Artikel veröffentlicht am 12.03.2018 um 14:00 Uhr
"Das waren Big Points" : Altstädter U15-Junioren mit Befreiungsschlag
Aufatmen auf der Jakobshöhe. Im Kampf um den Klassenerhalt in der Bayernliga hat die Truppe von Arnold Mehner einen wichtigen Schritt geschafft. Auf dem Kunstrasen von Neudrossenfeld bezwangen die C-Jugendlichen den favorisierten FC 05 Schweinfurt und schöpfen neue Hoffnung, die Abstiegszone schnell verlassen zu können. 
Von Hans-Jürgen Wunder
In der letzten Serie sorgte das derzeit ranghöchste Nachwuchsteam der SpVgg Bayreuth  lange Zeit für Furore. Am Ende landeten die jungen Altstädter gerade zwei Zähler hinter einem Aufstiegsplatz zur Regionalliga, der höchsten Spielklasse in dieser Altersstufe. Doch in dieser Saison mussten kleinere Brötchen gebacken werden. "Wir haben alleine vier starke Spieler an die Nachwuchsleistungszentren der Bundeslisten verloren", berichtet Arnold Mehner, der seit 2012 Jugendarbeit auf Jakobs Höhen betreibt - erst als Co-Trainer der U14, dann als Chefcoach der U13 und jetzt schon das zweite Jahr bei den Bayernligakickern. Neben dem altersbedingten Umbruch machte dem angehenden Lehrer aber die Situation beim Unterbau zu schaffen. "Die Jungs des jüngeren Jahrganges spielen in der Kreisliga und werden da leider nicht so gefordert, wie das notwenig wäre, um schnell den Sprung in die Bayernliga zu schaffen." Deshalb gab es besonders in der Vorrunde Anspassungsprobleme, um sich an das Tempo und die körperbetonte Zweikampfführung zu gewöhnen. Derzeit führt die zweite Garnitur der SpVgg die U15-Kreisliga an und hat bereits zehn Punkte Vorsprung auf den Zweiplatzierten SG Sportring Bayreuth.

SpVgg-Kapitän Felix Landgraf (am Ball) legte mit seinen beiden Treffern den Grundstein zum Heimsieg.
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Breiter Kader

"Die Spiele bei uns in der U15-Bayernliga sind unwahrscheinlich eng. Da können Kleinigkeiten schon den Ausschlag geben", berichtet der angehende Referentar für Sport und Deutsch. Deshalb ist es auch notwendig, mit einem großen Kader zu arbeiten. "Wir haben derzeit 21 Jungs zur Verfügung. Die brauchen wir aber auch, denn in Hochzeiten hatten wir sieben oder achte Verletzte. Außerdem ist ein gesunder Konkurrenzkampf wichtig, um die Spieler voranzubringen." Gerade in den knappen Begegnungen war es wichtig, zusätzliche Impulse von der Bank zu bringen. Und von diesen Zitterpartien gab es in der Vorrunde mehr, als dem Übungsleiter lieb war. "Unser Problem sind die vielen Unentschieden. Damit kommst du nicht wirklich voran", klagt Mehner. Fünfmal teilte man sich in der Vorrunde die Punkte und schaffte im Gegensatz dazu nur drei Siege. Damit war klar, dass das Abstiegsgespenst die Altstädter auch im neuen Jahr begleiten würde. Zumal neben Luca Schirmer auch der hochtalentierte Dominic Esche verletzungsbedingt weiter fehlen wird. Dagegen steht Lars Strobel nach seiner Pause wieder vor der Rückkehr in die Mannschaft. "Wir brauchen viele Spiele, weil neben den Partien in der Liga auch noch die im Pokal anstehen. Wir beobachten die Jungs Woche für Woche und treffen danach unsere Entscheidungen - das betrifft auch die Torhüter." Dass die Trainingsbedingungen auf dem SpVgg-Hartplatz nicht immer einfach waren, ficht den 27-Jührigen nicht an. "Uns ist das egal. Wir trainieren, wo das möglich ist. Hauptsache, wir können überhaupt etwas machen."

Hart bedrängt: Max Schüßler (re.) behauptet die Kugel.
anpfiff.info

Rückschlag weggesteckt


Nach der ausgefallenen Partie gegen den FC Eintracht Bamberg hatten die Mehner-Schützlinge gleich ein Schlüsselspiel vor der Brust. Mit einem Sieg hätte man den Vorsprung auf den Abstiegskonkurrenten FSV Erlangen-Bruck, der zu diesem Zeitpunkt einen Zähler weniger auf dem Konto hatte, ausbauen können. Doch letztlich kam man über ein leistungsgerechtes 1:1-Unentschieden nicht hinaus. "Die Jungs waren danach völlig enttäuscht. Aber das Ergebnis ging in Ordnung, weil wir zwar vor der Pause stärker waren, aber die Brucker nach der Pause Vorteile hatten. Und am Ende war der Lucky Punch für beide Teams möglich", resümiert der Trainer. Umso wichtiger war der 3:2-Sieg gegen Schweinfurt. "Cool, dass das Pendel auch einmal für uns ausgeschlagen hat. Nach dem Ausgleich hat Schweinfurt gedrückt und sich zurückgezogen, als sie das Spiel gedreht hatten. Am Ende waren sie mit dem Ergebnis sogar noch gut bedient, weil wir dreimal Aluminium getroffen hatten." Jetzt blickt der künftige Pädagoge, der einst von Klaus Rodler ins Nachwuchszentrum geholt und gefördert wurde, zuversichtlich auf die weitere Saison. "Wir müssen nun natürlich den nächsten Step machen", fordert er. Der übernächste bleibt ihm aber zumindest in der Wagnerstadt verwehrt, weil er als angehender Referentariat bayernweit versetzt werden kann.   
     

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Tabelle Bayernliga Nord

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
3
14
18:13
23
7
15
23:28
18
8
16
18:27
18
9
15
21:30
17
11
15
12:32
12
12
14
17:32
9
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit, Tore werden bei direktem Vergleich nicht berücksichtigt (wenn punktgleich: Entscheidungsspiel).


Spielstenogramm

Tore: 1:0 Landgraf (25.), 1:1 Reiher (46.), 1:2 Reiher (50.), 2:2 Herath (55.), 3:2 Landgraf (62.)
Gelbe Karten: Schwender (48.), Herath (54.) / Stahl (54.) | Zeitstrafen: - / Stahl (63.)
Zuschauer: 50 | Schiedsrichter: Johannes Fröba (TSV Neukenroth)

Steckbrief A. Mehner

Alter
0
Geburtsort
Chemnitz
Wohnort
Bayreuth
Größe
170 cm
Gewicht
64 kg
Beruf
Lehramtsanwärter
Hobbies
Schwimmen, Badminton, Fahrrad
Starker Fuß
Rechtsfuß
Lieb.-Position
Außenverteidiger
Erfolge
Aufstieg und Pokalfinale mit U15

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Sa. 28.04.2018 16:00 Uhr
Sa. 05.05.2018 14:00 Uhr
H - SpVgg SV Weiden (12.)
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