SpVgg Ebing 2 
Bezirksliga Oberfranken/W. - weiblich, Erwachsene - Saison

Artikel veröffentlicht am 04.07.2022 um 06:00 Uhr
Meisterporträt SpVgg Ebing 2: Meisterehren 2.0
Die SpVgg Ebing 2 ging zwar nur viermal nicht als Sieger vom Platz – einmal davon im unbedeutenden letzten Spiel – doch so deutlich wie es klingt, war der Titelgewinn nicht. Vielmehr entwickelte sich ein spannender Vierkampf, in dem die Germania schließlich den längeren Atem hatte und einer starken Saison das i-Tüpfelchen aufsetzte.
Von Bernd Riemke
Selbstverständlich stand die 1. Mannschaft, die zwei Tage zuvor ihren Titel holte, als Gratulantenschar sofort bereit.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUR MEISTERSCHAFT!

Nach sechzehn absolvierten Spieltagen gab es indes keine Zweifel mehr am verdienten Erfolg der SpVgg Ebing 2. Die Elf von Trainer Matthias Will feierte ligaweit die meisten Siege, erzielte die meisten Tore und kassierte die wenigsten Gegentreffer. Trotz des Umstandes, dass ausgerechnet der direkte Verfolger TSG 05 Bamberg in beiden direkten Duellen die Nase vorne hatte, überzeugte Ebing mit Konstanz und einem breiten Kader, der Ausfälle gut kompensieren konnte.

Annika Süppel: Die 22-Jährige stand in allen Partien zwischen den Pfosten und hielte dabei starke sechs Mal die Null. „Annika Manuela Neuer Süppel“, die zu späterer Stunde gerne zu Dance-Annika mutiert, überzeugt mit starkem Spiel auf der Linie und reihenweise Glanzparaden, die ihrer Mannschaft in engen Partien nicht selten den Dreier sicherte.

Tamara Glas: Die Außenverteidigerin kam im Sommer 2018 mit der Erfahrung von drei Spielzeiten beim RSV Drosendorf. Sie erledigt ihren Job gnadenlos effektiv wie eine „Auftragskillerin“ und so sorgt Frau „Glas Voll“ dafür, dass die Hintermannschaft sattelfest steht. Selbst wenig zerbrechlich ist schon so manche Angreiferin an ihrer Zweikampfstärke zerschellt.

Anna-Maria Martin: „Anno (1995)“ führt ihr Team als Kapitänin aufs Feld und geht auch bei der Aperol-Bestellung mit gutem Beispiel voran. Die Außenverteidigerin mit Offensivdrang vereint Zweikampfstärke mit Ehrgeiz und unvorhersehbare Kunststücke am Ball mit ebensolchen verbalen Glanztaten. Das künftige Fitnessmodel ist Vorbild in vielerlei Hinsicht und seit Jahren ein verlässlicher, stabilsierender Faktor in der Abwehr.

Anna Seelmann: Das Ebinger Urgestein steht studienbedingt eigentlich gar nicht regelmäßig zur Verfügung – und verpasste am Ende doch weniger als eine Handvoll Einsätze. Miss Zuverlässig kennt die eigene Aufstellung nicht selten eher als ihr Trainer. Als zweikampfstarke Außenverteidigerin stellt sie sich stets in den Dienst der Mannschaft.

Jana Stadter: Sie schnürte bereits zwanzig Mal in der Bayernliga für die SpVg Eicha die Stiefel und stand in der abgelaufenen Serie mehrmals im Kader der eigenen Landesliga-Elf. Die Standradkönigin brilliert nicht nur bei ruhenden Bällen, sondern spielt auch aus der eigenen Hintermannschaft heraus einen gepflegten Flugball hinter die gegnerischen Abwehrreihen.

Alexa Müller: Klein. Quirlig. Flink wie ein Wiesel. Wie ihre Namensgeberin – der Sprachservice von Amazon – hört auch die Dauerläuferin auf der Außenbahn strikt auf die Anweisungen ihrer Mitspielerinnen; außer beim eigenen Abschluss vor dem Tor. Da pfeift sie ihren Kolleginnen was, genau wie in den Spielen, in denen sie das Abich-Trikot gegen das der Schiedsrichterin tauscht und mit den Karten wedelt, wie sie es sonst nur durch die gegnerischen Abwehrreihen tut.

Lena Rehe: Beim 16-jährigen Küken ist der Name Programm. Nicht Küken, sondern Reh(e). Ebenso schnell enteilt die Flügelspielerin ihren Kontrahentinnen und selbst wie sie beim Torabschluss mitunter kühne Entscheidungen trifft, so gibt ihr der Erfolg Recht. Ihre vier Saisontreffer sind eine starke Bilanz in der ersten Saison bei den Damen.

Jana Rößner: Das zweite Nesthäkchen ist das für die Sonderaufgaben. Je ungemütlicher die gegnerischen Angreiferinnen sind, desto mehr spielt „Junior“ ihre Stärken aus und folgt nicht nur auf Schritt und Tritt, sondern ist auch meist schneller am Ball. Bereits in ihrem zweiten Pflichtspieleinsatz gelang der 16-Jährigen ihr erstes Tor.

Melissa Stretz: „Hm, Melitta macht Kaffee zum Genuss“, hieß es in den 1990er Jahren in der Fernsehwerbung. Ob die in so mancher Trainingseinheit von Melissa verabreichten blauen Zehen ihren Mitspielerinnen ebenso schmecken, ist nicht überliefert. Auf den Staubsauger vor der Abwehr, der in zentraler Rolle als Sechser abräumt, ist jedoch zu 100% Verlass, weshalb die 25-Jährige in der Defensive gesetzt ist und in jedem Saisonspiel von Beginn an auf dem Feld stand.

Amelie Tscherner: Auf und abseits des Platzes eine absolute Leaderin. In der Innenverteidigung zweikampfstark und mit der nötigen Ruhe am Ball, strahlt sie enorm viel Ruhe aus. Mit dem Hai-Hut auf dem Kopf wird die Motivationskünstlerin schnell zum Party-Magnet und sorgt auf diese Weise auch nach dem Schlusspfiff für allerbeste Stimmung bei den Meisterkickerinnen. Sich selbst belohnte sie mit außergewöhnlichen fünf Saisontoren!

Janina Diller: „Little Coco“ explodierte nach einem gezielten Einzeltraining mit Caroline Eberth aus dem Landesliga-Kader förmlich in ihren Leistungen und avancierte vom Chancentod dank des „Caro-Tricks“ zur Dauerknippserin. Bei nicht weniger als fünf Hattricks steuerte die Sturmspitze 24 Treffer – ligaweit die meisten – zum Titelgewinn bei. Da ist die ein oder andere gelbe Karte durchaus zu verschmerzen...

Lisa Neuberger: Die 22-Jährige ging seit jeher durch die Ebinger Fußballschule und verfügt entsprechend über ein gutes Stellungsspiel, ist ebenso zweikampfstark wie technisch versiert und versteht es ausgezeichnet von der Außenverteidigerposition heraus, die Bälle strategisch über das Mittelfeld nach vorne zu verteilen. Ihren Torhunger stillte sie in der 3. Mannschaft, mit der sie ebenfalls zu Meisterehren in der Kreisklasse kam.

Jessica Kühnlein: Jessi schiebt kühn ein! Die 23-Jährige fand im Sommer 2018 den Weg vom RSV Drosendorf ins Seestadion und weiß, daher bereits wie Bezirksoberliga geht. Ist die zweikampstarke Angreiferin nur durch ein Foul zu bremsen, so bleibt sie gerne auf dem satten Grün liegen. Das größte Foul kann indes ihr Trainer begehen, wenn er sie im defensiven Zentrum aufstellt. Dann ist eine sättigende Mahlzeit nach dem Spiel umso mehr Pflicht: bevorzugt Blumen!

Eva Schneiderbanger: Trotz Unschuldsmiene holt sie sich gerne auch nach Vorankündigung so manche gelbe Karte ab. Insbesondere im Zweikampf hat sie ihre Stärken in der Defensive, weiß sich aber auch bei offensiven Standards gewinnbringend einzusetzen. Die 20-Jährige ist eine absolut verlässliche Defensivkraft, die am liebsten in der Innenverteidigung oder im zentralen defensiven Mittelfeld aufläuft.

Nadja Schöring: Eine junge Frau. Bei offener Balkontür verträumt auf der Terrasse stehend. Das brausende Meer im Hintergrund. Wenn die 22-jährige technisch enorm begnadete Edeltechnikerin mit dem strammen Schuss auf dem Platz nicht gerade ihre Gegnerinnen und manchmal auch sich selbst schwindelig spielt, dann lebt sie ihren Jetset-Lifestyle und lässt ihre zahlreichen Follower via Instagram auch gerne daran teilhaben.

Andrea Scholz: Brauch ist Brauch! Wer zum ersten Mal die Kapitänsbinde trägt, zahlt einen Kasten. Den gilt es für die 23-Jährige Lautsprecherin, die gerne ihre Meinung mit Nachdruck kundtut indes noch einzulösen. Bereits gezeigt hat die laufstarke Flügelspielerin konstant gute Leistungen. Auch in der Meistersaison richteten sich ihre Mitspielerinnen in manch kritischen Situationen an der ehrgeizigen Leaderin auf!

Lorena Dorscht: Aufstiege mit der SpVgg pflastern den Weg der Allzweckwaffe auf der Außenbahn. Mit einer ausgeprägten Portion Kaltschnäuzigkeit ausgestattet, schließt sie manchmal vor dem gegnerischen Tor sogar ab – immer jedoch bei jeder Feier, denn Lorena Dorscht hat immer Dorscht. Lolli ist mir ihren jungen 28 Lenzen die „Mama der Himmelsstürmerinnen“.

Katrin Förner: „Käddl“ befindet sich zwar gefühlt dauerhaft im Trainingsrückstand, besticht jedoch nicht nur mit ihrer Dribbelstärke und der Ballsicherheit, wenn sie gebraucht wird. Sie ist unglaublich schnell (müde) und verfügt als personifizierte Zockerin vor dem gegnerischen Tor über einen guten und sicheren Abschluss. Die variable Angreiferin ist eine für die besonderen Momente!

anpfiff.info gratuliert der SpVgg Ebing 2 auf das Herzlichste zum Gewinn der Meisterschaft in der Bezirksliga Oberfranken West.

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Tabellenplatzierung

Pl.
 
Team
Sp
Tore
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16
62:15
38
2
16
50:16
33
3
16
46:29
32
4
16
49:31
31
5
16
43:26
27

Tabellenverlauf


Top-Torschützen


Top-Vorlagengeber


Team in Zahlen

Spiele
16
Spiele gewonnen
12
Spiele unentschieden
2
Spiele verloren
2
:0
Zu-Null-Spiele
7
0:
Spiele ohne eigenen Treffer
1
Tore gesamt
62
Verschiedene Torschützen
20
Eigentore
1
Elfmetertore
5
Gelbe Karten
13
Gelb-rote Karten
0
Rote Karten
0
Eingesetzte Spieler
29
Zuschauer
550
Zuschauerschnitt
61

Torbilanz nach Minuten


Serien

Am längsten ungeschlagen
18.09.2021 - 16.04.2022
7 Sp
19 Pkt
31:5 Tore
Die meisten Siege in Folge
07.05.2022 - 06.06.2022
4 Sp
12 Pkt
17:4 Tore
Zuhause ungeschlagen
seit 17.10.2021
6 Sp
18 Pkt
29:3 Tore
Auswärts ungeschlagen
29.08.2021 - 09.04.2022
5 Sp
13 Pkt
20:5 Tore

Spieler-Bilanz

Spieler
4
1
-
-
R
1
-
-
2,2
16
24
-
-
R
3
-
-
2,1
7
1
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5
R
-
-
-
-
3
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1
3
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2,1
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2
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1
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1
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1
R
-
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-
15
5
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-
R
1
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-
2,4
11
-
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1
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4
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1
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5
1
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2
R
1
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9
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8
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6
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1
R
1
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5
4
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4
R
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8
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7
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1
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2,4
13
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4
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2,8
10
2
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1
R
-
-
-
2,3
16
1
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R
1
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2,0
16
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2,4
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1
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12
5
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3
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2,4
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