Artikel veröffentlicht am 17.06.2017 um 18:00 Uhr
Top-Elf der Bezirksliga/West: Marcel Kutzelmann einstimmig gewählt
Die Trainer haben entschieden! Herausgekommen ist eine bunte Elf, die sich aus Spielern von insgesamt sieben verschiedenen Vereinen zusammensetzt. Der Meister stellt mit drei Nominierten erwartungsgemäß das größte Kontingent – aber nicht nur! Einige waren sich alle Trainer beim besten Stürmer der Liga, der nur Marcel Kutzelmann heißen konnte.
Von Bernd Riemke
Patrick Jauch (TSV Sonnefeld)
Am 28-Jährigen Schlussmann des Meisters führte kein Weg vorbei. Seine Nominierung rechtfertigte der Keeper, der in 30 Partien jede einzelne Spielminute auf dem Rasen stand, durch sein herausragendes Gesamtpaket. Jauch überzeugt auf der Linie mit starken Reflexen, beherrscht aber ebenso seinen Strafraum sicher und strahlt auf diese Weise enorme Ruhe von hinten heraus aus. 13 Mal hielt der Meisterkeeper seinen Kasten komplett sauber. Im Laufe der Saison musste er nur 28 Mal hinter sich greifen. Beide Statistiken sind liegaweite Bestwerte für den Torhüter, der in den letzten vier Jahren drei Meisterschaften feierte (2014 BL-Meister FC Redwitz, 2016 KL-Meister TSV Sonnefeld).


André Zapf (TSV Sonnefeld)
Vor der Saison erst aus der Landesliga vom SV Friesen zum Aufsteiger gestoßen, avancierte der erfahrene Außenverteidiger auf Anhieb zu einer unverzichtbaren Führungsgröße im Kader des TSV. Zapf, der zuvor lange Jahre in der Bayern- und Regionalliga für den VfL Frohnlach aktiv war, steuerte in 26 Einsätzen ein Tor und zwei Assists zum Erfolg der Sonnefelder bei. Die „Lunge“ des TSV-Spiels beackerte bevorzugt die linke Außenbahn in unwiderstehlicher Manier und setzte dabei offensiv wie defensiv nicht zuletzt aufgrund seiner herausragenden läuferischen Fähigkeiten entscheidende Akzente, bei denen ihm sein gut geschultes Auge für die jeweilige Spielsituation zum Vorteil gereicht.


Johannes Landgraf (SpVgg Ebing)
Der Kapitän der Germania zählt nach seiner fünften Nominierung in Folge inzwischen zum Inventar der Top-Elf der Bezirksliga/West. Sein ohnehin von starkem Stellungs- und vorzüglichem Kopfballspiel geprägtes Defensivverhalten, krönte der 27-Jährige in dieser Saison mit statistischen Bestwerten in der Offensive. 3 Treffer und 7 Assists gelangen Landgraf, der nie zuvor so wertvoll für sein Team war. Seine Tore waren neun Punkte wert. Beim 1:0 in Stegaurach erzielte er den einzigen Treffer der Partie, gegen Mitwitz traf er in der Schlussminute zum erlösenden 2:1 und beim 3:1-Erfolg gegen die Turner aus Ebern stellte er mit seinem zwischenzeitlichen 2:1 die Weichen auf Sieg.


Thomas Stölzel (TSV Ebensfeld)
Der Innenverteidiger ging mit seinem TSV den Weg von der Kreisklasse bis in die Landesliga – und wieder einen Schritt zurück. Dort ließ er zwar zu Saisonbeginn seine gewohnte Souvereinität ein wenig vermissen, steigerte sich jedoch zusehends von Spiel zu Spiel und sollte schließlich gerade wegen seiner konstant guten Leistungen ein tragender Faktor im Spiel der Gunreben-Elf werden. Dass der 26-Jährige in insgesamt 28 Partien als Innenverteidiger mit einer einzigen gelben Karte auskam, unterstreicht seine Fähigkeiten, die sich im guten Stellungsspiel und der Antizipation auf wechselnde Situationen manifestieren.


Ertan Sener (SV Bosporus Coburg)
Der 30-Jährige absolvierte immerhin 15 Partien in der Regionalliga für FC Eintracht Bamberg und VfL Frohnlach. Zu Saisonbeginn stieß er aus der Kreisliga vom SC Sylvia Ebersdorf zum ambitionierten SV Bosporus und füllte die ihm zugedachte Rolle als Abwehrchef zur vollsten Zufriedenheit aus. Sener ist mit enorm viel Übersicht ausgestattet und ist im Spielaufbau zwar nicht zwingend der Mann für 40m-Diagonalpässe in den Fuß des eigenen Mitspielers, trifft dafür aber stets die richtige Entscheidung und ist somit nicht selten erster Initiator eines Bosporus-Angriffs. In 23 Einsätzen war er an zwei Toren beteiligt – beide im Spiel gegen Ebing. Erst traf er selbst zum wichtigen 1:0, später bereitete er nach zwischenzeitlichem Rückstand den 2:2-Ausgleich vor.

 
Der Meister sowie der TSV Ebensfeld stellen mit drei Nominierungen die meisten Akteure in der von den Trainern gewählten Top-Elf der Bezirksliga.
anpfiff.info


Bastian Renk (TSV Sonnefeld)
Der 35-Jährige kam im Jahr 2013 aus der Regionalliga vom VfL Frohnlach nach Sonnefeld, um ein wenig kürzer zu treten. Vier Jahre und drei Aufstiege später führte er den TSV in die Landesliga. Renk selber erzielte dabei in 104 Partien 70 Tore und avancierte – meist aus dem zentralen Mittelfeld heraus – mit 17 Toren und 8 Assists in der abgelaufenen Serie zum drittbesten Torjäger und zweitbesten Scorer ligaweit. Renk zählt eher zu den Leisetretern, doch genau mit jener abgeklärten Art, mit der er dennoch klare Zielvorgaben gibt, formte er seinen Aufsteiger zum Durchmarschierer. Sechsmal spielte er mit seinen Treffern zum 1:0 den Dosenöffner und war auch in dieser Kategorie Garant für den großartigen Erfolg des Meisters.


Dominik Kauder (TSV Schammelsdorf)
Der 34-Jährige erlebte aus persönlicher Sicht eine Saison der Superlative. Mit zehn Toren war er neben Pascal Herbst treffsicherster Schütze seiner Mannschaft – und das, obwohl er im zentralen defensiven Mittelfeld beheimatet ist. Zusammen mit den zwei Torvorbereitungen, die auf sein Konto gehen, spielte Kauder zuletzt in der Kreisklasse 2011 eine statistisch derart überzeugende Serie. Dort übernahm der dienstälteste Bezirksliga-Trainer seine jetzige Elf vor sechs Jahren und führte sie zweimal in Serie auf einen einstelligen Tabellenplatz in der Bezirksliga. Der kopfballstarke Sechser, der fünfmal das richtungsweisende 1:0 für seine Farben erzielte, lief in allen 30 Saisonspielen auf und überzeugte als vorausschauender Organisator der Defensivarbeit beim TSV.


Florian Häublein (TSV Ebensfeld)
Der Zehner aus der eigenen Nachwuchsarbeit des TSV fehlte nur am 2. Spieltag rotgesperrt und absolvierte im weiteren Verlauf 29 Partien für den Landesliga-Absteiger. Seine 14 Treffer bescherten ihm teamintern Platz 1 in der Torjägerliste und zudem Platz sechs ligaweit. Damit erzielte der Rechtsfuß knapp ein Drittel aller TSV-Tore wobei Mister Doppelpack als offensivem Mittelfeldstrategen das Kunststück gelang an sieben aufeinanderfolgenden Spieltagen zu treffen und dabei insgesamt zehn Tore zu erzielen. Ob beim ruhenden Ball oder aus dem laufenden Spiel heraus. Häublein, der fünfmal das 1:0 erzielte, lenkte das Spiel seiner Farben und war Taktgeber im Ebensfelder Mittelfeld, aus dem heraus er zusätzlich drei direkte Torvorlagen gab.



Kevin Popp (TSV Ebensfeld)

Einer der schnellsten Spieler der Liga bezieht genau daraus seine Stärke, ist mit seinen 24 Jahren aber weit mehr als nur ein Dauerläufer auf der rechten Außenbahn. Der TSV-Kapitän paart Spielintelligenz mit Antrittsschnelligkeit und Ausdauer mit einem goldenen rechten Flankenfüßchen, das ihn zum Top-Vorbereiter der Liga macht. Nicht weniger als 16 Assists gehen auf sein Konto. In 29 Partien, die er von Anfang an bestritt stand er über die volle Distanz von 90 Minuten auf dem Feld. Dabei gelangen Popp außerdem fünf eigene Treffer. In den letzten Jahren ist er zu einer unverzichtbaren Größe geworden, da er zunehmend Defensivarbeiten übernimmt und sich dabei aufopferungsvoll in den Dienst der Mannschaft stellt.



Marcel Kutzelmann (FC Oberhaid)

Einstimmig! Der 25-jährige Top-Torjäger des Vizemeister wurde von den Trainern einstimmig in die Top-Elf der Bezirksliga gewählt. In der Offensive spielte Kutzelmann in dieser Saison in einer Liga für sich. Seine 29 Tore waren ebenso unerreicht wie insgesamt 43 Scorerpunkte. Dass die Oberhaider Lebensversicherung dabei 14 Mal vom Elfmeterpunkt aus traf – geschenkt! Denn er erzielte mehr als 40% aller Tore seiner Farben, ihm gelang zehnmal das 1:0 und beim 6:1 gegen Ebern ein Hattrick. Kutzelmann legte in der abgelaufenen Serie noch einmal deutlich an Effektivität zu, da er nicht mehr nur den klassischen Strafraumstürmer gab, sondern sich häufiger fallen ließ und dadurch für seine Bewacher noch schwerer zu greifen war. Rein statistisch spielte er die beste Saison im Trikot des FC Oberhaid!



Waldemar Mayer (TSV Breitengüßbach)

Der 30-Jährige stellte nicht nur im Saisonfinale eine Lebensversicherung für den Aufsteiger dar. Waldemar Mayer hatte im Saisonverlauf seine Torflauten, doch als es darauf ankam war er zur Stelle und knippste die entscheidenden Tore. 21 Stück insgesamt, was ihn auf den 2. Rang der Torjägerliste der Beztirksliga hievte – genau wie seine 27 Scorerpunkte. Der Stoßstürmer erzielte nicht nur mehr als ein Drittel aller 'Güßbacher Tore, er verewigte sich zudem mit sage und schreibe drei Hattricks in einer Spielzeit. Beim 3:3 gegen Schammelsdorf erzielte Mayer alle Tore seines Teams und traf sowohl beim 4:1 gegen Bosporus wie auch beim 7:4 gegen Mönchröden dreimal – in letzterem Spiel gelang ihm gar der historisch erste Treffer für den TSV in der Bezirksliga.

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