Artikel veröffentlicht am 14.10.2020 um 06:00 Uhr
Beispiellos im Landkreis Bayreuth: Ebert: "Ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte!"
MAGAZIN Der alte Mistelgauer Hartplatz hat endgültig ausgedient. Offene Knie und so manche Schlammschlacht gehören nunmehr der Vergangenheit an. Denn nach mehrmonatiger Bauzeit ist das Mammutprojekt abgeschlossen: Mistelgau hat endlich seinen grünen Teppich. In enier feierlichen Feierstunde wurde der Kunstrasenplatz eingeweiht und eröffnet - ein Meilenstein in der Mistelgauer Vereinsgeschichte.
Von Thomas Nietner
"Es ist eine riesige Erleichterung. Es ist endlich vollbrachte", atmete Jörg Ebert bei seiner Ansprache auf, nachdem nur wenige Stunden zuvor der vierköpfige Bautruppe am Mittag seine Sache zusammengepackt und sich fast schon etwas wehmütig zur nächsten Baustelle verabschiedet hatte. Die Spezialfirma ASPD Deutschland GmbH aus Düsseldorf hatte in den vergangenen Tagen auf dem alten Hartplatz den Kunstrasen verlegt und damit das im Landkreis Bayreuth bislang einmalige Kunstrasenprojekt zum Abschluss gebracht. "Ein Meilenstein in unserer Vereinsgeschichte", betonte der Mistelgauer Vorstand in seiner Rede vor einer Reihe von geladenen Gästen und zahlreichen Vereinsmitgliedern. Die Hauptarbeiten sind nunmehr abgeschlossen. "Der Platz wartet jetzt auf Spieler und Bälle", strahlte Jörg Ebert mit einem Blick auf den neuen grünen Teppich. Dieser steht nunmehr sowohl den Fußballmannschaften des Vereins sowie den Teams der JFG Bayreuth-West/Neubürg auf einer Fläche von 96,5 auf 66 Meter zur Verfügung. „Auf dem Platz kann bei jedem Wetter trainiert und gespielt werden. - quasi 365 Tage im Jahr", so der Mistelgauer.

Nach der Platzsegnung durch Pfarrerin Mareike Kraemer gibt Vorstand Jörg Ebert den neuen Kunstrasenplatz frei.
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"Ein langer und steiniger Weg"

Wie bei so vielen anderen Vereinen hatte man auch in Mistelgau schon lange von einem Kunstrasen geträumt. Schon 2006 gab es Überlegungen in diese Richtungen. "Ein langer und steiniger Weg", erinnert sich Jörg Ebert. Erst 2018 kam jener Punkt wieder auf die Tagesordnung. Im zweiten Anlauf gab es dann aber kein Zurück mehr. Bereits ein Jahr später erhielt der Bezirksligist grünes Licht zum Bau. Die Finanzierung stand. Bevor jedoch die Spezialfirma aus Düsseldorf anrücken konnte, war viel Eigenleistung der Vereinsmitglieder gefragt. Bäume wurden gefällt, Mauern errichtet, Drainagen verlegt, eine Zisterne gesetzt und viel um den Platz herum gepflastert. Torfangnetze durften natürlich ebenso nicht fehlen wie eine neue Flutlichtanlage. Investitionen, die einschließlich des Kunstrasenplatzes mit fast 400.000 Euro zu Buche schlugen. Der Bayerische Landessportverband unterstützte dies immerhin mit einem 45-prozentigen Zuschuss. Darlehen, ein Zuschuss der Gemeinde und Sponsoren rundeten das Finanzpaket letztendlich ab. "So können wir nun unser Sportgelände um einen weiteren, nicht unwesentlichen Baustein erweitern", verweist Jörg Ebert auf die schmucke Anlage.

Ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte des SV Mistelgau: Der Kunstrasenplatz ist fertiggestellt.
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"Das Team hat sich gegenseitig übertroffen!"

Ehe die bereits ungeduldig wartenden Kicker der ersten und zweiten Mannschaft ihre erste Trainingseinheiten auf dem neuen Geläuf absolvieren durften, erteilte Pfarrerin Mareike Kraemer dem Platz aber erst noch den geistlichen Segen - in der Hoffnung, die Heimelf möge stets ein Tor mehr als der Gegner schießen. "Wir haben alles richtig gemacht mit diesem Projekt. Einen großen Anteil daran hat unser siebenköpfiger Bauausschuss, in dem sich jeder mit 200 Prozent eingebracht hat. Das Team hat sich quasi gegenseitig übertroffen. Das ist insgesamt eine tolle Gesamtleistung des Vereins mit vielen weiteren über hundert Helfern", richtete Jörg Ebert seinen Dank an die Vereinsmitglieder, die darauf noch einmal bei der offiziellen Einweihungsfeier am 21. November anstoßen werden. Bis dahin dürfen die großen und kleinen Kicker aber natürlich schon auf den Platz. Erfahrungen von anderen Plätzen zeigen, dass die Resonanz auf dem Kunstrasen meist riesig ist - selbst an kalten und ungemütlichen Tagen. "Jetzt kommen bestimmt selbst die Spieler von den Alten Herren wieder zum Training", witzelte es aus Spielerkreisen, wenngleich die Trainingsbeteiligung in den letzten Monaten sowieso schon gut war. Das versicherte zumindest Trainer Uwe Fischer. Der Platz dient seinen Kickern nun nicht mehr als Ausrede. "Der Platz alleine holt aber noch keine Punkte. Wir müssen schon selbst liefern. Aber man merkt jetzt natürlich eine gewisse Aufbruchsstimmung. Wir haben hier jetzt wirklich ein super Umfeld", freut sich der Mistelgauer Coach ebenso wie seine Spieler über die neuen Trainingsbedingungen. Ob die Rot-Schwarzen bereits am kommenden Wochenende gegen den BSC Saas ihr erstes Spiel auf dem Kunstrasenplatz austragen, lässt Spielleiter Christopher Götschel derweil noch offen. Das entscheidet letztendlich das Wetter. Denn einen Naturrasen gibt es in Mistelgau schließlich auch noch.

Test bestanden: Die Mistelgauer Spieler freuen sich auf die ersten Trainingseinheiten auf dem neuen Kunstrasenplatz.
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Kunstrasenplatz Mistelgau



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