Artikel veröffentlicht am 14.08.2019 um 06:00 Uhr
Veitsbronns Trainer Rambau: Zusammenhalt Spitze, aber kein Aufstiegskandidat!
In den vergangenen Landesliga-Jahren war es eher eine Horrorbilanz zum Start, im zweiten Bezirksliga-Jahr nach dem Abstieg bastelt der ASV Veitsbronn wieder an einer glänzenden Grundlage für den weiteren Saisonverlauf. Als Tabellenführer gilt es nun am Samstagvormittag (11 Uhr) beim Kärwa-Frühschoppen-Derby gegen den TSV Burgfarrnbach nachzulegen.
Von Marco Galuska
Der ASV Veitsbronn um Daniel Benkert ist schon wieder hervorragend aus den Startlöchern gekommen.
Aumi
An einen Fehlstart kann sich Trainer Alexander Rambau in Veitsbronn nicht erinnern. Denn seitdem der 49-Jährige das Amt am Hamesbuck vor anderthalb Jahren übernommen hat, punktete der ASV nach der Vorbereitung immer kräftig. Das war nach dem Abstieg über die Relegation aus der Landesliga im Vorjahr 2018 für viele besonders überraschend, hatte man doch einerseits mit einer Konsolidierung gerechnet, andererseits auch die schwarzen Serien der beiden Jahre zuvor im Hinterkopf, als man dann lange Zeit der Musik in der Landesliga nachlaufen musste.

Basis im Training - kein Grund zur Euphorie


Sechs Siege holten die Veitsbronner in der vergangen Saison zum Start und waren fortan nicht mehr aus der Spitzengruppe wegzudenken. Auch im noch jungen Spieljahr 2019/20 findet man die Rambau-Elf schon wieder ganz oben. "Die Grundlage ist das Training. Die Leute sind da, sie sind fit und das ist das A und O in der Liga", weiß der Coach, der aber gleichwohl sagt: "Es gibt keinerlei Grund in Euphorie zu verfallen, denn wenn es blöd läuft, stehen wir auch mit null Punkten da."

Beim 6:1-Sieg gegen Türkspor/Cagrispor Nürnberg lief es für Veitsbronn wie am Schnürchen.Tim Klinge wird nun aber für die kommenden Wochen ausfallen.
Linde Bitzenbauer

Blöd gelaufen ist es aber bislang vor allem für die Veitsbronner Gegner. Nach dem neuerlichen 3:0-Auftaktsieg auswärts (in Lauf) gab es ein fast schon sensationelles 6:1 gegen Türkspor/Cagrispor Nürnberg. "Es gibt solche Spiele, in denen alles für dich läuft", relativiert Rambau und umreißt den Spielfilm der 90 Minuten gegen TSCS: "Wir machen mit dem ersten Angriff das 1:0, überstehen die Druckphase und machen dann wieder sehr effizient das 2:0 und 3:0. Der Gegner kann bei 3:1 noch einen Elfmeter bekommen - dann läuft das anders, aber so lief eben alles für uns."

In Gutenstetten lief zwar nicht alles für die Grün-Weißen, dennoch zeigte das Team eine starke Reaktion. "Nach dem 1:3 war das Spiel gefühlt gelaufen, dann kommen wir aber wie aus dem Nichts zurück, können es beinahe sogar komplett drehen und haben dann am Ende Glück, dass die Latte und Pfosten treffen", fasst der Trainer das 3:3-Remis beim Spitzenspiel zusammen.

Fußballerisch Mittelmaß, kameradschaftlich Spitze

"Die Vorgaben werden zu 100 Prozent umgesetzt", lobt Alex Rambau sein Team.
fussballn.de / Strauch

Und auch wenn es vier Punkte gegen zwei absolute Hochkaräter in der Liga zuletzt gab, bleibt Rambau auf der Euphoriebremse: "Wir können das gut einschätzen. Wir sind kein Aufstiegskandidat, da sehe ich die Türken und Gutenstetten schon eine Stufe stärker. Der Rest ist Tagesform und hängt von Serien ab, die sich in so einer Saison entwickeln. Aber fußballerisch sind wir sicherlich schlechter als sieben, acht Mannschaften in dieser Liga."

Geht man jedoch genauer auf die Stärken der Veitsbronner ein, so sagt aber auch Coach Rambau unumwunden: "Der Zusammenhalt in der Truppe ist absolute Spitze! Es geht viel über Kameradschaft und Disziplin, die Jungs setzen zu einhundert Prozent um, was ich ihnen vorgebe. Da ist ein großes Vertrauen zu spüren. Es tanzt keiner aus der Reihe!"

In der Reihe, nicht aus der Reihe: Der Zusammenhalt ist der große Trumpf am Hamesbuck.
Linde Bitzenbauer

Klinge fällt aus - Respekt vor Burgfarrnbach

Aus jener Reihe muss Rambau in den kommenden Wochen aber unplanmäßig auf Tim Klinge verzichten, der sich in Gutenstetten am Sprunggelenk verletzt hat und trotz ausstehender Diagnose sicherlich eine ganze Weile ausfallen wird. Dafür kommt Yannik Stutz nach langer Leidenszeit "von Mal zu Mal besser" in Tritt. Obendrein haben die aus der 2. Mannschaft hochgezogenen Akteure Patrick Becher, Sven Tschech und Tobias Zollfrank "sehr gut eingeschlagen und befolgen ihre Vorgaben."

Jene Vorgaben gilt es nun am Samstag zur ungewohnten Zeit ab 11 Uhr umzusetzen, wenn das Kärwa-Spiel gegen den Nachbarn TSV Burgfarrnbach ansteht: "Wir wollten mal zeitlich etwas anderes probieren, um den einen oder anderen Zuschauer mehr zu bekommen."

Sportlich gesehen sagt Rambau auch klar: "Ich lasse mich von einer Tabelle nach drei Spielen nicht blenden. Burgfarrnbach hat mit Uwe einen absoluten Trainerfuchs, der kennt meine Mannschaft genau. Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe, das wir aber natürlich gewinnen wollen!" Und damit könnten die Veitsbronner dann im Anschluss als Tabellenführer auf die Kärwa gehen - es gibt schlechtere Voraussetzungen.

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