Artikel veröffentlicht am 28.04.2011 um 00:00 Uhr
Schwabthaler SV - TSG Bamberg: Aufholjagd oder Vorentscheidung?
DAS Spiel der Spiele findet am kommenden Samstag ab 15 Uhr beim Schwabthaler SV statt, wenn der heimische Tabellenführer die Verfolgerinnen der TSG Bamberg erwartet. Ein Spiel auf Augenhöhe, das fast schon die Entscheidung um die Meisterschaft bringen kann. anpfiff hat sich vor diesem „Endspiel“ mit den Trainer beider Teams unterhalten.
Von Andrea Kleylein
Keine einzige Niederlage und nur zwei Unentschieden gegen den starken Aufsteiger vom ASV Wunsiedel lautet die beeindruckende Bilanz, die Trainer Heiko Seelmann mit seinem Team in dieser Saison aufweisen kann. Eine Bilanz, die momentan einen Vorsprung von acht Punkten auf den Verfolger aus Bamberg einbringt. Und dieser soll im Topspiel noch weiter ausgebaut bzw. gehalten werden. „Wir stehen nicht unter Zugzwang, das Spiel zu gewinnen. Unsere Vorgabe lautet einfach, nicht zu verlieren“, blickt Trainer Seelmann auf das Spiel. Dabei will sich der Schwabthaler SV aber keinesweg nur auf die Defensive beschränken, sondern munter nach vorne spielen. „Nach hinten gilt es, Tatjana Tichola auszuschalten. Mit ihrer Schnelligkeit und ihrem technischen Können strahlt sie eine extreme Torgefahr aus“, nennt Heiko Seelmann einen wichtigen Baustein zum Erfolg.


Andrea Lieb (rotes Trikot) soll mit ihren Toren für den Erfolg sorgen. 
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Diese Aufgabe sollte wie im Hinspiel Kerstin Schnapp übernehmen, die jedoch kurzfristig ausfällt, doch das erfahrene Trainerduo Seelmann / Müller hat sicherlich schon eine andere Lösung parat. Eine weitere, wichtige Säule auf dem Weg zum Erfolg ist sicherlich das offensive Dreigestirn Lisa Kestler, Andrea Lieb und Simone Baumann. Alle Drei bringen es gemeinsam auf 35 der bisher 44 erzielten Treffer des SV. Und vor allem Lisa Kestler glänzt dabei noch als Spielgestalterin und Vorlagengeberin. Dieses Dreieck gilt es für die Bambergerinnen auszuschalten. Und Trainer Seelmann weiß, dass „der Druck in diesem Spiel bei der TSG liegt. Wir sind momentan sehr gut drauf und können dabei auf unsere geschlossene Mannschaftsleistung setzen.“ Dabei kann er bis auf Schnapp aller Voraussicht nach auf den gesamten Kader zurückgreifen und das Beste, was der SV Schwabthal zu bieten hat, auf das Grün schicken.
 
Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor für Bamberg als Weg zum Erfolg
 
Auch aus dem Vollen schöpfen kann Bambergs Trainer Matthias Hofmann. Der 38 Jährige setzt dabei auf eine geschlossene Defensive und seine Offensive um Jungstar Tatjana Tichola. Eine der besten Flügelflitzerinnen, die Oberfranken zu bieten hat, führt derzeit mit 15 erzielten Treffern die Tojägerinnen-Liste der BOL an und wird auch in diesem Spiel für die eine oder andere brenzlige Situation im Schwabthaler Strafraum sorgen wollen. Doch auch Theresa Köhler und der winterliche Neuzugang und Debütantin Sarah Klöck aus der baden-würrtembergischen Verbandsliga vom VfB Obertürkheim gilt es, im Auge zu behalten. „Der Sprung auf Platz eins ist zwar noch theoretisch möglich, aber ich sehe kaum noch Chancen. Doch wollen wir das Spiel in Schwabthal gewinnen, um Platz 2 zu verteidigen“, gibt Hofmann die Marschrichtung vor.


Ein mögliches Duell am kommenden Samstag: Tatjana Tichola (li.) und Luisa Gründel
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Für ihn gilt es ganz klar, die Schwabthaler Offensive um Kestler, Lieb und Baumann so gut wie möglich auszuschalten und vorne die Abschlussschwäche abzustellen. „Es wird in diesem Spiel nicht viele Torchancen geben und diese müssen gemacht werden, wollen wir das Spiel gewinnen“, weiß Matthias Hofmann ob der Wichtigkeit seiner Offensive.
Beim Hinspiel konnte der Schwabthaler SV noch mit 2:1 die Oberhand behalten, man darf also gespannt sein, ob die TSG sich für diese Niederlage revanchieren kann.
 
anpfiff wird am Samstag ab 15 Uhr ausführlich in Wort und Bild von diesem Spiel berichten.

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