Artikel veröffentlicht am 15.06.2016 um 19:00 Uhr
Top 11 der Bezirksliga West: Mikic und die Ballermänner
Auch nach dieser Saison stellte anpfiff.info wieder die Top 11 der Bezirksliga Unterfranken West zusammen. Fußball-Experten wären sich wohl einig, dass diese Mannschaft auch eine, zwei Klassen höher Fuß fassen würde. Ein Wort, das diese Mannschaft wie kein anderes beschreibt – Offensivpower! Warum? Ganz einfach. Die vier Akteure der Abteilung erzielten zusammen 124 Tore, wobei ein Stürmer mit 40 Toren herausragt.
Von Dominik Bathon
Für eine stabile und gut strukturierte Defensive sorgen dabei zwei Spielertrainer, die beide höherklassige Erfahrung mitbringen. Insgesamt kann die beste Formation der Bezirksliga West Spieler aus nicht weniger als sieben verschiedenen Mannschaften vorweisen. Ohne große Überraschung stellt der Meister dabei den größten Anteil. In fast allen Mannschaftsteilen hätte man durchaus auch ohne große Not noch die eine oder andere Alternative benennen können. Bestes Beispiel dafür ist Hösbachs Niklas Schöfer, der mit 27 Saisontoren zwar zu den besten Torjägern der Spielklasse zählte, allerdings in dieser Top 11 keinen Platz fand. Auch im Mittelfeld gab es genug Akteure, die mit Fug und Recht eine Erwähnung verdient gehabt hätten. Im Folgenden stellen wir die Spieler unserer Top 11 im Einzelnen vor.

Tor

Joshua Schuhmacher (TuS Frammersbach)

Der 19-Jährige kam erst vor der Saison von den U19-Junioren Bayern Alzenaus zur TuS Frammersbach. Die sportliche Abteilung der Spessarter suchte vor Beginn der Vorbereitung händeringend einen neuen Torhüter und hätte wohl keinen besseren finden können. Der wohnhafte Kleinkahler bewies bereits in seiner ersten Saison im aktiven Bereich, dass er ein sicherer Rückhalt ist und zeichnete sich in vielen Spielen Frammersbachs mit seinen Glanzparaden aus.

Abwehr

Andreas Jazev (TSV Lengfeld)

Sein Wechsel vor der Saison von der zweiten Mannschaft des Würzburger FV zum TSV Lengfeld dürfte dort viele gefreut haben. Der 24-Jährige nahm sofort das Amt des Abwehrchefs an sich und ging dabei als Leader jedes Wochenende voran. Zu seinen Stärken zählen unter anderem das kompromisslose Verteidigen und ein exzellentes Stellungsspiel. Darüber hinaus sollte der Gegner bei Standards auch auf ihn achten. Denn mit vier Toren kann man ihn durchaus zu den torgefährlichen Verteidigern der Liga zählen.

Markus Horr (DJK Hain)

Der Spielertrainer der DJK Hain hat einen ähnlichen Werdegang. Auch seine Mannschaft ist neu in der Bezirksliga, doch der 31-Jährige spielte viele Jahre für Viktoria Aschaffenburg in höheren Ligen. Jedoch plagten ihn hin und wieder diverse Verletzungen, so dass er nicht alle Saisonspiele bestreiten konnte. Gerade in diesen Spielen tat sich sein Team besonders schwer. Auf dem Platz begeistert Horr unter anderem mit Übersicht und perfekt abgestimmten Diagonalpässen, die nicht selten zum Erfolg führten.

Nico Heckmann (TuS Röllbach)

Ein einziges Wort, das seine Saison verdeutlicht: Flexibilität. Egal auf welcher Position er im Abwehrverbund eingesetzt wurde, er lieferte ab. Nach der schweren Verletzung von Abwehrchef Steffen Rohmann, der letzte Saison in der Top 11 der Bezirksliga gewählt worden war, wurden die Dienste von Nico Heckmann immer essenzieller, zumal er mit 33 Jahren die nötige Ruhe und Abgeklärtheit ausstrahlt. Die Meisterschaft seiner Mannschaft krönte und attestierte ihm eine überragende Saison.

Fabian Thiel (TSV Heimbuchenthal)

Der Spielertrainer erreichte letzte Saison den ersehnten Bezirksliga-Aufstieg und landete in dieser Runde direkt auf Platz vier. Neben seinen Fähigkeiten als Trainer sind sie in Heimbuchenthal selbstverständlich auch von seinen Leistungen als Spieler angetan. Der 26-Jährige, der mit den früheren Stationen Alemannia Haibach, Viktoria Aschaffenburg und Bayern Alzenau höherklassige Erfahrung mitbringt, sticht aufgrund seines überragenden Aufbauspiels heraus.

Die offensivstarke Top 11 der Bezirksliga Unterfranken West im 4-3-3-Schema.
anpfiff.info

Mittelfeld

Steffen Barthel (FG Marktbreit-Martinsheim)

Der junge Mittelfeldmotor ist auch sehr flexibel einsetzbar. Kann offensiv, kann aber auch defensiv agieren. Mit 16 Toren und 21 Assists ist der 21-Jährige unumstritten einer der Topscorer dieser Bezirksliga-Saison. Kein Wunder, dass der TSV Abtswind aus der Landesliga aufmerksam auf ihn wurde und ihn für die anstehende Runde verpflichtete. Besonders seine Vielseitigkeit macht ihn so gefährlich für jeden Gegner. Im Laufe der Saison wurde er zudem immer wieder als Freistoß-Spezialist gefürchtet.

Mario Ackermann (TuS Röllbach)

Ein weiterer Spieler der Meistermannschaft aus Röllbach. Mit seinen 21 Jahren trug Mario Ackermann viel dazu bei, dass der ersehnte Aufstieg in die Landesliga, dem größten Erfolg überhaupt in der Vereinsgeschichte, möglich gemacht wurde. Neben 17 Vorbereitungen erklärte er sich auch für acht selbst erzielte Tore verantwortlich. Wenn man auf der Suche nach Passgenauigkeit und guten Flanken ist, so führt kein Weg an ihm vorbei. Die Offensivabteilung der Röllbacher steht und fällt mit seinen Ideen.

Patrick Schneider (SpVgg Hösbach-Bahnhof)

Wer jede Saison mindestens 30 Tore schießt, darf in unserer Top 11 natürlich nicht fehlen. In Hösbach ist man froh, diesen Ausnahmespieler in seinen Reihen zu haben. Auch diese Saison erzielte er wieder 31 Tore und verhalf so seiner Mannschaft auf Platz drei in der Tabelle. Neben gutem Auge für besser postierte Mitspieler besitzt er Vollstrecker-Qualitäten wie kaum ein anderer. Mit Niklas Schöfer mit 27 Toren bildete er ein kongeniales Duo, das in der neuen Saison wieder auf Torejagd gehen wird.

Sturm

Patrick Badowski (DJK Hain)

Was für eine Saison vom Hainer Offensivmann! Lässt man den 25-Jährigen ins Spiel kommen, ist es oft schon zu spät. Die Außenbahnspieler fütterten ihn immer wieder mit Hereingaben und er vollstreckte in den meisten Fällen eiskalt. Am Ende standen bei ihm ganze fünf Dreierpacks und ein Viererpack zu Buche. Die Anhänger der DJK Hain dürften nicht nur angesichts dieser Statistiken doppelt traurig darüber sein, dass sich die Wege zur kommenden Saison trennen werden. Wohin es ihn dabei zieht, steht noch nicht fest.

Igor Mikic (TSV Lengfeld)

Ohne Wenn und Aber der Mann dieser Runde. Unglaubliche 40 Tore in 30 Saisonspielen. Damit erzielt Mikic alleine mehr als die Hälfte aller Tore Lengfelds. Besonders die Reserve des Würzburger FV wird sich lange an ihn erinnern. Im Hinspiel traf der 31-Jährige fünfmal, und im Rückspiel setzte er noch einen drauf und netzte sechsmal ein. Sein starker Antritt, der immer direkte Zug zum Tor und die Kaltschnäuzigkeit machen ihn zu einer offensiven Waffe, wie sie sich wohl jedes Team wünscht.

Alexander Grimm (TuS Röllbach)

Endlich darf Alexander Grimm eine Klasse höher kicken. Ein absoluter Goalgetter und einer, wenn er Tempo aufgenommen hat, nicht mehr fair zu stoppen ist. Der 27-Jährige trug maßgeblich zur Meisterschaft von Röllbach bei. Mit 23 Toren und 15 Vorlagen gehört zu den besten Scorern der Liga. Seine enorme Physis und Schnelligkeit lassen nahezu jede Abwehr an ihm als Gegenspieler verzweifeln. Sein Spiel ist unberechenbar und das sowohl am Boden als auch in der Luft. 

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Tabelle Bezirksliga Ufr. West

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
1
30
86:28
80
4
30
79:32
58
5
30
46:47
50
6
30
82:68
49
7
30
75:64
48
8
30
75:48
42
9
30
47:57
41
10
30
45:43
38
12
30
40:57
32
13
30
35:84
25
14
30
42:65
23
15
30
41:93
20
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30
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