Artikel veröffentlicht am 07.11.2019 um 11:15 Uhr
WFV-U15-Coach Marco Bausewein: "Ziel ist es, in die Bayernliga aufzusteigen"
Sportlich war die vergangene Saison eine Katastrophe für die beiden U15-Jahrgänge des Würzburger FV. Denn die U14 stieg in die Kreisliga ab, die U15 in die Bezirksoberliga. Ein Zustand, der sich umgehend wieder ändern soll, zumindest wenn es nach Marco Bausewein geht. Denn der Coach will die neue U15 zurück in die Bayernliga führen. Dieses Unterfangen gestaltet sich allerdings holpriger als erwünscht.
Von Alexander Rausch
Bitter verlief die letzte Spielzeit für die U15-Jahrgänge des Würzburger FV. Die U14 stieg denkbar knapp, punktgleich mit dem SV Heidingsfeld, aber aufgrund des verlorenen Direktvergleichs, in die Kreisliga ab. Die U15 wurde am Ende Vorletzter mit einem doch schon beträchtlichen Abstand von zwölf Punkten zum rettenden Ufer. „Es war kein einfaches Jahr für uns alle mit sehr vielen Negativerlebnissen. Vor allem die U14 hatte nach einem überraschend guten fünften Platz eine Leistungsdelle, die letztlich zum Abstieg führte“, blickt Marco Bausewein zurück.

Starke Anfangsphase


Marco Bausewein
anpfiff.info
Dennoch hätten die Jungs die vergangene Spielzeit sehr gut weggesteckt, findet der Übungsleiter, der mit David Brandao Mecker, Linus Grill (Würzburger Kickers) und Justus Ronge (FC Schweinfurt 05) drei Leistungsträger das Team verlor. Das Trio möchte sich höherklassig beweisen. Die Lücken füllen sollen sieben Kicker, die vornehmlich aus niedrigeren Ligen an die Mainaustraße wechselten. „Die Jungs waren von Beginn an zwar voll integriert, brauchten aber Zeit, um sich an das schnellere Tempo und die größere Robustheit zu gewöhnen. Das ist ein Lernprozess“, sagt der 30-Jährige.

Dennoch war Bausewein vor allem mit der Anfangsphase der Saison zufrieden. In den ersten sieben Partien blieben die Blauen ungeschlagen und standen zwischenzeitlich sogar an der Tabellenspitze. Durch ihr frühes Anlaufen setzten die Würzburger ihre Kontrahenten stets früh unter Druck und erzwangen dadurch immer wieder Fehler. „Wir sind immer auf den schnellen Ballgewinn aus, wollen den Ball haben. Das beherzigen die Jungs schon sehr gut“, lobt der Übungsleiter. Nur der Ertrag ist Bausewein zu gering. Aus seiner Sicht bräuchten seine Schützlinge zu viele Möglichkeiten, um erfolgreich zu sein.

Viel Aufwand, zu wenig Ertrag

Da zeigte sich vor allem in den Partien gegen die direkte Konkurrenz aus Sand (2:2) und Schweinfurt (3:3) sowie bei der einzigen Saisonniederlage gegen Aschaffenburg-Leider (1:2). Während die Seinen nämlich unzählige Möglichkeiten ausließen, zeigten sich vor allem die TuS-Kicker sehr effektiv. „Sie haben zweimal aufs Tor geschossen und zwei Tore gemacht. Wir hingegen vergeben eine Vielzahl und erwischen zudem einen unglaublich schwachen Tag. Das war mit Abstand die schlechteste Leistung einer WFV-Mannschaft in den letzten zwölf Monaten. Wir hatten keinen Willen, keinen Biss, haben alle nötigen Tugenden vermissen lassen“, ärgerte sich Bausewein über die bisher einzige und vermeidbare Pleite.

Drei Treffer in Schweinfurt reichen nicht


Aber auch die Duelle gegen das Führungsduo aus Schweinfurt und Sand hätten die Blauen für sich entscheiden müssen. In Sand reichte den Gastgebern eine Schwächephase des WFV, um zwei Treffer zu erzielen und um zu punkten. Denn mehr als der Ausgleich wollte den Zellerauern trotz drückender Überlegenheit in der Schlussphase nicht gelingen. Bei den kleinen Schnüdeln führten die Bausewein-Schützlinge dreimal, mussten aber zweimal durch individuelle Torwartfehler den Ausgleich hinnehmen und sich letztlich erneut mit einem Zähler begnügen. „Wenn wir drei Treffer auswärts erzielen, müssen wir ein solches Spiel, egal was der Gegner macht, gewinnen. Zwar war der Ausgleich verdient, weil die Schweinfurter nach der Pause besser waren. Dennoch war es natürlich massiv ärgerlich, weil wir erneut unnötig Punkte liegen gelassen haben“, moniert der Übungsleiter.

Sand als Maßstab

Damit ist der Abstand auf die U14 der 05er bereits auf acht Zähler angewachsen. Doch die sind nicht Bauseweins Maßstab. Denn der Übungsleiter schaut vielmehr auf die Sander. Schließlich sind die jungen Schweinfurter nicht aufstiegsberechtigt, da deren U15 bereits in der Bayernliga spielt. Gleiches würde für den TSV Großbardorf und Viktoria Aschaffenburg gelten. „An ihnen müssen wir dranbleiben und nach den schwächeren Vorwochen wieder die sehr guten Trainingsleistungen auch in den Spielen umsetzen. Wir wollen einen kleinen Run starten und die restlichen Spiele gewinnen“, möchte Bausewein mit einer guten Ausgangssituation in die Winterpause gehen. In dieser könne er dann an der einen oder anderen Stellschraube drehen und neue Impulse setzen, um dann in der Rückrunde das große Ziel Rückkehr in die Bayernliga zu verwirklichen. Das Potenzial dafür ist auf jeden Fall vorhanden.

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