Artikel veröffentlicht am 08.01.2019 um 06:00 Uhr
Der beste Punkteschnitt entscheidet: Kreuzer sind Mannschaft des Jahres 2018
So richtig Freude kam bei den Kreuzer nicht auf, als sie in der Oberfrankenhalle vor über 2.000 Zuschauern als beste Mannschaft des Jahres 2018 im Spielkreis Bayreuth geehrt wurden. Zu frisch war noch der Ärger über das Vorrundenaus bei der Bayreuther Hallenstadtmeisterschaft. Mit ein paar Tagen Abstand sieht SCK-Coach Martin Fraß die Sache aber schon wieder anders.
Von Thomas Nietner
"Für die hundert Liter Bier finden wir sicherlich einen geeigneten Zeitpunkt", sagt Martin Fraß. Die Meisterfeier wäre hier Ende Mai oder Anfang Juni ein solcher Termin. Denn so schön die Auszeichnung als Mannschaft des Jahres auch ist, davon kaufen können sich die Kreuzer davon noch nichts. Eine schöne Bestätigung, dass die Bayreuther auf dem richtigen Weg sind, ist es jedoch auf alle Fälle. Denn immerhin siegten sie in 18 von 23 Partien im vergangenen Jahr und verwiesen damit die Kreisligisten aus Kanz und Mistelgau auf die Plätze. Die Niederlagen 2018 kann der Kreuzer Coach dabei an nicht einmal einer Hand abzählen: "Kirchenpingarten war dabei in der Vorsaison die schlimmste." Jene Aussage verwundert nicht. Denn die Frankenpfälzer überfuhren die Kreuzer zum Rückrundenauftakt bei der 1:9-Pleite nicht nur, sondern warfen die Bayreuther dadurch auch frühzeitig aus dem Rennen um die Plätze eins und zwei. Daran änderte auch nichts mehr, dass die Fraß-Elf bis zum Saisonende kein weiteres Spiel mehr verlor. Daran knüpften die Kreuzer auch in der neuen Saison an. Dieses Mal ist die Fraß-Elf die Übermannschaft. 14 Siege stehen lediglich zwei Niederlagen gegenüber. "Plankenfels hat zur Kerwa gebissen. Die wollten das Spiel unbedingt gewinnen und gegen Glashütten sind wir einfach planlos angelaufen", erinnert sich der Kreuzer Coach an die beiden einzigen Ausrutscher der laufenden Saison. Viel mehr ließ seine Elf nicht anbrennen. Auf eigenem Platz ist seine Mannschaft sogar seit August 2017 ungeschlagen.

Mannschaft des Jahres 2018: Kreuz Bayreuth
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Meisterschaft noch nicht entschieden

An eine Partie 2018 erinnert sich der 53-Jährige dabei besonders gerne. Und zwar als seine Elf in den letzten Minuten gegen die TFC-Reserve einen 0:2-Rückstand noch in einen 3:2-Sieg drehte. "Es waren auch schon mal knappe Ergebnisse dabei", lässt sich Martin Fraß nicht von den Ergebnissen blenden und warnt seine Elf daher auch. Entschieden ist die Meisterschaft für ihn noch nicht. "Wenn Warmensteinach sein Nachholspiel noch gewinnt, dann sind es nur noch acht Punkt Vorsprung", misst er daher den Auswärtspartien in Warmensteinach, der Post und in Obernsees sowie dem Heimspiel gegen Plankenfels die meiste Bedeutung bei. "Wenn wir dort bestehen, dann können wir den Abstand halten", rechnet Martin Fraß schon mal etwas voraus. Am vorletzten Spieltag wäre seine Elf dann spielfrei. Jener Zeitpunkt würde sich dann nicht nur für einen Ausflug eignen, sondern wäre auch ein guter Termin für die Verköstigung der 100 Liter Freibier, das anpfiff.info neben einem Satz Trainingsleibach und neben einem 100-Euro-Gutschein von der Geseeser Landbäckerei für die Mannschaft des Jahres zur Verfügung stellt. Aber den Tag will Martin Fraß noch nicht vor dem Abend loben. Das hat ihm auch die Hallenstadtmeisterschaft gelehrt: "Wir neigen da mitunter zur Überheblichkeit." Das darf den Kreuzern in der Rückrunde möglichst nicht wieder passieren. In der Halle verspielten die Bayreuther ihre gute Ausgangslage im dritten Spiel gegen die bis dato sieglosen Donndorfer. "Selbst ein 0:3 hätte uns noch für das Viertelfinale gereicht", merkt Martin Fraß an. Nach zwei Zweitstrafen erzielten die Grün-Weißen aber schließlich noch den vierten Treffer. Die Kreuzer waren damit frühzeitig aus dem Turnier ausgeschieden und hatten sich nach dem unrühmlichen Auftritt unter dem Dach der Oberfrankenhalle vor über 2.000 Zuschauern nicht allzu viele Sympathien erspielen können.

Nach dem Vorrundenaus konnte die Auszeichnung die Kreuzer nur wenig trösten.Es ändert aber nichts daran: Die Bayreuther hatten 2018 den besten Punkteschnitt im Spielkreis Bayreuth. Sie folgen damit auf dem TFC Bayreuth.
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Hallenauftritt wirkt nach

"Das letzte Spiel ist natürlich absolut ärgerlich", beschönigt Martin Fraß da nichts: "Aber nach dem Auftritt hatten wir das Weiterkommen auch nicht verdient. Ich habe mich da schon geschämt." Da konnte die folgende Auszeichnung zur Mannschaft des Jahres auch nur wenig hinwegtrösten. Torjäger Ali Schechallah entschuldigte sich zwar bei seiner Elf nach seinem diszplinlosen Auftritt bei der Mannschaft. Ob sich das Thema damit bereits erledigt hat, weiß Martin Fraß noch nicht. Das lässt er erst einmal offen: "Die kurzentschlossenen Entscheidungen sind nicht immer die besten. Jedenfalls hat es gezeigt, dass es kein Spieler allein schafft. Wir gewinnen nur gemeinsam. Kein Spieler steht über den anderen. Einzige Ausnahme ist hier Spielführer Simon Wojciechowski." Die Botschaft dürfte bei seiner Elf angekommen sein.

Einer der Neuen bei den Kreuzern: Auf Bastian Guhl hält Martin Fraß große Stücke.
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Mehrere Optionen in der Rückrunde

Dabei dürfte dem Kreuzer Coach entgegenkommen, dass ihm in der Rückrunde wieder mehr Akteure zur Verfügung stehen dürften als beim letzten Spiel des vergangenen Jahres gegen die Donndorfer Reserve. Da mussten die Bayreuther lediglich mit einem Ersatzspieler auskommen. Für Martin Fraß konnte dies jedoch kein dauerhafter Zustand sein: "So ein Szenario wollte ich nicht nochmal erleben." Da trifft es ich ganz gut, dass die beiden Studenten Mats Wortelmann und Oscar Mattey in der Rückrunde wieder mit von der Partie sind und auch Torwart Markus Schoberth den Weg aus Leuchau zurückgefunden hat. Und auch der Ex-Saaser Alexander Sack sollte nach seinem Auslandsaufenthalt in der zweiten Saisonhälfte mehr als nur drei Partien für den Spitzenreiter absolvieren. Damit aber noch nicht genug. Denn neben dem vielversprechenden FSV'ler Bastian Guhl konnte Martin Fraß in der Winterpause noch eine echte Granate an Land ziehen: Sasha Spasovski spielte in Serbien bereits in der 2. Liga. "Der hat ein wahnsinniges Auge und viel Power", verspricht sich Martin Fraß viel von seinem neuen Sechser. Zudem haben gleich vier FSV'ler, mit denen die Kreuzer eine Spielgemeinschaft in der Reserve haben, ihre Pässe auf den SC Kreuz umschreiben lassen: Schlussmann Robert Rühl, Robert, Dominik Konther, Sven Lehner und Dominik Klose sind nunmehr echte Kreuzer. "Wir sind damit nicht nur breiter in der Rückrunde aufgestellt, sondern auch stärker", ist sich Martin Fraß sicher. Punkten die Kreuzer auch 2019 so weiter, wären sie jedenfalls wieder ein Kandidat für die Mannschaft des Jahres, wobei da oft die Mannschaften die Nase vorne haben, die in der ersten Hälfte den Aufstieg knapp verpassen und dann in der Vorrunde der neuen Saison durchmarschieren - so wie Kreuzer in dieser Saison eben.

Frühzeitiger Abgang: Ali Schechallah (vorne) war mit seiner Zwei-Minuten-Strafe bei der Hallenstadtmeisterschaft offensichtlich nicht ganz einverstanden.
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Bilanz SC Kreuz Bayreuth

Saison
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Liga
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2018/19
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A-Klasse 5 Bayreuth-Kulmbach
2017/18
3. 
A-Klasse 5 Bayreuth-Kulmbach
 
2016/17
5. 
A-Klasse 7 Bayreuth-Kulmbach
 
2015/16
16. 
Kreisklasse 5 Bayreuth-Kulmbach
2014/15
14. 
Kreisklasse 5 Bayreuth-Kulmbach
2013/14
6. 
Kreisklasse 4 Bayreuth-Kulmbach
 
2012/13
1. 
A-Klasse 5 Bayreuth-Kulmbach
2011/12
15. 
Kreisklasse 4 Bayreuth-Kulmbach
2010/11
13. 
Kreisklasse 4 Bayreuth-Kulmbach

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