Artikel veröffentlicht am 05.11.2017 um 17:29 Uhr
Die Null des Tages: SVW-Torhüterin ist unüberwind-Barth
Die Erfolgsstory der Durchstarter-Frauen des SV Wernsdorf erhält ein neues Kapitel. Am 8. Spieltag der Bezirksoberliga gastierte der Liganeuling bei der ambitionierten Eintracht in Bayreuth und kam mit einem torlosen 0:0 wieder zurück. Dies hatte der SVW auch Torfrau Katrin Barth zu verdanken, die mehrmals herausragend hielt.
Von Bernd Riemke

Katrin Barth feierte vor acht Wochen erst ihren 17. Geburtstag, doch der Youngster strahlt schon jetzt enorme Ruhe zwischen den Pfosten aus. In allen acht Partien der Saison hütete die fangsichere Keeperin das Gehäuse des Aufsteigers und musste insgesamt erst 13 Mal hinter sich greifen. Beim Gastauftritt an der Oberen Röth in Bayreuth, wo der hoch eingeschätzte FC Eintracht wartete, kam kein weiteres Gegentor hinzu. Und das, obowhl die Oranjes aus der Wagner-Stadt gleich mehrmals beste Einschussmöglichkeiten hatten.

Barth treibt Angreiferinnen zur Verzweiflung

Im ersten Durchgang tauchte nach 26 Minute Lea Schneider nach einem mustergültigen Anspiel in den Strafraum in halblinker Position sträflich allein gelassen frei vor Katrin Barth auf. Die 17-Jährige behielt jedoch die Ruhe, blieb lange stehen und zwang so die Angreiferin in orange zu einem späten Abschluss, den sie glänzend parieren konnte. Mit Schüssen aus der Distanz war der Torsteherin ohnehin nicht beizukommen. Am nächsten kam da noch Jessica Marx einem Torerfolg, die es unmittelbar nach Wiederanpfiff sehenswert aus der Drehung versuchte (50.). Barth war ebenso im bedrohten Eck wie gut zwanzig Minuten vor dem Ende als sich die beiden Sturmführerinnen der Eintracht in aussichtsreiche Positionen kombinierten. Jessica Marx war in der 68. Minute Ausgangspunkt auf dem linken Flügel. Dort setzte sie sich beherzt durch und brachte die Flanke maßgenau an den Fünfmeterraum auf den Schlappen der mitgelaufenen Lea Schneider. Die hatte nur noch Barth vor sich, brachte das Leder jedoch nicht an der wagemutigen Keeperin vorbei. "Als sie plötzlich allein vor mir auftauchte, habe ich Kopf und Kragen riskiert", brachte es Katrin Barth nach dem Schlusspfiff auf den Punkt. Nicht nur mit dieser Glanztat rettete sie ihren Farben schlussendlich einen Auswärtspunkt in Bayreuth.

Simone Fuchs (am Ball) und der SV Wernsdorf lieferten einen überzeugenden Auftritt in Bayreuth ab und sicherten sich einen weiteren Auswärtszähler.
anpfiff.info


Jasmin Erhardt und die Latte

Einen verdienten, wie die stille Heldin nach der Partie zu Protokoll gab. "Die Gastgeberinnen waren spielerisch schon stärker als wir, aber wir haben kämpferisch sehr gut dagegen gehalten und uns den Punkt verdient", so Barth, für deren Team Jasmin Erhardt Anfang der zweiten Hälfte die größte Möglichkeit hatte, als sie aus dem Hintergrund nicht lange fackelte und in Ermangelung einer zielführenden Anspielstation, das Spielgerät aus gut und gerne 35m einfach einmal auf das von Susanne Rangosch gewohnt sicher gehütete Gehäuse wuchtete. In jener 52. Minute wäre aber wohl auch Rangosch machtlos gewesen. Die Latte rettete für den FC Eintracht und so stand am Ende eine schiedliche, friedliche Punkteteilung, die für den SV Wernsdorf in jedem Fall den Gewinn eines Zählers darstellt. Mit nunmehr 19 Punkten auf der Habenseite rangiert die Wende-Elf einen Spieltag vor Saisonhalbzeit auf einem hervorragenden 3. Platz und hat zwischen sich und die beiden Abstiegsplätze schon ein beruhigendes Polster gelegt.

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Spielstenogramm



Tabelle Bezirksoberliga

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
1
8
45:10
22
2
8
36:8
22
3
8
34:13
19
6
7
22:10
9
9
7
16:35
3
10
7
6:36
3
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit

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