Dankbarkeit!
Zuletzt möchte ich mich als Trainer aber auch bei meiner Mannschaft bedanken, auf die ich sehr stolz bin und die auch mir dieses tolles Erlebnis einer Meisterschaft im Herrenbereich ermöglicht hat. Meine Spieler haben in dieser Saison durch ihren Charakter, ihren Leistungen und vor allem durch ihren Teamgeist, ihr eigenes, erfolgreiches, Kapitel in der Geschichte des Vereins geschrieben und leben die

Leser-Kommentare

von lod10 am 18.06.2017 11:28 Uhr
Klasse Analyse! Jetzt kenn ich die Würgauer auch:))
von edson am 18.06.2017 20:47 Uhr
Genau so stark wie der Aufstieg des SVW ist dieses Meisterporträt. Glückwunsch!

Tabellenplatzierung

Pl.
Team
Sp
Tore
Dif.
Pkt
1
30
57
:
29
28
59
2
30
56
:
26
30
57
3
30
54
:
32
22
52
4
30
59
:
29
30
51
5
30
53
:
27
26
51

Tabellenverlauf


Top-Torschützen


Top-Vorlagengeber


Team in Zahlen

Spiele
30
Spiele gewonnen
18
Spiele unentschieden
5
Spiele verloren
7
:0
Zu-Null-Spiele
13
0:
Spiele ohne eigenen Treffer
8
Tore gesamt
57
Verschiedene Torschützen
11
Eigentore
1
Elfmetertore
3
Gelbe Karten
66
Gelb-rote Karten
4
Rote Karten
1
Eingesetzte Spieler
23
Zuschauer
2167
Zuschauerschnitt
154

Torbilanz nach Minuten


Serien

Am längsten ungeschlagen
23.10.2016 - 02.04.2017
8 Sp
18 Pkt
13:2 Tore
Am längsten ohne Sieg
23.04.2017 - 04.05.2017
3 Sp
0 Pkt
1:5 Tore
Die meisten Siege in Folge
04.09.2016 - 09.10.2016
6 Sp
18 Pkt
18:3 Tore
Meiste Niederlagen in Folge
23.04.2017 - 04.05.2017
3 Sp
0 Pkt
1:5 Tore
Zuhause ungeschlagen
07.08.2016 - 15.04.2017
12 Sp
32 Pkt
35:8 Tore
Auswärts ungeschlagen
30.10.2016 - 26.03.2017
4 Sp
10 Pkt
8:1 Tore

Spieler-Bilanz

Spieler
3
1
-
3
R
-
-
-
2,1
7
-
-
5
R
-
-
-
2,2
27
-
-
13
R
7
-
-
2,3
2
-
-
2
R
-
-
-
-
26
3
5
9
R
3
-
-
2,2
29
-
3
1
R
4
-
-
1,9
25
10
2
2
R
5
-
-
1,9
24
-
1
3
R
7
1
-
2,1
29
-
3
3
R
2
-
-
2,3
25
10
8
1
R
6
1
-
1,9
2
-
-
2
R
-
-
-
-
3
-
-
3
R
-
-
-
2,8
21
-
1
3
R
2
-
-
2,5
29
-
-
-
R
2
-
-
1,9
16
7
3
4
R
8
1
-
1,6
1
-
-
1
R
-
-
-
-
24
5
6
2
R
2
-
-
2,2
27
1
2
13
R
7
-
-
2,2
5
-
-
-
R
-
-
-
2,2
15
1
2
1
R
2
-
-
1,8
29
1
4
3
R
3
-
-
2,3
2
-
-
2
R
-
-
-
-
26
15
6
2
R
6
1
1
1,8
Übersicht enthält nur Verbandsspiele.


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