Artikel veröffentlicht am 06.11.2018 um 09:00 Uhr
Aktion "Danke Schiri": Ehrungen im Kreis 1 durchgeführt
Die Aktion "Danke Schiri" des DFB und seiner Landesverbände dient der Würdigung des Ehrenamtes im Schiedsrichterwesen. Im Rahmen dieser Aktion ehrten auch die vier SR-Gruppen im Kreis 1 - Bamberg, Bayreuth, Kulmbach und Steigerwald - unter der Leitung von KSO Günther Reitzner ausgewählte Referees in den Kategorien Frauen, Ü50 und U50 in der Brauerei Hartmann in Würgau.
Von Markus Schütz
KSO Günther Reitzner, der auch die Geschenke für Geehrten besorgte, eröffnete die Veranstaltung: "Diejenigen, die heute geehrt werden, sind Beispiele für die Leistungsträger in den jeweiligen Gruppen. Wenn solche wie sie wegbrechen, dann wird es nicht nur in den Schiedsrichter-Gruppen eng - sondern damit auch im Amateurfußball.", wies er auf die wichtige Rolle der Schiedsrichter im Allgemeinen hin.

Die Geehrten der Bamberger Gruppe, eingerahmt von KSO Günther Reitzner (li.) und Stellvertreter Simon Winkler (re.): Sabrina Braun, Georg Heller und Uwe Hubatschek (v.li.).
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GRUPPE BAMBERG

Reitzner ehrte als Bamberger GSO zunächst Sabrina Braun. "Sie hat vor sechs Jahren ihre Prüfung abgelegt, die Schiedsrichterei ist mittlerweile ein guter und wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Auch ihr Freund pfeift.", erklärt der KSO. "Ich bin sicher, noch immer haben es Frauen an der Pfeife schwerer als die männlichen Kollegen.", so Reitzner, der die Geehrte in ihrem ersten Kreisklassen-Spiel beobachtete: "Es war das erste Mal, dass ich eine 8,6 vergeben habe!", blickte er zurück und lobte den "gesunden Ehrgeiz und die tolle Entwicklung" von Sabrina Braun, die sich auch außerhalb des Spielfeldes regelmäßig für die Gruppe engagiert und als Assistentin bis zur Landesliga im Einsatz ist. "Sie ist ein echter Teamplayer!"

Uwe Hubatschek pfeift mittlerweile seit ziemlich genau 30 Jahren und ist aufgrund seiner geradlinigen Art im Spielkreis einer der bekanntesten und beliebtesten Schiedsrichter. "Durch sein hohes Ansehen repräsentiert er unsere Gruppe hervorragend nach außen!", lobte der KSO. "Ihn kann man zu den schwierigsten Spielen schicken, denn man weiß, es wird mit ihm als Spielleiter keine Probleme geben." Einst war er in der Bayernliga an der Linie, heute ist er als Beobachter unterwegs, engagiert sich im Lehrstab uvm. "Er ist durch seine ruhige und souveräne Art ein Vorbild und eine Leitfigur in der Gruppe. Von genau solchen Leuten lebt das Schiedsrichter-Wesen."

"Jeder kennt dich, du kennst jeden!", stellte Günther Reitzner den Anwesenden Georg "Schorsch" Heller vor. "Du bist ein Bamberger Original - auch außerhalb deiner Tätigkeit als Schiedsrichter!" Am 06.03.1965 legte Georg Heller als 19-Jähriger seine Prüfung ab und schaffte es innerhalb kurzer Zeit in die Bezirksliga, in der er 18 Jahre lang Spiele leitete. Oft brachte er es auf 15 Spiele im Monat und mehr. "Er ist einer der Pioniere unserer Gruppe.", adelte Reitzner den menschlichen und auf eine sympathische Art schlitzohrigen Georg Heller, der "bei Wind und Wettre zu jedem Spiel im Kreis mit dem Fahrrad, im Bezirk mit dem Zug anreiste. Das ist heute unvorstellbar!" Der Erzbischof sagte einmal über Heller, der sich auch im kirchlichen Bereich stark einbringt: "Sie sind ein treuer Arbeiter im Weinberg des Herrn!" Das gleiche gelte für die SR-Gruppe Bamberg. "Seine große Beliebtheit bei den Vereinen kam nicht von ungefähr!", so Reitzner, der einige lustige Geschichten über den "alten" Haudegen zu berichten wusste. 

GSO Alexander Maisel (re.) mit den Geehrten der Gruppe Bayreuth: Manfred Schröder und Gerd Rieß (v.li.).
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GRUPPE BAYREUTH

GSO Alexander Maisel nahm die Ehrungen für die Gruppe Bayreuth vor. 
Er würdigte zunächst den Einsatz von Gerd Rieß, der am 1. April 1995 seine Schiedsrichter-Prüfung ablegte und für seinen Heimatverein SV Weidenberg pfeift. "Seine Karriere als Spieler war da deutlich kürzer: Er machte ein einziges Spiel...", so der GSO augenzwinkernd. Seit 2010 ist Rieß auch Gruppenspielleiter im Kreis 1. "Und er ist sehr leidensfähig, schließlich ist er HSV-Fan." Alexander Maisel lobte das Engagement von Gerd Rieß, der immer Lösungen finde und stets positiv denke. Aktuell ist er für die Kreisklasse qualifiziert und kümmert sich auch um die Betreuung der Neulinge. "Er war, ist und bleibt immer ein wichtiger Ansprechpartner für mich als Obmann.", so Maisel. 

Manfred Schröder war nicht nur ein guter Fußballer beim TSV Neudrossenfeld, sondern ist auch "ein gewissenhafter und zuverlässiger Schiedsrichter-Kamerad. An der Pfeife, aber auch im Dienst an unserer Gruppe!", so Maisel über Schröder, der mit 35 Jahren seine SR-Prüfung ablegte und einst für die Bezirksoberliga qualifiziert war. 2002 erhielt er verdienter Maßen die Goldene Pfeife der Gruppe Bayreuth. Eine wichtige Funktion nimmt er bei der Organisation von Veranstaltungen ein. "Egal, welche Aufgabe er übertragen bekommt: Es wird alles reibungslos erledigt!", so Maisel über den Club-Fan. 

GSO Udo Konstantopoulos (2.v.re.), Einteiler Jörg Träder (re.) und Lehrwart Dominik Haas (2.v.li.) mit den Geehrten der Gruppe Kulmbach: Martina Müller (li.), Marco Wolf (4.v.li.) und Fred Jakob (3.v.re.).
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GRUPPE KULMBACH

Für die Gruppe Kulmbach nahm GSO Udo Konstantopoulos die Ehrungen dreier Schiedsrichter-Kamerad(-inn)en vor. 
Zuerst folgte die Auszeichnung von Martina Müller, die am 28.04.2009 ihre Prüfung ablegte, derzeit bis zur Bezirksliga qualifiziert ist, aber auch schon mit einer sehr guten Leistung das Damen-Regionalliga-Spiel zwischen dem Club und Fürth leitete. Momentan erholt sie sich noch von einer schwerwiegenderen Verletzung, "ich hoffe allerdings, dass sie dann bald an die Tür zum Verband anklopft.", lobte Konstantopoulos das Talent seiner Schiedsrichterin, die auch in der Gruppe sehr gut mitarbeitet und insbesondere die Kolleginnen an der Pfeife hervorragend unterstützt. 

Marco Wolf ist seit 2003 Schiedsrichter und pfeift aktuell bis zur Kreisklasse. Gerne unterstützt er die jungen Kollegen an der Seitenlinie und ist seit 2009 Kassier der Gruppe, seit 2013 darüber hinaus stellvertretender Obmann. "Er übernimmt viele Aufgaben im Hintergrund und ist äußerst zuverlässig!", so der GSO über seinen Stellvertreter. "Er ist ein großer Gewinn für unsere Gruppe und ich bin froh, ihn an meiner Seite zu wissen!", bedankte sich Konstantopoulos. 

Fred Jakob, der 2001 seine Schiri-Prüfung ablegte, pfeift bis zur Kreisliga. Er nimmt regelmäßig Nachwuchsschiris mit "und ist immer da, wenn man ihn braucht! Rückgaben gibt es bei ihm nicht." Udo Konstantopoulos erwähnte lobend, "dass man ihm jedes Problemspiel geben kann, er bewältigt die Aufgaben sicher und zur größten Zufriedenheit. Dadurch hat er sich auch den Respekt bei den Fußballern und Vereinen erarbeitet." Ebenso überzeugt er als motivierter und motivierender Trainer der Schiedsrichter-Mannschaft, die nicht zuletzt durch sein Engagement und seinen Ehrgeiz oberfränkischer Titelträger ist. "Wir sind froh und stolz, einen wie dich in unserer Gruppe zu haben!", adelte der GSO seinen Referee. 

Stellvertretender Obmann Frank Burkard (li.) mit den Geehrten der Gruppe Steigerwald: Markus Hager und Richard Wittke (re.).
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GRUPPE STEIGERWALD


In Vertretung von GSO Uwe Storch ehrte Frank Burkard die Steigerwälder Kollegen. Zunächst Richard Wittke, der vor einigen Jahren aus der Gruppe Bamberg in den Steigerwald gewechselt ist und mittlerweile seit 1994 Spiele leitet. Jahrelang war er als Beobachter unterwegs und kümmert sich heute noch mit viel Engagement um die Jung-Schiedsrichter. Aus gesundheitlichen Gründen ist er vorwiegend in der A-, B-Klasse oder bei den Frauen eingesetzt. "Man kann immer zu ihm kommen, er steht stets mit Rat und Tat zur Seite!", lobte Burkard den erfahrenen und geradlinigen Referee. Wittke, der vor 31 Jahren ein Sportgeschäft gründete, entwarf übrigens auch das Wappen der SR-Gruppe Bamberg...

Markus Hager legte vor ziemlich genau 14 Jahren seine Schiedsrichter-Prüfung ab. Viereinhalb Jahre war er Lehrwart der Gruppe und unterstützt seinen Nachfolger bei Bedarf noch heute. Er leitete selbst Spiele bis zur Bezirksliga, aktuell ist seine Ligenhöhe die Kreisliga. "Obwohl er beruflich auswärts und stark eingespannt ist, ist er noch häufig auf dem Platz zu finden.", zeigte sich Frank Burkard dankbar. Markus Hager ist darüber hinaus Torhüter der Steigerwälder Schiedsrichter-Mannschaft. 

Im Namen seiner GSO-Kollegen bedankte sich Udo Konstantopoulos (li.) bei KSO Günther Reitzner. 
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Zum Abschluss des offiziellen Teils bedankte sich Udo Konstantopoulos im Namen seiner GSO-Kollegen bei KSO Günther Reitzner nicht nur für die Organisation des Ehrungsabends. Sondern auch für sein "unglaubliches Engagement für die Schiedsrichterei." Reitzner, der während seiner aktiven Zeit kein einziges Spiel zurückgegeben hat, "war immer ein Vorbild für mich als junger Schiri!", so der Kulmbacher GSO.

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