Artikel veröffentlicht am 02.05.2018 um 20:00 Uhr
Tag der Legenden im Altstadt Kult: Hunderte Ex-Spieler treffen sich
MAGAZIN Es war einer der Tage, die in die Geschichtsbücher Einzug halten werden. Der Bayreuther Fanclub "Altstadt Kult", seit jeher für verrückte Aktionen bekannt, lud am vergangenen Freitag zum "Tag der Legenden" in die Wagnerstadt. Und mehr als 100 ehemalige Spieler aus den letzten fünf Dekaden kamen, um einen gemütlichen Tag miteinander zu verbringen.
Von Andi Bär

"Es war ein großartiger Tag und Abend", so Jürgen Rank, Mitinitiator des Bayreuther Fanmuseums. Wie so viele Ideen entsprang auch der "Tag der Legenden" aus einer Bierlaune. Man sinnierte über altgediente Recken, die man lange Jahre nicht zu Gesicht bekam. Um am Ende zu beschließen, diese auf einen legendären Tag nach Bayreuth einzuladen. Einem Weißwurstfrühstück mit Museumsbesichtigung folgte der Spielbesuch der Altstädter Partie gegen den TSV 1860 Rosenheim, ehe nach einer launigen Begrüssungsansprache von SpVgg-Geschäftsführer und Museums-Mitinitiator Christian Höreth ein für den ein oder anderen bis in die frühen Morgenstunden dauernder gemütlicher Abend folgte.

Die Mannschaft aus der Saison 1968/1969 war zahlreich vertreten: Aus Nürnberg kamen Adi Ruff mit Sohn und Christian Rother mit Ehefrau in die Wagnerstadt.
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Einladungen an knapp 400 Ex-Spieler

Bis dieser geschichtsträchtige Tag allerdings von statten gehen konnte, war viel Vorarbeit nötig. Vor allem die Kontaktdaten vieler früherer Zweitligaspieler in Erfahrung zu bringen, war nicht ganz so einfach - wie die Macher erzählen. "Knapp 400 Spieler waren auf der Liste", erzählt Andi Bär, der für die Einladungen verantwortlich zeichnete. Auf die Fahnen hatte man sich geschrieben, möglichst viele zu kontaktieren, die seit 1968 das Gelb-Schwarze Trikot trugen. Gerechnet haben die Macher mit vielleicht 60, 70 alten Recken, die im Museum erscheinen würden. Am Ende waren es weit über 100, die sich die Ehre gaben. Darunter einige absolute Ikonen. "Das war irgendwann ein Selbstläufer", erzählt Bär, "da hast du Spieler angerufen, die wussten schon von dem Treffen. Und je näher das Event rückte, desto häufiger haben Spieler von sich aus angerufen oder geschrieben, ob sie denn nicht eingeladen werden." Der ein oder andere musste schweren Herzens absagen - doch viele folgten dem Ruf des Altstadt Kult. "Um einige war es wirklich schade",  so Bär. So mussten mit Heinz Elzner, Gerhard Happ und Hans Krostina drei ehemalige Trainer aus gesundheitlichen Gründen passen, urlaubsbedingt mussten unter anderem Ex-Kicker vom Schlag eines Erich "Ete" Beer, Ex-Coach Roland Gebelein, Klaus "Lou" Gebhardt und Rudi Hannakampf absagen - wieder andere wie Armin Eck, Klaus Brand, Rudi Litz und Herbert Heidenreich hatten mit ihren aktuellen Clubs richtungsweisende Partien an diesem Tag zu absolvieren. Und doch: Es kamen weit mehr als erwartet. Und traten ihren Heimweg bester Laune an. Mit vielen rechneten die Macher nicht ernsthaft.

Mehr Legende geht kaum: Mogens Hansen kam aus Dänemark, Poker-Profi Aleksander Abutovic nutzte sein freies Wochenende und Bobby Breuer ließ sich das Treffen ebenfalls nicht entgehen.
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1000 Kilometer einfach

Den Vogel schoss dabei Mogens Hansen ab: Er reiste mit Sohn Mikkel extra aus Dänemark an und zeigte sich höchst begeistert vom Treffen mit vielen alten Weggefährten. "Ich komme im Sommer wieder", versprach der einstige Paradestürmer. Doch nicht nur er nahm einige Kilometer in Kauf: Aus Ingolstadt kam Christoph "Raute" Bauer dem zu laufenden Halbmarathon zum Trotz und aus dem Stuttgarter Dunstkreis trafen die 80-Jahre-Legenden Uwe Anweiler und Jörg Wolff sowie der inzwischen beim Württembergischen Fußballverband für die Trainerausbildung und die Talentförderung zuständige Michael Rentschler ein, wie auch Herbert Wiest aus Augsburg nicht gerade um die Ecke beheimatet. Sie sollten viele alte Spezl treffen: Stefan Hübner, Udo Konradi, Roland Grüner, Markus von Aufseß und Otmar Bayer - zwei aus der stark vertretenen Nürnberger Fraktion. Aus der Coburger Ecke fanden mit Rene Schubart und Benjamin Demel zwei jüngere Altstädter mit Legendenstatus bei den Anhängern den Weg an die alte Wirkungsstätte. Noch einen Tick weiter fuhren Stefan Seufert und Pero Skoric, zwei bei den Fans äußerst beliebte Kicker aus dem Schweinfurter Eckchen. Und auch ehemalige Hofer ließen sich nicht lumpen: Selbitz-Trainer Henrik Schödel und Giorgio Arancino trudelten nach ihren Partien im Altstadt-Kult-Museum ein.

Jörg Wolff damals und heute: Er war es, der (unten rechts) das bislang letzte Altstädter Zweitligator der Historie markierte.
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Die Überraschung des Tages erlebten die Anhänger, die nach dem Altstadt-Spiel ebenfalls im Museum aufliefen, am späten Nachmittag. Für alle völlig überraschend lief der einstige Regionalligatrainer Gino Lettieri, am Freitag mit seinem Club noch in der ersten polnischen Liga aktiv, ein. Stefan Seufert, einer seiner früheren Lieblingskicker, telefonierte am Mittag mit seinem Ex-Coach und Lettieri folgte dem Ruf von Seufert.

Überraschung gelungen: Diebisch freuten sich die Rank-Zwillinge Michael und Jürgen (rechts) über das Erscheinen von Gino Lettieri.
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Lettieri traf einige alte Weggefährten: Benjamin Demel war ebenso da wie Giorgio Arancino und - aus Offenbach angereist - Alexander Konjevic, der sich bei seinem alten Kumpel Mika Sajaia einquartierte. Doch nicht nur junge Legenden gaben sich die Ehre. Überraschend viele altgediente Recken aus den 60er- und 70er-Jahren waren dabei und genossen die vielen Geschichten, die man sich erzählte.

Uwe Sommerer, einst 1:0-Siegtorschütze im DFB-Pokalspiel gegen den FC Bayern München, hatte an der Seite alter Teamkollegen um Norbert Hofmann richtig Spaß.
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Wer es nicht ins Museum schaffte, der ließ sich auch gerne nur beim Altstädter Spiel blicken. Darunter auch einige Gesichter, die man lange nicht mehr in Bayreuth gesehen hat. Hans Joachim Barnickel tauchte genauso auf wie Mistelbachs Trainer Markus Taschner und der einstige Kult-Manndecker Oliver Riley. Ebenso dabei - und später noch länger am Start: Stefan Sachs, in den 80er-Jahren einer der Symphatieträger. Die Geschichte, wie ihn Kult-Präsident Hans Wölfel einst verpflichtete, durfte er einige Male zum Besten geben. Sachs war wie Heiner Dumpert einer, der sich einen Namen gemacht hat. Vor seiner Partie bei Ex-Club Mönchröden ließ es sich der von den Anhängern gerne als "Fußballgott" gefeierte Dumpert nicht nehmen, kurz aufzutauchen. Wie auch der legitime Nachfolger als Fußballgott, Werner Thomas. Er und seine einstigen Mitstreiter wie Jörg Pötzinger, Matthias Kauper, Aleks Abutovic, Alexander Hofmann, Heiko Gröger, Michael Rentschler, Coach Norbert Hofmann und die Hofmann-Brüder Alexander und Michael hatten sich viel zu erzählen.

Stefan Seufert und Oliver Riley mit Hopfenkaltschale - im Hintergrund hat HaJo Barnickel seinen Spaß.
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"Es war ein rundum gelungener Tag", so Mitinitator Andi Bär, "und wird sicherlich nicht die letzte Aktion in dieser Richtung gewesen sein!" Die Basis für weitere Treffen ist gelegt. Auch da die alten Kicker mitunter eingeschlafene Kontakte wiederbeleben konnten. Die zeigten sich ausnahmslos begeistert von der Veranstaltung. Was auch daran lag, dass die Mitglieder das Fanclubs ordentlich mit zupackten und den Legenden ein freudiges Wiedersehen bereiteten.


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