Artikel veröffentlicht am 12.11.2017 um 19:00 Uhr
Spielabbruch des Tages: Frau Holle lässt nur eine Halbzeit zu
Die erste Hälfte befand sich in den letzten Zügen, da sorgte ein Wintereinbruch sowohl in Walsdorf, als auch bei der Begegnung zwischen Don Bosco Bamberg II und dem in Führung liegenden SV Merkendorf für ein vorzeitiges Ende. Schiedsrichter Patrick Zahner befand die Verletzungsgefahr für zu groß, gegenüber anpfiff.info bleibt bei SVM-Trainer Stephan Essig dennoch ein fader Beigeschmack haften.
Von Hendrik Kowalsky
Stephan Essig musste mit seinem Team unverrichteter Dinge von dannen ziehen.
anpfiff.info
Die Wetterkapriolen dieses Wochenendes machten auch und insbesondere vor den Fußballplätzen in Franken nicht halt, zahlreiche Absagen stampften die Spielpläne zwischen Aschaffenburg und Wunsiedel ein. Die Bezirksliga-Partie zwischen der DJK Don Bosco Bamberg II und dem SV Merkendorf fand ungeachtet der Niederschläge aber statt, dem Kunstrasen auf der Rudi-Ziegler-Sportanlage in Wildensorg können Regenfälle schließlich wenig anhaben und daher gab Schiedsrichter Patrick Zahner das Spiel pünktlich um 14 Uhr frei. Im Verlauf der ersten Hälfte mischten sich vermehrt weiße Flocken unter die Regentropfen, "als es in Richtung Halbzeitpause ging, setzte ein Schneesturm ein", beschreibt der Merkendorfer Coach Stephan Essig die äußeren Bedingungen in den ersten 45 Minuten. Seine Mannschaft zeigte bis dahin einen guten Auftritt, Waldemar Kappel brachte den SVM nach zwanzig Minuten in Führung und so ging der 32-Jährige frohen Mutes in die Kabine. War das Geläuf bis dahin noch ordentlich bespielbar, sollte sich dies während der Pause ändern. Im Gegensatz zu einem Naturrasen konnte der Kunstrasen in Wildensorg die weiße Pracht nicht "abbauen", in kräftigem Weiß erstrahlte der A-Platz, als sich der Unparteiische nebst Verantwortlichen beider Lager ein Bild von der Lage machte. "Der Platz war voller Schnee, am Ball haftete Matsch, zudem war es sehr rutschig geworden", malt Essig ein Bild mit Worten.

Eine wunderschöne Winterlandschaft in Bamberg-Wildensorg, leider gab es diese nicht an Weihnachten, sondern während des heutigen Fußballspiels zu betrachten.
anpfiff.info

Schiedsrichter Zahner entschloss sich daher nach kurzer Beratung, die Partie nicht wieder anzupfeifen, der Schlussabschnitt wurde nicht mehr ausgetragen und so endete das Duell ohne einen Sieger. "Dass der Schiedsrichter die Verletzungsgefahr als zu hoch erachtet, ist natürlich nachvollziehbar, ich verstehe allerdings nicht, warum er nicht zumindest eine halbe Stunde abgewartet hat, bevor er abbricht", gibt der ehemalige und bei Personalnot zur Verfügung stehende Torhüter zu bedenken. Schon bald ging der Schneefall wieder in Regen über, das kräftige Flocken war vorüber. "Leider hat die Heimmannschaft keinerlei Anstalten gemacht, das Spielfeld zu räumen und dann nochmal zu schauen. Wir waren 30 Aktive plus Betreuer und Zuschauer, man hätte den Platz schneefrei bekommen können", zeigt sich Stephan Essig mit der Entscheidung nur bedingt zufrieden. Die Sicht des Übungsleiters ist aus vielerlei Hinsicht nachvollziehbar, schließlich lang man nicht nur in Führung, sondern hat bisher erst 16 Partien absolvieren können. So droht den Merkendorfern ein immer größerer Rucksack an Nachholspielen, hofft aber auf die Austragung des für den 26.11. angesetzten Heimspiels gegen den direkten Konkurrenten aus Ebing. Angesichts der Platzverhältnisse in der Richard-Wagner-Arena ist dieser Termin aber keinesfalls garantiert, weitere Niederschläge könnten die Situation verändern. "Für uns ist es bitter, wir lagen in Führung, der Schiedsrichter hat das im Bericht notiert. Wir werden uns nun intern beraten, wie wir weiter verfahren, das Sportgericht wird dann entscheiden, wie es weiter geht", fasst Stephan Essig seine Gemütslage anschließend zusammen.

Leser-Kommentare

von druff am 13.11.2017 05:31 Uhr
Manchmal hilft auch nachdenken! Bei 30 Leuten benötigt man auch 30 schaufeln! Allerdings darf ein Kunstrasen nicht mit Schaufeln geräumt werden! Unser Platzwart benötigt um den ganzen Platz mit einer Maschine zu räumen 2 Stunden. Der DJK Platz ist fast über der ganzen Winterzeit bespielbar. Sogar Merkendorf hat im Winter schon darauf trainiert. Also wie gesagt erst nachdenken??
von ETW69 am 13.11.2017 13:05 Uhr
Spielabbruch war nicht in Wachenroth, sondern in Walsdorf gegen Wachenroth (Spielstand 0:1)
von Henko am 13.11.2017 13:53 Uhr
@ETW69: Danke für den Hinweis, ist korrigiert.

Sportliche Grüße,

Hendrik Kowalsky

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Steckbrief S. Essig

Spitzname
Esse
Alter
32
Geburtsort
Lichtenfels
Wohnort
Trunstadt
Familie
in Beziehung, 2 Kinder
Nation
Deutschland
Größe
185 cm
Gewicht
95 kg
Beruf
Bankkaufmann
Hobbies
Familie, Tennis, Fernsehen, Entspannen
Starker Fuß
Rechtsfuß
Lieb.-Position
Torwart
Erfolge
-Meister Bayernliga Nord mit A-Jun. Gr. Fürth
-Halbfinale Deutsche Meisterschaft A-Jun. Gr. Fürth
-Sprung in den Profikader Gr. Fürth
-Platz 10 mit dem FCE Bamberg in der RL Süd
Bisherige Vereine:

SF Unterpreppach
SV Hallstadt
Greuther Fürth
Rot-Weiß Erfurt
FC Eintracht Bamberg
SpVgg Bayreuth
FC Schweinfurt 05
TSV Breitengüßbach
ASV Naisa (Spielertrainer)

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