Artikel veröffentlicht am 11.11.2017 um 17:00 Uhr
Spieltag aktuell - die Landesliga: Buch bleibt das zweite Erlangen
Nicht zu bezwingen ist nicht nur Spitzenreiter ATSV Erlangen, sondern auch die Bucher Elf: Im Topspiel setzte sich der Tabellenzweite mit 3:1 gegen Quelle Fürth durch. Der Spitzenreiter kam dagegen gegen Aufsteiger Sonnefeld nur zu einem knappen 1:0-Erfolg. Ein Schützenfest feierte der TSV Neudrossenfeld: Die Grün-Weißen fertigten Veitsbronn mit 6:1 ab.
Von Thomas Nietner
Der Oktober war nicht der Monat der Kicker aus Fürth und auch die ersten beiden Partien im November liefen für die Quelle nicht unbedingt erfolgreicher. Nur zwei Punkte aus vier Spielen: Das ist für eine Spitzenposition natürlich zu wenig. So verwundert es nicht, dass die Elf von Trainer Patrick Frühwald mittlerweile auf den sechsten Rang zurückgefallen ist, nachdem man in der Vorsaison nur knapp an der Relegation vorbeigeschrammt war. Auf jenem Relegationsplatz liegt der TSV Buch. Mit einem Sieg in Fürth hatten die Nürnberger die Chancen, einen Konkurrenten wohl auf längere Zeit hinter sich zu lassen. Die Form sprach dabei klar für die Gäste, die seit nunmehr 13 Partien ungeschlagen waren. Aber schon im Hinspiel bissen sich die Bucher Angreifer die Zähne an der Fürther Abwehr aus, so dass man sich am Ende torlos trennte. Das wollte man im Rückspiel besser machen. Allerdings mussten die Gäste dabei erst einmal eine bittere Pille schlucken, als Artur Dutt die Hausherren schon nach acht Spielminuten mit 1:0 in Front brachte. Philip Lang konnte jedoch noch vor der Pause für die Gäste ausgleichen. In der Schlussphase bewies Gästecoach Thomas Adler mit der Einwechslung von Oguzhan Yilmaz nicht nur ein glückliches Händchen, sondern die Gäste auch den längeren Atem. Der Joker und Udo Brehm sorgten so in den letzten sieben Spielminuten noch für den 3:1-Auswärtssieg der Nürnberger, die damit weiter ungeschlagen bleiben. Die Fürther finden dagegen nicht mehr in die Erfolgsspur zurück.

Einen ausführlichen Bericht zum Spiel lesen Sie: hier.


Brachte die Hausherren zwar früh in Führung, zum Sieg reichte der Treffer von Artur Dutt aber den Fürthern dennoch nicht.
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Neudrossenfelder Kantersieg

Nach dem 0:1-Überraschungscoup in Fürth wollte der TSV Neudrossenfeld zuhause nachlegen. Doch Trainer Werner Thomas warnte vor den Gästen aus Veitsbronn. Vor allem vor der kämpferischen Stärke, dem Umschaltspiel und Yannick Stutz warnt er. "Wir werden alles reinhauen, um die Punkte zu holen", versprach der Neudrossenfelder daher. Schließlich wollten die Grün-Weißen Platz vier weiter verteidigen. Nachdem zuletzt gegen Buch und den ATSV Erlangen zuhause kein Dreier zu landen war, schwebte ihm dabei natürlich gegen die abstiegsbedrohten Gäste nur ein Heimsieg vor. Aber nach dem 2:1-Erfolg gegen Lichtenfels reisten die Gäste durchaus mit frischem Selbstvertrauen an. Mit dem war es aber dann schnell dahin: Denn Levin Pauli und Claudio Bargenda brachten die Hausherren schon nach fünf Minuten mit 2:0 auf die Siegerstraße. Der Anschlusstreffer von Yannik Stutz sorgte da nur kurz für Hoffnung bei den Gästen. Denn nur eine Minute später, stellte Hannes Greef den alten Abstand wieder her. Und nach dem Wiederanpfiff das gleiche Bild: Wieder legten die Grün-Weißen dabei einen Blitzstart hin. Julian Pötzinger und Levin Pauli erhöhten bis zur 50. Spielminute auf 5:1. Claudio Bargenda stellte dann in der 79. Spielminute das Endergebnis her.


Doppeltorschütze gegen Veitsbronn: Claudio Bargenda (grün)
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Teilerfolg für den FSV Bayreuth

Die Formkurve zeigte beim FSV Bayreuth zuletzt deutlich nach unten. War man zu Beginn der Serie noch zuversichtlich, im Mittelfeld landen zu können, stecken die Bayreuther nach sechs sieglosen Partien wieder tief im Tabellenkeller fest. Mit dem angepeilten Befreiungsschlag in Mitterteich wurde in der Vorwoche nichts. Die personell gebeutelte Elf musste sich deutlich mit 0:4 geschlagen geben. Nächster Anlauf: Schwabach. An jene Partie verband man bei den Rot-Schwarzen schließlich aus dem Hinspiel noch gute Erinnerungen. Damals siegte die Pötzinger-Elf mit 5:4. Die bislang torreichste Begegnung für beide Mannschaften. Gegen eine Wiederholung hätte der FSV-Coach nichts einzuwenden, wenn am Ende wieder drei Punkte herausspringen würden. Denn die drei Zähler benötigen die Wagnerstädter mittlerweile dringend. Dringender als die Schwabacher Elf, die zuletzt gegen Friesen mit 2:1 siegreich war. Aber ohne Spielmacher Koßmann, Düngfelder, Graf, Leybold und Schuberth standen die Chancen der Gäste nicht unbedingt zum Besten. In Führung gingen die Gäste aber dennoch: Lorenz Röthlingshöfer brachte die Bayreuther bereits in der Anfangsphase früh in Führung. Torjäger Michael Weiß konnte jedoch vor der Pause für die Hausherren ausgleichen - bereits der 15. Saisontreffer des Angreifers. Mehr kamen aber erst einmal nicht mehr hinzu. Da auch die anderen Akteure weder auf der einen noch auf der anderen Seite erfolgreich waren, teilten sich beide Teams schließlich die Punkte. Ein Teilerfolg für die Gäste, die damit ihre Tabellensituation zwar kaum änderten, aber immerhin etwas Hoffnung im Abstiegskampf schöpfen. 


Sicherte der FSV-Elf mit seinem Treffer einen Punkt in Schwabach: Lorenz Röthlingshöfer (re.)
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Was sonst noch geschah:

Ins Wasser fielen die beiden Freitagsspiele: So rollte weder bei Feucht gegen die Altstädter Reserve der Ball noch bei Spiel Frohnlach gegen Mitterteich. Und auch einen Tag später sah es in Lichtenfels und Friesen nicht besser aus. So entfiel das Derby gegen Memmelsdorf genauso wie die Partie der beiden Aufsteiger Friesen und der Spieli aus Erlangen. Nur zu einem knappen 1:0-Erfolg reichte es für Spitzenreiter ATSV Erlangen gegen Aufsteiger Sonnefeld - und das auch erst in letzter Spielminute. Tim Ruhrseitz traf für den Tabellenführer dabei in der Nachspielzeit. Damit bleibt der Spitzenreiter weiter unbesiegt und behält auch seine weiße Weste. Die Gäste standen nach 90 Minuten mit leeren Händen da.

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Ergebnisse Landesliga Nordost



Tabelle Landesliga Nordost

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
1
20
61:12
54
2
20
47:20
43
4
17
36:18
34
5
18
39:30
31
7
19
33:37
27
8
20
41:42
25
9
19
24:39
24
10
19
33:28
24
11
18
24:22
24
13
19
35:44
18
15
18
30:44
17
16
19
22:43
17
17
19
20:47
15
18
19
27:53
14
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit

Stenogramm Landesliga Nordost

Tore: 1:0 Dutt (8.), 1:1 Lang P. (30.), 1:2 Yilmaz (83.), 1:3 Brehm U. (90.)
Gelbe Karten: Meier (71.), Reinholz (75.), Haag (78.) / Schindler P. (46.), Reichel (78.), Schreiner (88.), Lang P. (89.)
Zuschauer: 140 | Schiedsrichter: Benjamin Mignon (SV Loderhof/Sulzbach)
Tore: 0:1 Röthlingshöfer (7., Sesselmann), 1:1 Weiß (35.)
Gelbe Karten: Danner (19.), Sadikis (90.+2) / Sesselmann (48.), Röthlingshöfer (86.)
Zuschauer: 90 | Schiedsrichter: Thomas Ehrnsperger (SV Vilshofen)
ATSV Erlangen: Kraut 1,9, Kishimoto 2,5, Kammermeyer 2,4, Amegan 2,8, Guerra 2,4, Marx 2,0, Krämer 2,4 (74. Vargas Flicker 2,3), List 3,0 (37. Ferizi 2,3), Ruhrseitz 2,5, Glasner 2,5, Kulabas 2,7 (80. Graine) / Glaß, Ibrahimovic, Siefert
Tore: 1:0 Ruhrseitz (90., Guerra)
Gelbe Karten: List - Foulspiel (25.) / Rödel C. - Foulspiel (71.)
Zuschauer: 70 | Schiedsrichter: Christopher Hienz (SC Brünnau) 2,0
Tore: 1:0 Pauli (2., Pötzinger), 2:0 Bargenda (5., Greef H.), 2:1 Stutz (23.), 3:1 Greef H. (24., Günther), 4:1 Pötzinger (46., Hahn), 5:1 Pauli (50., Greef H.), 6:1 Bargenda (79., Greef H.)
Gelbe Karten: - / Gräß - Foulspiel (17.), Kallert - Unsportlichkeit (62.)
Zuschauer: 120 | Schiedsrichter: Thomas Fischer (ASV Burglengenfeld)

Formbarometer Landesliga Nordost

Pl.
Team
Tore
Pkt
2
10:2
10
 
7:2
7
8
9:4
6
 
6:8
6
 
8:11
4
 
5:9
4
17
5:10
2
Punkte aus den letzten 4 Spielen. Rechtes Kästchen = letztes Spiel, 2. Kästchen v.r. = vorletztes Spiel usw. Farben: grün = Sieg, weiß = Unentschieden, rot = Niederlage, grau = kein Spiel.

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