Artikel veröffentlicht am 24.12.2021 um 12:00 Uhr
Weihnachten und Silvester 2021: Frohes Fest und ein gutes neues Jahr!
Es ist Weihnachten, bald steht der Jahreswechsel an. An dieser Stelle steht normalerweise neben einem weihnachtlichen Gruß und dem Dank an unsere Leser auch ein Jahresrückblick. Diesmal nicht, zumindest keiner mit Anspruch. Denn in 2021 war es irgendwie gar nicht so sehr wichtig, WAS war - sondern DASS überhaupt wieder etwas war. Ein weihnachtlicher Jahresausklang in Zitaten.
Von Markus Schütz
"Von drauß' vom Waldstadion komme ich her..." Der Nikolaus konnte in 2021 seinen altbekannten Spruch durchaus in diese Richtung modifizieren, denn es ging endlich wieder auf den Platz! Was für eine Erleichterung für die Fans und natürlich die Fußballer. Von denen sich die allermeisten durch die lange Pause quälten und wieder zur Verfügung standen. Und damit Thomas Brdaric alle Ehre machten, der einst von sich sagte: "Ich bin keiner, der beim ersten Tsunami gleich wegrennt". Zu groß war die Liebe und Treue zum Fußball, als dass die traurigen Umstände uns für immer hätten trennen können. Aber es war für viele ein Aufwand, wieder zurückzukommen. Und das wusste schon Vincent van Gogh, dass Liebe auch Aufwand heißt: "Je mehr man liebt, um so tätiger wird man sein!" Davon sollten wir uns auch für die Zukunft eine Scheibe abschneiden. Also eine Scheibe, nicht gleich ein ganzes Ohr...

Er rollte wieder! Egal, ob er manchmal zu ungenau, zu kurz oder zu lang gespielt wurde. Hauptsache, er rollte wieder!
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"Nichts ist scheißer als Platz zwei"

Natürlich war und ist noch längst nicht alles so, wie es mal war. Oder anders gesagt: "Früher war mehr Lametta!" Durch die lange Abstinenz gab es auch vermehrt Wehwehchen und Verletzungsausfälle. Michael Lusch, ehemaliger Spieler von Dortmund, würde es wohl so formulieren: „Ich kann mich an kein Spiel erinnern, bei dem so viele Spieler mit der Barriere vom Platz getragen wurden.“ Aber der Ball rollte endlich wieder, es ging wieder um Punkte und es durfte geschossen, gegrätscht, gejubelt werden in einer neuen Saison 21/22. Nachdem die letzte erst verlängert und dann abgebrochen und quotiert wurde - mit strahlenden Gewinnern, aber auch knapp Gescheiterten. Warum Eric Meijer damals seinen bekannten Spruch vom Stapel gelassen hat, wissen wir aus dem Stand nicht. Aber er passte wie die Faust aufs Auge für manche Teams angesichts des Abbruchs: "Nichts ist scheißer als Platz zwei." Abhaken, es bringt nichts, dass "alles nochmal Paroli laufen zu lassen.", wie schon Horst Hrubesch wusste.

Suche nach Sepp Herberger oder Herbergssuche

Lange waren wir dann auf der Suche nach diesen "90 Minuten, die ein Spiel dauert und dem Ball, der rund ist.", wie der von allen "Sepp" genannte Josef Herberger die einfachsten aller Fußball-Wahrheiten definierte. Aber am Ende haben wir beides wieder finden dürfen, fast wie bei Maria und Josef's Herbergssuche. In der Krippe (Corona ist eher keine Krippe) wird das Happy End im Stall von Bethlehem nachgestellt. Unser aller Happy End war die Tatsache, dass wir wieder auf den Platz durften. Und viele fragten sich damals voller Dankbarkeit: "Ja is denn heut' scho Weihnachten?" Ne, aber jetzt.

Und zum Fest der Liebe bleibt uns allen die Hoffnung, dass es im Frühjahr weitergehen kann. Aber manchmal ist der Weg von begeisternden zu Geister-Spielen eben leider nicht weit. Positiv denken (und dabei möglichst negativ bleiben), ist das sprachlich seltsam anmutende, aber in diesen Zeiten durchaus stimmige Motto. Machen wir es also besser als Karl Valentin mit seinem hintergründigen Pessimismus: "Hoffentlich wird es nicht so schlimm, wie es schon ist." Wir werden sehen, was die Zukunft bringt, sagen kann das Stand heute keiner. Paul Gascoigne verhält sich deshalb genau richtig: "Ich mache nie Voraussagen und werde das auch niemals tun.“ Nehmen wir uns - auch in dem Bewusstsein, dass es wichtigeres als Fußball gibt - ganz einfach vor, ihm auch weiterhin und egal, was kommen mag, die Treue zu halten! Es lohnt sich.

Wir sagen nur ein Wort: "Vielen Dank" (Horst Hrubesch)

Apropos Treue: Allen Leserinnen und Lesern, vor allem unseren zahlenden Kunden und treuen Werbepartnern, möchten wir an dieser Stelle ein herzliches "Vergelt's Gott" sagen. Auch uns hat es natürlich gut getan, dass wieder Fußball gespielt wurde. Gut getan hat uns vor allem aber, dass Sie uns durch dieses Jahr begleitet haben!

Wir wünschen Ihnen allen eine friedvolle Weihnachtszeit und erholsame Feiertage – und für 2022 vor allem eines: Bleiben Sie gesund! Oder wie es Thomas Häßler und Andreas Möller formulieren würden: "Bleiben Sie körperlich und physisch topfit und haben Sie in 2022 vom Feeling her immer ein gutes Gefühl!"

P.S.: Jens Jeremies hatte übrigens schon wieder Recht - erneut keine weiße Weihnacht: "Das ist Schnee von morgen!" Oder übermorgen...

Alles Gute wünscht das gesamte Team von anpfiff.info

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