Artikel veröffentlicht am 09.08.2018 um 12:00 Uhr
Spielgruppentagung der Frauen: Flexibler Spielbetrieb in den Kreisligen
Die Einführung des sogenannten „flexiblen Spielbetriebs“ in den Kreisligen war ein Thema bei der diesjährigen Spielgruppentagung der Frauenteams des Bezirks Unterfranken, die im Sportheim des TSV Prosselsheim stattfand.
Von Ruth Müller
Die Gewinner des Fair-Play-Preises bei den Frauen.
Helga Schmitt, die Vorsitzende des Bezirks- Frauen- und Mädchenausschusses, erläuterte ausführlich die neue Regelung, die für Meisterschaftsspiele gilt (nicht für Pokalspiele). Demnach kann eine Mannschaft während der Saison, wenn sie nur elf Spielerinnen zur Verfügung hat, bis spätestens Donnerstag vor dem Spieltag (bei Wochenspielen zwei Tage vorher) der zuständigen Spielleiterin und dem Gegner über das BFV-Postfach mitteilen, dass sie 9 gegen 9 spielen möchte. Dieses Team verliert ab diesem Zeitpunkt zwar das Aufstiegsrecht, spielt aber weiterhin in Konkurrenz. Die in den flexiblen Spielbetrieb eingetretene Mannschaft kann danach ihre Rundenspiele als 9er- oder 11er-Mannschaft – je nach am Spieltag zur Verfügung stehenden Zahl an Spielerinnen – absolvieren. Das Spielfeld wird bei 9:9 um eine Strafraumlänge verkürzt, d.h. ein Tor steht auf der Torlinie, das gegenüberliegende Tor auf der Strafraumlinie.
Leider ist gegenüber der letzten Saison ein Rückgang der gemeldeten Teams zu verzeichnen – 8 Teams weniger und damit 64 nehmen in der laufenden Runde am Spielbetrieb teil. Dennoch konnte die Zahl von vier Kreisligen gehalten werden.

20 Euro für die Referees

Neu ist auch, dass die Schiedsrichter-Aufwandsentschädigung für Frauenspiele auf Bezirksebene auf 20 € angepasst wurde. Helga Schmitt wies auf Bildungsangebote, Schulungen und Hilfestellungen des BFV hin. Ein weiterer Punkt ist die Fußballiade 2019 in Landshut. Dies wäre doch ein toller Saisonabschluss für die Frauen und Mädchen, so der Tipp der BFMA-Vorsitzenden.
Auch der Pokalwettbewerb ist angelaufen, die Ansetzungen der ersten Runde wurden den Vereinen mitgeteilt. Die vier Kreissieger qualifizieren sich für das Achtelfinale auf Bezirksebene, das am 3. Oktober ausgetragen wird.
Auf die abgelaufene Saison 2017/18 gingen Helga Schmitt sowie ihre Spielleiterinnen und BFMA-Mitglieder Angelina Schreck, Michaela Straub, Yvonne Söser und Ruth Müller nur kurz ein. Vor allem die vielen Nichtantritte in den Kreisligen sind den Spielleiterinnen sauer aufgestoßen, was auch für die kurzfristigen Nichtantritte bei den Hallenturnieren gilt.
Kreisliga in der vergangenen Saison:  Limbachs Nummer 7 Isabella Hehn grift die SG-Spielerin Eva Hauck an.
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Trikots für die fairsten Teams

Es gab auch Positives zu berichten. Jeweils einen Satz Trikots von adidas und ein Bierpräsent für die fairsten Teams gab es für den ETSV Würzburg III (Bezirksoberliga), die DJK Stadelschwarzach (Bezirksligen) und die DJK Rieden (Kreisligen).
Apropos fair: Oskar Biegner, Mitglied des Bezirks-Sportgerichts, lobte in seinem Rückblick die Teams, die straffrei blieben. In der Bezirksoberliga waren dies der ETSV Würzburg III und die SpVgg Adelsberg. In den Bezirksligen behielten folgende Teams eine weiße Weste: FFC Alzenau, FC Gollhofen, TSV Großheubach, Kickers Aschaffenburg II, DJK Würzburg, Spfr. Herbstadt, TSV Prosselsheim, SV Langendorf und DJK Stadelschwarzach. Insgesamt waren in der BOL und den beiden Bezirksligen 29 SG-Fälle zu bearbeiten, davon 16 wegen Nichtantreten. „Nichtantreten ist keine Bagatellsache“, waren für Biegner auch die 18 Fälle von Nichtantreten in den Kreisligen auffallend. Er wies auf die Möglichkeit des Fahrtkostenersatzes hin, wenn eine Gastmannschaft in der Rückrunde nicht antritt. Vereine sollten bei Sportgerichtsmeldungen grundsätzlich die Möglichkeit der Stellungnahme nutzen. Mit dem Hinweis auf § 13 a der Frauen- und Mädchenordnung, wonach die Frist für den Einsatz in verschiedenen Mannschaften von 10 auf 15 Tagen erhöht wurde, beendete Biegner seinen Bericht.
„Aus Schiedsrichtersicht ist die Saison gut gelaufen“, resümierte der Bezirks-Schiedsrichterobmann Norbert Kröckel die abgelaufene Runde. Sorgen bereitet der Rückgang der Schiedsrichterzahlen. „Vor allem die weiblichen Schiedsrichter sind rar gesät“, machte die SR-Frauenbeauftragte Julia Hehrlein Werbung für den SR-Nachwuchs und erläuterte, was sie dazu bewegte, die SR-Laufbahn einzuschlagen. „Da kann man dem Verein auch was zurück geben“.

Jürgen Pfau blickt zurück

Der Bezirks-Vorsitzende Jürgen Pfau blickte kurz auf die Kreistage sowie den Bezirks- und Verbandstag und die dort getroffenen Beschlüsse zurück. Die digitalen Angebote werden verstärkt angeboten und sollen besser genutzt werden. Allen voran der Liveticker. „Das muss besser werden“, appellierte Pfau, bei den Frauen und Juniorinnen den Liveticker mehr zu bedienen.
Die Nutzung der Online-Angebote des BFV wie BFV-App, Videos hochladen, Spielerprofile, Kalender-Termin-Export, Widgets, Whattsapp-Service für Trainer, Newsletter, Erklärvideos u.v.m., das legte auch der Bezirks-Onlinebeauftragte Jürgen Apel den Vereinsvertretern ans Herz. Desweiteren gab er Hinweise zum Ausdruck der Spielberechtigungsliste als Ersatz für das Mitführen der Pässe, zum Hochladen der Spielerfotos usw. Die beste Tickerquote in der Bezirksoberliga hat der FFC Bastheim-Burgwallbach zu verzeichnen, die meisten Spiele in der Bezirksliga 1 tickerte der FC Gollhofen, in der Bezirksliga 2 der TSV Prosselsheim.
Mit dem Hinweis, dass Meldungen für die Hallenrunde noch bis zum 15. September möglich sind und dem Appell, Juniorinnenmannschaften zu melden, damit die Nachwuchsarbeit in den Vereinen zu forcieren und hierfür Möglichkeiten wie „Tag des Mädchenfußballs“ und „Ballbina kickt“ zu nutzen, beendete die BFMA-Vorsitzende eine harmonisch verlaufende Spielgruppentagung und wünschte allen Vereinen eine sportlich erfolgreiche und verletzungsfreie Saison.

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