Artikel veröffentlicht am 15.04.2021 um 06:00 Uhr
51 Jahre Fußball in Windheim: Am Klingensee soll das Jubiläum nachgeholt werden
2020 hatte der SV Windheim von 1970 an sich gerne sein 50-Jähriges Bestehen gefeiert. Doch das klappte nicht, weil..., na ja, jeder weiß ja, warum... Doch in dem kleinen Dorf der Gemeinde Wartmannsroth, dem beschaulichen Ort mit der Sportanlage im Norden außerhalb am Klingensee, will man das Jubiläum noch nachholen. Logisch.
Von Michael Horling

Irgendwie ist das Fußballfeld sowas wie ein "Lost Place". Denn eine eigenständige Herrenmannschaft gibt es nicht mehr. Gekickt wurde natürlich immer schon gerne seit der Gründung des Vereins. Auch wenn es zuletzt eher die Dorfmeisterschaften waren, die intern für Aufsehen und Begeisterung sorgten.

Seit 2019 gibt es zumindest eine Spielgemeinschaft mit dem SC Diebach, als SG mit der zweiten Mannschaft taucht der Ortsname noch auf in der B-Klasse. Nach 17 von 22 Partien dieser so seltsamen Saison belegt das Team mit 22 Punkten Rang acht. Das letzte Spiel war am 18. Oktober 2020, ein 9:1 gegen die DJK Schlimpfhof beim sechsten Sieg der Runde.

Bis 2019 spielte man 20 Jahre lang nit dem SV Eintracht Morlesau zusammen, der nun mit dem SV Obereschenbach liiert ist. Mehrere Meisterschaften gab es zu feiern, eine vor 12 Jahren unter dem aus dem Ort stammenden André Betz, der später erfolgreich den FC Thulba und den TSV Großbardorf trainierte, der künftig Co-Trainer beim Regionalligisten TSV Aubstadt sein wird, zusammen mit dem aus Wartmannsroth stammenden Victor Kleinhenz also die Geschicke des ranghöchsten Vereins aus dem Spielkreis Rhön leiten wird.

Vorstand Robby Kuhn
privat

Robby Kuhn, erster Vorstand im Verein und sowohl Kreisklassen- als auch B-Klassen-Spieler der Diebacher und der SG, stand für weitere Informationen zur Verfügung über den SV Windheim von 1970 aus dem rund 270 Einwohner zählenden Ort.
Spieler, die aus dem Dorf kommen und in anderen Vereinen aktiv sind oder spielen, sind aktuell Tobias Bold, kickender Co-Trainer des Landesligisten FC Fuchsstadt; Stefan Thoma, der in Untererthal beim Kreisklassen-Spitzenteam spielt und auch da als Co-Trainer aktiv ist; Philipp Bold, Bruder von Tobias Bold, er wird zu Saisonende vom Kreisklassisten SC Diebach nach Fuchsstadt wechseln; sowie der bereits erwähnte Andre Betz.

"Wir haben eine Spielgemeinschaft mit dem SC Frankonia 1921 Diebach", bestätigt Kuhn nochmal. Die Konstellation ist so, dass wir mit der 2. Mannschaft eine SG haben, die in der B-Klasse Rhön Gruppe 1 spielt und die 1. Mannschaft läuft unter SC Diebach, mit der wir ja Kreisklasse Rhön Gruppe 1 spielen. Wir haben in WIndheim acht Spieltage, je vier in der Vorrunde und der Rückrunde, gemischt aus beiden Mannschaften."

Unvergessen: Das Meisterteam 2008/2009
privat

"Mit Nachwuchs-Fußball können wir nicht mehr dienen", sagt Kuhn. Denn: "Es gibt kaum noch Nachwuchs im Dorf - und wenn ist die Auswahl an Hobbys so groß, dass die Entscheidung nicht immer auf Fußball fällt. Es ist sehr schade aber ist halt leider so."

Der 33-Jährige will "probieren, den Verein noch so lange wie möglich über Wasser zu halten." Und er erinert sich gerne an die großen Highlights: "Eines davon war in der Saison 2008/2009, als wir unter Spielertrainer Andre Betz Meister geworden sind. Der andere Höhepunkt war in der Saison 2015/2016, da sind wir unter der Führung von Stefan Brustmann Meister geworden. Diese beiden Meisterschaften haben wir mit unserer damaligen Spielgemeinschaft aus Morlesau unter dem Namen SV Morlesau/Windheim bestritten. Die Spielgemeinschaft begann 1999 und endete 2019."

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