Artikel veröffentlicht am 12.02.2019 um 12:00 Uhr
Halbzeitbilanz JFG Hohe Aßlitz II: "Das gab es zu meiner Zeit nicht!"
Nach der Hinrunde steht die Mannschaft von Steffen Ritter auf Platz acht der Tabelle der Kreisgruppe West Coburg-Kronach. Zwei Siege stehen bei der Zweitvertretung der JFG Hohe Aßlitz sechs Niederlagen gegenüber. anpfiff.info unterhielt sich mit dem Übungsleiter über die bisherige Spielzeit und warf auch einen Blick in die Zukunft...
Von Alexander Grober
Herr Ritter, im ersten Jahr des Bestehens der JFG Hohe Aßlitz II steht man nach acht Begegnungen mit zwei Siegen und sechs Niederlagen auf Platz acht der Tabelle der Kreisgruppe West. Wie bilanzieren Sie Ihre Hinserie im Allgemeinen?
Steffen Ritter: Da wir in unserer Mannschaft ein paar Spieler haben, die erst 15 oder 16 Jahre alt sind, bin ich mit den zwei Siegen schon sehr zufrieden. Nach etwa vier Spielen haben wir unsere Mannschaft ohne Wertung führen lassen, damit wir fehlende oder verletzte Spieler durch Jungs der ersten Mannschaft ersetzen können. Das machte es doch einfacher für mich, elf Mann auf den Platz zu bringen.

Steffen Ritter
anpfiff.info
Wie stecken Sie sich allgemein das Ziel für die restliche Saison mit Ihrer Mannschaft?
Steffen Ritter: Das primäre Ziel für mich ist, dass alle unverletzt bleiben und sich der eine oder andere für die erste Mannschaft empfiehlt. Und natürlich würden sich meine Jungs auch über weitere Erfolgserlebnisse freuen, wenn noch der eine oder andere Sieg dazukommt. Wichtig ist auch, dass wir weiterhin Spaß an der Sache haben.

Auf einer Skala von 10 (top) bis 0 (flop) - wie schätzen Sie Ihre Halbserie ein?
Steffen Ritter: Mit den Voraussetzungen und einer recht knappen Spielerdecke und einer fast nicht vorhandenen Vorbereitung würde ich uns eine 7 bis 8 geben.

Welches Spiel war das beste und warum?
Steffen Ritter: Das beste Spiel war für mich die 2:6-Niederlage im Abendspiel bei der (SG) TSV Meeder. Zur Halbzeit lagen wir uneinholbar mit 0:6 hinten. Nichts lief wirklich zusammen. Aber nach dem Seitenwechsel haben meine Jungs Moral bewiesen und sind über ihre Grenzen hinausgegangen. Spielerisch war auch eine ungeheure Steigerung zu sehen, sodass wir in Hälfte zwei kein weiteres Tor zugelassen haben und selbst zwei Tore gemacht haben. An dem Abend war ich mega-stolz auf meine Jungs.

Und welches das schlechteste?

Steffen Ritter: Ein wirklich schlechtes Spiel kann ich nicht benennen, aber eine Lehrstunde. Gegen die (SG) FC Fortuna Neuses konnten wir lediglich mit acht Spielern antreten. Die Neuseser hingegen konnten aus dem Vollen schöpfen und so kam es wie es kommen musste. Wir haben eine richtige Packung bekommen. Aber auch hier muss ich meinen Jungs Respekt zollen, denn keiner hat anschließend seine Fußballschuhe an den Nagel gehängt.

Was machen Ihre Jungs schon richtig gut?

Steffen Ritter: Sie kämpfen auf dem Platz immer bis zum Schluss, auch wenn es scheint, sie kämpfen gegen Windmühlen.

Was muss in 2019 in jedem Fall besser werden?
Steffen Ritter: Die Trainingsbeteiligung - vor allem in der Vorbereitung. Und die Umsetzung von taktischen Vorgaben des Trainers.

An welchen Moment der Hinserie erinnern Sie sich gerne zurück?

Steffen Ritter: Auf jeden Fall an das Spiel gegen Meeder. Das war für mich persönlich ein Highlight.

Unser "Tor des Jahres" schoss bislang...

Steffen Ritter: Auch das wurde im Spiel gegen Meeder erzielt. Unser eigentlicher Torwart Dorian Bachmann drückte die Kugel zum 6:2 über die Linie.

Welcher Spieler eines Gegners hat Sie denn am meisten ärgern können?

Steffen Ritter: Da kann ich keinen Spieler direkt aus dem Stegreif nennen. In dem Alter gibt es immer Hitzköpfe, die sich auch wieder beruhigen. Und Ehrgeiz gehört ja nun einmal auch dazu.

Und über welchen aus Ihrem Team haben Sie sich am meisten gefreut? Wer hat sich definitiv ein Lob verdient?
Steffen Ritter: Auch hier werde und kann ich keinen hervorheben. Es sind allesamt Klasse-Jungs. Ein Lob haben demzufolge alle verdient.

Gibt es in der Winterpause Zu- oder Abgänge, kehren Verletzte oder lange fehlende Spieler zurück?
Steffen Ritter: Nach einem schier Jahre dauernden Antragsprozedere stoßen nun endlich zwei geflüchtete Jungs zu uns in den Kader. Sie hatten bereits die komplette Hinserie mittrainiert, durften aber noch nicht spielen. Abgänge sind keine zu verzeichnen.

Was muss am Saisonende erreicht werden, damit man sich zufrieden zurücklehnen könnte?
Steffen Ritter: Das klingt jetzt sicher nach einer Phrase... Aber ich lehne mich am Ende der Saison zufrieden zurück, wenn alle Jungs sagen: "Trainer, das war, trotz einiger Niederlagen, eine geile Saison!"

Ist bereits geklärt, ob Sie auch in der kommenden Saison an der Seitenlinie stehen werden?
Steffen Ritter: Ja - von meiner Seite aus schon. In welcher Art und Weise und bei welcher Mannschaft ist noch offen. Das hängt natürlich davon ab, wie viele Spieler über alle Altersklassen vorhanden sind und demzufolge für einen Spielbetrieb gemeldet werden können.

Ein Schlusswort zum Fußball in der Region von Ihnen!
Steffen Ritter: Ich bin ein großer Fan vom Fußball in unserer Region. Ich bin aber immer wieder erschrocken, mit welchen Mitteln Spieler auch schon in den untersten Klassen angeworben werden. Das gab es zu meiner Zeit nicht und ich bin 41 Jahre alt.

anpfiff.info bedankt sich bei Steffen Ritter für das ehrliche und interessante Interview!

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Tabelle Kreisgruppe West Coburg-

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
8
8
17:54
6
aK
0
0:0
0
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit, Tore werden bei direktem Vergleich nicht berücksichtigt (wenn punktgleich: Entscheidungsspiel).


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Torreichstes Spiel
Höchster Heimsieg
Höchster Auswärtssieg
Höchste Heimniederlage
Höchste Auswärtsniederlage

Erg.-Verteilung Hohe Aßlitz 2

Siege (S)
2
25,0 %
Remis (R)
0
0,0 %
Niederlagen (N)
6
75,0 %

Tabellenverlauf Hohe Aßlitz 2



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