Artikel veröffentlicht am 09.11.2017 um 15:00 Uhr
Himmelkron führt die Liga an!: Schneider: " Wir haben den Abstieg verarbeitet!"
Erst am letzten Spieltag rutschten die Damen des TSV Himmelkron unter den Strich. Der Abstieg konnte nach einer durchwachsenen Serie im vergangenen Jahr kaum bitterer sein. Spielerisch konnte die Mannschaft von Matthias Schneider in der Liga mithalten, doch fehlten die wichtigen Tore, um die Bezirksoberliga zu halten. Der Abstieg ist jedoch Vergangenheit und der Blick geht wieder nach vorne bei den Damen des TSV.
Von Florian Maedler
Beim TSV Himmelkron läuft es nach den bitteren Gang in die Bezirksliga Ost. Nach der Auftaktniederlage, die laut Trainer Matthias Schneider sehr unglücklich war, läuft es wieder bei den Damen aus dem Fichtelgebirge. Sieben Siege in Folge deuten auf eine ansteigende Form hin. Mit den jüngsten Erfolgen gegen die direkte Konkurrenz konnten sich die Schützlinge von Matthias Schneider auf den Thron der Bezirksliga Ost setzen mit einen komfortablen sieben Punkte Vorsprung. Ein Grund für anpfiff.info, mit dem Trainer des TSV Himmelkron zu sprechen.

Guten Abend Herr Schneider. Der Abstieg war sicherlich bitter. Scheinbar hat die Mannschaft aber den Gang in die Bezirksliga gut verarbeitet. Wie würden Sie die aktuelle Verfassung der Mannschaft beschreiben?
Matthias Schneider: "Die Mannschaft war nach dem Abstieg sehr geknickt, zumal wir spielerisch gut mithalten konnten. Uns hat ein klassischer Knipser gefehlt. Dennoch ist die Mannschaft zusammen geblieben, um wieder an erfolgreiche Zeiten anzuknüpfen. Nur Marion Küspert ist zu ihren Heimatverein ASV Wunsiedel zurückgekehrt. Ansonsten ist der Kader zusammengeblieben und will gemeinsam den Abstieg wieder gerade biegen. "

Auch in der Saison nach dem Abstieg ist Matthias Schneider engagiert und couragiert an der Seitenlinie des TSV Himmelkron anzutreffen.
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Was ist Ihnen persönlich durch den Kopf gegangen nach dem Abstieg aus der Bezirksoberliga?
Matthias Schneider: " Ich wollte natürlich bei meinen Amtsantritt die Ergebnisse meiner Vorgänger bestätigen. Leider ist der Kader im Laufe der Saison immer dünner geworden. Ich habe natürlich nach dem Abstieg gezweifelt und überlegt, ob ein neuer Trainer neue Impulse setzen kann. Letzlich haben wir aber beschlossen, alle gemeinsam den Abstieg zu verarbeiten. Nachdem die Resonanz der Mannschaft auch durchweg positiv waren, habe ich gesagt, dass ich an Bord bleibe. So schnell gebe ich dann auch nicht klein bei."

Hat Ihre Tochter, Sara Schneider, bei Ihren Überlegungen eine Rolle gespielt?
Matthias Schneider: "Zumindest bei meinen Amtsantritt. Nachdem Thomas Popp seinen Posten als Trainer abgegeben hat, ist Sara zu mir gekommen und hat mich gefragt, wer denn nur Trainer in Himmelkron werden sollte. Ich wurde dann angesprochen und habe meine Zusage gegeben. Mit Sara bin ich nun inzwischen 16 Jahre gemeinsam auf den Fußballplätzen zu finden. Das war schon auch ein gewisser Grund für mein Engagement."

Tochter Sara Schneider (in Grün) war einst der Grund für den Papa, das Traineramt in Himmelkron zu übernehmen. Seit 16 Jahren sind die Schneiders zumeist gemeinsam auf den Fußballplätzen Oberfrankens anzutreffen.
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Wie haben Sie sich und die Mannschaft auf die neue Saison vorbereitet?
Matthias Schneider: " Zu Beginn lief alles Bestens. Wir hatten ein spitzenmäßiges Trainingslager. Kurz vor Saisonstart jedoch ist es etwas abgeflacht. Das ist schade, denn man hat anfangs richtig gemerkt, wie heiß die Mannschaft auf die Wiedergutmachung ist."

Es folgten sieben Siege am Stück, darunter auch deutliche Siege gegen die direkte Konkurrenz. Wie lässt sich dieser Lauf erklären?
Matthias Schneider: "Die Niederlage zu Saisonbeginn ließ mich erstmal wieder grübeln. Ich habe mit Michael Ammon auch gesprochen. Der war aber überzeugt davon, dass wir gemeinsam die Kurve bekommen. So war es dann auch. Wir haben immer besser unser Spiel aufziehen können. Gegen Oberpreuschwitz hatten wir einen Sahnetag und Alles wurde umgesetzt. Der Gegner war nach dem 3:0 nach einer Viertelstunde nicht mehr in der Lage, zurückzukehren. Gegen Marktleuthen haben wir das Spiel erst kurz vor Schluss entscheiden können. Es war lange Zeit ein offenes Spiel aber wir hatten hinten heraus noch ein paar Körner und konnten den Sack vorzeitig zumachen."

Was sind die großen Stärken ihrer Mannschaft?
Matthias Schneider: " Wir sind sehr fokussiert und vor allem körperlich fit. Das ist auch eine meiner Philosophien. Wir können durch unsere Fitness auch noch in der Schlussphase eines Spieles zulegen. Außerdem ist die Mannschaft mental sehr stark. Auch wenn es spielerisch nicht so gut klappt, beißen sich die Mädels in die Partie und geben nie auf. Der Teamgeist ist trotz des Abstieges überragend und hilft natürlich auch auf den Platz immens weiter."

Welche Ziele werden in dieser Saison verfolgt, beziehungsweise was war die Zielsetzung vor der Saison?
Matthias Schneider: "Der Aufstieg war nicht das primäre Ziel aber oben mitspielen wollten wir schon. Jetzt stehen wir ganz oben mit einen komfortablen Vorsprung. Das kann natürlich gerne so bleiben. Aber wir alle sind sehr realistisch und wissen, dass die Saison noch lange dauert und viel passieren kann."

Fabian Hörath (links) und Vereinslegende Michael Ammon (rechts) tragen ebensfalls zum Erfolg in Himmelkron bei.
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Wie gut ist das Zusammenarbeiten mit der Zweiten Mannschaft um Trainer Fabian Hörath und welche Personen helfen Ihnen noch bei Ihrer Arbeit?
Matthias Schneider: " Die Zusammenarbeit ist hervorragend. Mit Fabian stimme ich mich vor den Spielen und Trainingseinheiten hervorragend ab. Das funktioniert. Es ist generell sehr gut, dass beide Mannschaften miteinander trainieren. Das hebt die Stimmung insgesamt und das ist spürbar. Michael Ammon ist der Mann, der alles im Blick hat. Er leistet hervorragende Arbeit und ist nicht vom Verein wegzudenken. Auch menschlich ist er ein toller Mensch. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zueinander."


anpfiff.info bedankt sich für das angenehme Gespräch und wünscht für den weiteren Saisonverlauf alles erdenklich Gute!




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Trainer TSV Himmelkron

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2012/13
2011/12


Steckbrief M. Schneider

Alter
56
Geburtsort
Kulmbach
Wohnort
Kulmbach
Familie
verheiratet, 2 Kinder
Größe
170 cm
Gewicht
65 kg
Beruf
Technischer Betriebsleiter
Hobbies
Sport und Oldtimer
Starker Fuß
Rechtsfuß
Lieb.-Position
Sturm

Tabelle Bezirksliga Ost Damen

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
1
8
30:8
21
5
8
17:13
12
8
7
11:19
6
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit

Torschützen TSV Himmelkron

(8|0|3)
2
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