Artikel veröffentlicht am 25.10.2020 um 12:00 Uhr
Habermann verspricht Entscheidung: "Es wird sich bis Mittwoch etwas tun"
Der Spielplan im Spielkreis Erlangen-Pegnitzgrund ist ausgedünnt, in manchen Ligen sogar regelrecht leergefegt. Kreisspielleiter Max Habermann spricht von einem Feind den man nicht sieht und einer Entscheidung im Laufe der Woche.
Von Uwe Kellner
Der Bayerische Fußballverband hat die Voraussetzung für kostenfreie Absagen ab einem Inzidenzwert von 50 bezüglich der Pandemie geschaffen. Die Stadt Erlangen, das Nürnberger Land und der Landkreis Bayreuth haben diesen Wert mittlerweile überschritten. Aus diesen drei Kreisen spielen Teams im Spielkreis Erlangen-Pegnitzgrund. Durch die neue Regelung wurden die Türen für viele weitere Spielabsagen geöffnet.

Wegen steigender Zahlen, vielen Verdachtsfällen und sogar positiv getesteten Personen fallen am Wochenende viele Spiele aus - zusätzlich zu den Absagen aus den Kreisen mit dem zu hohen Inzidenzwert, wo aus Vorsicht abgesagt wird. "Ich habe ungefähr 90 Absagen, mit Frauen sind es noch mehr", sagt Kreisspielleiter Max Habermann.

Nicht alle Absagen haben direkt etwas mit Corona zu tun, denn es gibt auch Partien, die der Kreisspielleiter aus sportlichen Gründen absetzt. Beispielsweise wenn die Erste Mannschaft eines Vereins aufgrund einer Corona-Absage zu viele Spieler in der Zweiten Mannschaft einsetzen dürfte. "Wenn der Neunte gegen den Zehnten in der B-Klasse spielt, ist das nicht so schlimm, aber wenn es in der Tabelle um etwas geht, wird das Spiel abgesetzt." Max Habermann versucht in diesen Fällen, wenn möglich, zuerst das Gespräch mit den Vereinen zu finden. "Aber es sollen alle lieber auch mal selbst in den Spielplan reinschauen", nicht dass etwas übersehen werde, denn bei den zahlreichen Absagen könne man schon mal den Überblick verlieren. Als Beispiel nennt er die Partie zwischen dem TSV Behringersdorf und dem FC Reichenschwand 2, die ihm durchgerutscht sei. "Das ärgert mich heute noch", so der Kreisspielleiter, denn so können durchaus Meisterschaften entschieden werden. Nicht alle Absagen haben also direkt mit Corona zu tun, die große Mehrheit jedoch schon.

Vorzeitige Winterpause?

"Es wird sich bis spätestens Mittwoch etwas tun", sagt Kreisspielleiter Max Habermann. "Ich persönlich tendiere dazu, in die Winterpause zu gehen, kann es aber noch nicht konkret sagen." Im Spielkreis Erlangen-Pegnitzgrund entscheidet Max Habermann selbst, wann und ob die Winterpause eingeläutet wird. Einen Alleingang wolle er aber nicht machen, sondern sich erst im Bezirk absprechen. Auch hier gebe es regionale Unterschiede bezüglich der Infektionszahlen und der Inzidenzwerte in den Landkreisen beziehungsweise Städten.

Nach diesem Wochenende sei er mit seiner geplanten Saison fertig. Ab dem kommenden Wochenende hätte der Ligapokal begonnen, der zugunsten der vielen Nachholspieltage auf das kommende Jahr verschoben wurde. "Ich will keinen Einzelgang im Spielkreis Erlangen-Pegnitzgrund, aber wir haben früher ja auch schonmal vorzeitig die Winterpause eingeläutet, wenn es geschneit hat. Dieses Mal geht es um die Gesundheit", so Max Habermann und gibt zu bedenken, dass die Zahlen steigen. "Wir kämpfen gegen einen Feind, den man nicht sieht."

Kommt die vorzeitige Winterpause? Kreisspielleiter Max Habermann gibt zu bedenken, dass jeder Landkreis verschieden stark von der Pandemie betroffen ist,. Er tendiert aber dennoch zu einer Absage der ausbleibenden Spiele.
anpfiff.info


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