Das anpfiff.info-Team: Hans Wunder stellt sich vor - anpfiff.info
Artikel veröffentlicht am 05.08.2026 um 06:00 Uhr
Das anpfiff.info-Team: Hans Wunder stellt sich vor
Seit 20 Jahren steht anpfiff.info für leidenschaftliche Berichterstattung rund um den regionalen Amateurfußball. Woche für Woche liefern unsere Mitarbeiter Geschichten, Stimmen und Hintergründe – viele von ihnen im Verborgenen. Jetzt holen wir diese Menschen vor den Vorhang: In einer kleinen Serie stellen sich die Gesichter hinter Kamera, Tastatur und Videoticker persönlich vor.
Von Redaktion
Der Bayreuther ist von der A-Klasse bis zur 3. Liga unterwegs
Michael Ott
Name:
Hans-Jürgen Wunder

Tätigkeit bei anpfiff.info:
Spielkreisleiter für Bayreuth-Kulmbach und Hof-Marktredwitz

Bei anpfiff.info seit:
2011

Nah am Ball und an den Fußballern: Hans Wunder (re.) im Gespräch mit Frösche-Keeper Mario Möschwitzer, der selbst einst für anpfiff.info unterwegs war.
Hermann Rüger

Wie bist du zu anpfiff.info gekommen?
Als Frauentrainer des SV Kirchahorn hat meine Mannschaft in der Bamberger Bezirksliga gespielt, so dass ich früh mit anpfiff.info in Berührung kam und auch die Spielberichte schrieb. Als dann die Expansion Richtung Bayreuth und Hof anstand, war ich ein Mann der ersten Stunde, habe mit einem Kollegen aufgebaut und neben vielen Kumpels, die mich unterstützt hatten, auch viele neue und wertvolle Kontakte geknüpft. Besonders in Regionen, die mir bis dahin nur eher beiläufig bekannt waren. Als mein Mitstreiter dann überraschend ausschied, habe ich die Leitung der beiden Spielkreise übernommen.  

Was war dein erster Artikel / dein erstes Spiel / dein erster Einsatz?
Schwer zu sagen, denn das ist inzwischen 15 Jahre her und mittlerweile ist nicht nur viel Wasser den Roten Main gen Frankfurt geflossen, sondern auch viel im regionalen Fußball passiert. Aber ich habe nachgesehen. Mein erstes Topspiel war zwischen dem ASV Laineck (Hatte dort als Fußballer selbst eine schöne Zeit) und dem ASV  Oberpreuschwitz (ewiger Rivale) und die Qualität der Fotos hatte sich - im Rückblick -  stark dem regnerischen Wetter angepasst.   

Erzähle uns von deinem lustigsten oder kuriosesten Erlebnis auf oder neben dem Platz!
Das war ohne Zweifel bei einem Regionalligaspiel, als ich unfreiwillig für eine längere Spielunterbrechung gesorgte hatte. Denn in der Aufstiegssaison 2021/22 der SpVgg Bayreuth, die den FC Augsburg 2 empfing, störten sich die Gäste an meinem roten anpfiff-Anorak. Zumal die Gäste auch rote Trikots trugen. Gut möglich, dass der eine oder andere Schwabenkicker mich im Augenwinkel sah und anspielen wollte, bis er merkte, das hier auf der Außenbahn ein nicht mehr ganz junger Reporter sitzt. Der Schiedsrichter, der auch in der 3. Liga pfiff,  kam auf mich zu und bat mich, etwas drüber zu ziehen. Mit meiner ironischen Ader habe ich das Bild, das ein Kollege gemacht hatte, dann später in den sozialen Netzwerken augenzwinkernd betitelt: "Kleiner fachlicher Meinungsaustausch zwischen Drittligaschiedsrichter und anpfiff-Reporter."   

Irgendwie überraschend und lustig: Drittliga-Schiedsrichter Patrick Hanslbauer (re.) sucht das Gespräch mit "Hansl".
anpfiff.info

Wie verlief deine eigenen Spielerkarriere auf dem Rasen?
Hoffnungsvoll und dann sehr lange auf überschaubarem Niveau, aber mit vielen guten Freunden. Nachdem ich die Jugendabteilungen des BSV Bayreuth durchlaufen hatte und Kapitän der U17-Bezirksligamannschaft der Prellmühler war, prophezeite mir ein Trainer: "Du gehst deinen Weg." Der fiel aber dann anders aus, als er meinte. Denn mir war Spielfreude, Kameradschaft und eine etwas offensivere Position wichtiger als Erfolg um jeden Preis. Deshalb war meine Laufbahn auf Kreisebene bei der Eintracht, in Trockau und in Laineck vergleichsweise bescheiden, hat mir aber viel gegeben. Später durfte ich mit meinem Freund Christian Höreth, einen Ausnahemstürmer wie Werner Thomas oder dem zu früh verstorbenen Wolfgang Mahr mit der SpVgg Bayreuth noch die Altliga-Stadtmeisterschaft in der Oberfrankenhalle feiern - ein unvergessenes Erlebnis (2007). Auch heute kicke ich noch regelmäßig - aber natürlich altersgerecht.   

Was macht den Amateurfußball für dich besonders?
Wenn man inzwischen Interviews im gehobenen Bereich führt, klingen Spieler wie Trainer. Das ist im Amateurbereich noch anders. Da werden Emotionen noch gelebt, Klartext gesprochen und das Gekünstelte hat keinen Platz - ehrlicher Fußball und Ansagen eben. Grundsätzlich bin ich gerne bei den Aushängeschildern unsere Region und ebenso gerne in der A-Klasse.

Wo trifft man dich abseits des Fußballplatzes öfters?
Eigentlich überall, von Regnitzlosau bis Waischenfeld, von Bärnau bis Mainleus. Aber natürlich, das gestehe ich gerne, besonders oft bei meinen früheren Vereinen, wo ich als Spieler und Trainer unterwegs war. Schließlich möchte man wissen, wie es Mitspielern, Schützlingen und Freunden inzwischen so geht. 

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