Artikel veröffentlicht am 10.02.2021 um 12:30 Uhr
Droht jetzt der Saisonabbruch?: Weiter kein Amateursport bis 07. März
UPDATE Der Lockdown in Deutschland wird bis mindestens zum 07. März verlängert. Danach soll es zu Lockerungen kommen, aber nur, wenn die Inzidenz von 35 auf 100.000 Personen in Deutschland unterschritten wird. Damit wird die Fortführung der Ligen immer schwieriger und ein Abbruch rückt in den Bereich des Möglichen.
Von Sebastian Baumann
Am Mittwochabend hatte Deutschland Gewissheit, der Lockdown wird bis zum 07. März verlängert. Danach soll es vorsichtige Lockerungen geben, aber nur wenn die Inzidenz in Deutschland unter 35 Infizierte auf 100.000 Einwohner fällt. Allerdings stellte die Kanzlerin Angela Merkel auch klar, dass erst der Einzelhandel geöffnet werden wird und danach erst nach und nach weitere Lockerungsschritte, unter anderem der Mannschaftssport beschlossen werden sollen.

Aktuell könnte in Bayern aufgrund der Kältewelle und des vielen Schnees sowieso nicht gespielt werden, dennoch wird der erneute Re-Start noch weiter auf sich warten lassen.
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Kein Amateursport bis auf Weiteres

Gleichbedeutend mit der Fortsetzung des Lockdowns wird auch der Amateurfußball weiter in der Winterpause bleiben. Zwar hatte die Sportministerkonferenz gefordert den Amateursport mit in mögliche Lockerungsüberlegungen aufzunehmen, doch diese mögliche Öffnung scheint aktuell in weiterer Ferne. Auch BFV-Präsident Dr. Rainer Koch hatte unter der Woche eine Lockerung für den Amateursport gefordert. "Der Amateursport benötigt eine greifbare Perspektive, ein Signal, wann wir wieder zurück auf die Sportplätze können – Schritt für Schritt, sehr verantwortungsvoll, mit den Hygienekonzepten der Vereine, die sich schon beim Re-Start im vergangenen Sommer bewährt haben", sagte der Funktionär und wurde doch nicht erhört.

Der Appell von Dr. Rainer Koch half nichts: Der Lockdown wird weitergehen.
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Kommt es doch zum Saisonabbruch?

Mit der Verschiebung des Lockdowns wird der zeitliche Rahmen für die Fortführung der laufenden Saison immer schwieriger. Schließlich wollte der Verband den Vereinen in der letzten Zwangspause vier Wochen Vorlaufzeit geben, um mit dem Ligabetrieb zu beginnen. Dies würde bedeuten, dass die Wiederaufnahme frühestens Mitte April beginnen könnte. Wenn man bedenkt, dass der Amateursport bei den Mannschaftssportarten das letzte Mal sehr spät wieder beginnen durfte, scheint dieser Termin auch nur schwer zu realisieren zu sein.

Klar ist damit aber auch, dass Sonderspielformen wie der Ligapokal wohl nicht mehr gespielt werden können und auch ein Saisonabbruch in einigen Ligen immer näher rücken könnte. Schließlich haben einige Mannschaften, vor allem in Mittelfranken, teilweise noch bis zu 13 Partien zu absolvieren. Selbst mit englischen Wochen dürfte es da schwierig werden die Spiele noch bis Ende Juni unterzubringen. Allerdings gibt es auch viele Ligen in denen teilweise nur noch sechs Spieltage zu spielen sind. Was bei einem Abbruch passieren wird, ist noch offen. Im Jugendbereich wurden die Aufsteiger zumindest mit der Quotientenregel ermittelt. Diese Variante hatte der BFV für den Seniorenbereich aber bisher ausgeschlossen.

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