Artikel veröffentlicht am 18.11.2020 um 12:00 Uhr
Erfolgreiches Kurzprogramm: Herath: "Haben mit Abstieg nichts zu tun"
So richtig weiß derzeit niemend, wie es mit dem Nachwuchsfußball weitergeht. Ursprünglich war eine Halbserie mit anschließendem Auf- und Abstieg geplant. Dabei präsentierte sich das U19-Team des FSV Bayreuth mit seinem neuen Coach Mark Herath überraschend stark, auch wenn es nur drei Spiele absolvieren konnte. 
Von Hans-Jürgen Wunder
"Für mich selbst war es eigentlich ein logischer Schritt, der von der Vereinsseite gut aufgenommen wurde. Die Mannschaft wollte es und ich war natürlich auch nicht abgeneigt", beschreibt Mark Herath sein Vorrücken zu den A-Junioren. Im letzten Jahr hatte er noch das U17-Team des FSV Bayreuth in der Kreisliga gecoacht und war mit zahlreichen seiner Schützlinge aufgerückt. "Eigentlich haben nur Marc Rolzing und Karim Abdel Razek eine Pause eingelegt. Letzterer wohnt inzwischen in Bischofsgrün, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass er wieder anfängt." Indessen gelang es dem Jungtrainer, einige ehemalige A-Junioren wie Isacan Imren oder Robin Jacob zu aktivieren, die zuletzt kürzer getreten waren. Die Kaderbreite mit etwa 20 Mann stimmt jedenfalls und auch die Trainingsbeteiligung passte. "Wir sind meist zwischen 13 und 15 Mann. Da kannst du durchaus etwas machen."

Bislang treffsicherster FSV-Stürmer: Max Schüssler (re.) erzielte die Hälfte der acht Tore.
anpfiff.info

Hart umkämpfter Auftakt

Mit zahlreichen jüngeren Akteuren des Jahrganges 2002, die in der letzten Saison noch in der Kreisliga gekickt hatten, war eine Standortbestimmung zunächst nur schwer vorzunehmen. "Wir hatten sicher keinen Bammel, zumal die Ost-Gruppe der Bezirksoberliga nach der Aufteilung wohl schwächer ist als die Weststaffel. Denn ich war zuversichtlich, dass unsere Spieler stark genug sind und wir die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holen", so der 25-Jährige. Auch um die Motivation seiner Schützlinge - Corona hin oder her - musste er sich keine Gedanken machen. Um die Mannschaft auf die neue Serie einzustimmen, wurden fünf Testspiele vereinbart, darunter gegen U19-Landesligisten Ebermannstadt, die Oberpfälzer Mannschaft Weiden-Ost oder die Rödentaler Jungs, die in der West-Staffel beheimatet sind. Auch wenn es in der Urlaubszeit personell mitunter recht eng wurde und teilweise nur neun Akteure zur Verfügung standen. Trotzdem haben sich auch die ersten Leistungsträger herauskristallisiert. "Es gibt etwa sechs oder sieben Mann, die das Gerüst der Mannschaft bilden. Der restlichen Plätze müssen Woche für Woche erkämpft werden." Das ist auch notwendig, denn in den Partien können Kleinigkeiten entscheiden, wie Mark Herath gleich beim 2:2-Auftaktremis in Friesen feststellen konnte. "Bei den schwierigen Platzbedingungen hat mir nach hinten etwas die Absicherung gefehlt. Oft standen wir Mann gegen Mann. Sehenswert war aber unser Führungstreffer zum 2:1, als wir aus großer Distanz trafen." Am Ende musste sich der FSV Bayreuth allerdings mit einem 2:2-Unentschieden begnügen.       

Packte zum Auftakt in Friesen den Hammer aus: Tyree Hutchinson 
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Einmal leicht, einmal schwer

Der erste Saisonsieg gegen die JFG Oberes Egertal war zunächst ein hartes Stück Arbeit. "Wir wollten eine Reaktion auf die zwei verlorenen Punkte gegen die JFG GW Frankenwald zeigen", beschreibt der Trainer die Stimmung vor der Partie, die gleich verheißungsvoll begann. Gel Ahmed brachte den FSV nach einer Viertelstunde in Front und als Max Schüssler vor das Pause das 2:0 gelang, war die Partie schon fast entschieden - weil sich die Gäste mit einem Platzverweis selbst schwächten. Wesentlich härter als dieser Dreier fiel der anschließende 2:1-Sieg bei der SG Eintracht Münchberg. Auf dem kleinen und schwer bespielbaren Sparnecker Platz und sehr defensiv orientierten und auf Konter lauernde Gastgebern taten sich die Wagnerstädter lange Zeit recht schwer und hatten dann doch das nötige Quäntchen Glück. Fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit erwischte ein einheimischer Abwehrmann die Kugel so unglücklich, dass sie zur Gästeführung ins eigene Netz prallte. "Anschließend hatten wir bei einem Alleingang noch Glück, dass wir nicht noch den Ausgleich kassiert haben", schildert Herath den vorläufig letzten Auftritts seines Teams. Denn nachdem vier seiner Spieler in Quarantäne mussten, fielen die Spiele gegen Fichtelgebirge und Stiftland flach. Und auch das Gipfeltreffen mit Regnitzlosau kam nicht mehr zustande. "Wir hatten richtig Bock auf das Spiel und hätten der SG einen heißen Tanz bereitet. Aber der Gegner zog den Joker, nachdem der Inzidenzwert über 50 geklettert war und sagte ab." Jetzt rätselt man auch an der Prellmühle, wie es mit der Saison weitergehen soll. Dass es nach dem Kurzprogramm bereits Schluss ist, glaubt auch beim FSV niemand. Zumindest scheint Abstiegskampf kein Thema zu sein, nachdem die Jugendmannschaft noch ungeschlagen ist. In der Zwischenzeit hat sich der Bezirksoberligist auch die Dienste des bisheren Altstädters Abdulkadir Othman gesichert hat, dessen Bruder bereits bei den Herren in der Kreisliga kickt.




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Bilanz FSV Bayreuth

Saison
Pl. 
Liga
2020/21
2. 
Bezirksoberliga Oberfranken Ost
 
2019/20
6. 
Bezirksoberliga Oberfranken
 
2018/19
5. 
Bezirksoberliga Oberfranken
 
2017/18
7. 
Bezirksoberliga Oberfranken
 
2016/17
6. 
Bezirksoberliga Oberfranken
 
2015/16
6. 
Bezirksoberliga Oberfranken
 
2014/15
7. 
Bezirksoberliga Oberfranken
 
2013/14
2. 
Bezirksoberliga Oberfranken
 
2012/13
11. 
Landesliga Nord
2011/12
1. 
Bezirksoberliga Oberfranken
2010/11
2. 
Bezirksoberliga Oberfranken
 
2009/10
0. 
Kreisliga Bamberg-Bayreuth


Transfers FSV Bayreuth

Zugänge
Keine Daten vorhanden
Abgänge
Keine Daten vorhanden

Tabelle Bezirksoberliga Oberfran


Steckbrief M. Herath

Mark Herath
Alter
25
Geburtsort
Bayreuth
Wohnort
Bayreuth
Familie
ledig, 0 Kinder
Nation
Deutschland
Größe
184 cm
Beruf
Referent für Erneuerbare Energien
Starker Fuß
Rechtsfuß
Lieb.-Position
Innenverteidiger
Erfolge
Als Trainer: Aufstieg mit der U17 in die BOL, Stadtmeister 2019


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